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Devolution
Verfasser: Max Brooks (1)
Verlag: Goldmann (1969)
VÖ: 17. August 2020
Genre: Thriller (6750)
Seiten: 464 (Taschenbuch-Version), 316 (Kindle-Version)
Themen: Aussteiger (4), Siedlung (13), Vulkanausbruch (23), Wälder (764), Wildnis (192)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Devolution« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (0)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (2)     Tags (3)     Cover
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Der folgende Text war für uns schwierig zu schreiben. Denn es ist praktisch unmöglich, Max Brooks nicht zu mögen, er ist stets unterhaltsam, gibt viele schlaue Dinge von sich, und man hört ihm einfach gerne zu, was er beispielsweise erst an diesem Wochenende als Gast von Bill Mahers HBO-Show unter Beweis stellte. Und auch »Devolution« ist ein Buch, das intelligent geschrieben ist, nicht abstreitbare Qualitäten aufweist ... aber einfach überhaupt nicht zünden will.

Doch spulen wir die Sache erstmal an den Anfang: Es ist nun schon geraume Zeit her, dass wir »Devolution« im Rahmen unserer Kolumne »Projekt 10« von einer Reihe von Mitarbeitern und Helfern unserer Webseite haben anlesen lassen. Schon damals war die Mehrzahl unserer Testleser skeptisch, und nur einer konnte sich durchringen, dem Buch eine Chance zu geben. Zu groß war die Befürchtung, dass das Ganze auf den x-ten Aufguss des Bigfoot-Mythos hinauslaufen würde. Dass es schlussendlich so lange dauerte, bis wir euch eine Besprechung des ganzen Buchs präsentieren konnten, ist der Tatsache geschuldet, dass das Buch es seinen Lesern wirklich nicht leicht macht, durchzuhalten, und so hat sich der Leseprozess gehörig in die Länge gezogen. Was natürlich auch wieder negative Konsequenzen für den Eindruck von einem Buch hat: Je langsamer Leute ein Buch lesen und je stärker sie den Leseprozess »stückeln«, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Buch nicht mögen ... und hätten sie es schnell gelesen, hätten der Eindruck und die daraus folgende Bewertung durchaus anders ausfallen können.

Kurz zu den Fakten: »Devolution« wurde am 17. August im Goldmann Verlag veröffentlicht. Zwischen dem Erscheinen der Originalausgabe und der deutschen Übersetzung waren nur wenige Wochen vergangen, erst im Juni hatte das Werk in der Bestsellerliste der New York Times aufhorchen lassen. Die 464 Seiten starke deutschsprachige Ausgabe hat einen Preis von zehn Euro, die Digitalversion kostet genausoviel wie das Taschenbuch. Einer rund elf Stunden langen Hörbuchausgabe hat David Nathan seine Stimme geliehen.

Der Klappentext des Werks ist recht knapp ausgefallen und erwähnt, dass es darin um einen Ort namens Greenloop gehen würde, eine idyllische kleine Siedlung in der Wildnis, in der Aussteiger leben und sich selbst versorgen. Durch einen Vulkanausbruch wird Greenloop von der Außenwelt abgeschnitten, die Stimmung in dem Ort kippt, und nachts schallen Schreie durch die Finsternis. Augenscheinlich jagen hoch entwickelte Lebewesen durch die Wälder, reißen gnadenlos Beute, und sie kommen immer näher.

Man muss Max Brooks auf jeden Fall zugestehen, dass er sich viele Gedanken gemacht hat, keine simple Geschichte nach einem linearen Von-A-bis-Z-Schema durchzuerzählen, vielmehr hat er mit Tagebucheinträgen, Berichten & Co. den Versuch angestellt, auf kreative Weise nach und nach einen Mythos zu entwickeln. Leider lässt dies der Erzählung sofort die Luft aus dem literarischen Reifen, es kommt kein rechter Schwung auf, man entwickelt nur schwerlich einen Bezug zur Szenerie, und man arbeitet sich durch Leerlauf, Leerlauf, Leerlauf. Das Leerlauf-Problem löst sich im Laufe des Buchs, aber es kommt nicht von ungefähr, dass in den im Internet zu findenden deutschsprachigen Rezensionen wiederholt der Begriff des »Trashs« für das fällt, was dann kommt.

Sicher, es bleibt nicht nur dabei, und man findet hier beispielsweise auch jede Menge Gesellschaftskritik & Co. zwischen den Zeilen, aber wenn das Ganze womöglich eine brilliante Parabel oder ähnliches ist, die auf etwas anspielt und die Wirklichkeit geschickt dekonstruiert, dann waren wir zu große Banausen, um es zu erkennen. Möglich ist es aber allemal: Beim amerikanischen Amazon wurde das Buch - Stand heute - mehr als 3.400 Mal rezensiert und hat dabei beinahe die volle Punktzahl eingefahren. Irgendetwas muss also tatsächlich dran sein, zumal dort in nicht wenigen Kommentaren die überraschend große Tiefe des Buchs hervorgehoben wird und ähnliche Lobhudeleien aufgefahren werden. Daher ist womöglich nicht der Roman selbst der Grund, aus dem wir das Ganze nur mäßig unterhaltsam fanden, sondern womöglich etwas, was wir nicht durchschauen ... was wir uns aber eigentlich nur schwerlich vorstellen können, denn wie ein philosophisches Meisterwerk kommt das Buch trotz seines ausgefallenen Aufbaus nicht gerade daher. Schlussendlich können wir somit nur festhalten, dass wir etwas ratlos zurückbleiben, was es mit der andernorts anhaltend ausgesprochenen Begeisterung auf sich hat. Leider kein Buch für uns!
– geschrieben am 17. November 2020 (2/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz