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Das Buch Ana
Verfasser: Sue Monk Kidd (2)
Verlag: btb (468)
VÖ: 17. August 2020
Genre: Historischer Roman (4361)
Seiten: 576 (Gebundene Version), 546 (Kindle-Version)
Themen: 1. Jahrhundert (36), Jesus Christus (88)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ana wächst mit ihrem Bruder Judas, ihren Eltern und ihrer Tante in einer wohlhabenden jüdischen Familie auf, schließlich ist ihr Vater der oberste Berater von Herodes Antipas. Während Judas gegen die Römer hetzt, interessiert sich Ana nur fürs Schreiben, was eigentlich nur Männer können sollen. Als sie mit 14 einen alten Witwer heiraten soll, ist sie am Verzweifeln. Beim Kennenlernen sieht sie allerdings auch Jesus und ist sofort fasziniert von ihm. Als ihr Verlobter stirbt, soll sie eine Konkubine von Herodes werden, doch natürlich will Ana auch dies nicht und heiratet Jesus.
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PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Vor einigen Monaten fand sich auf der Bestsellerliste der New York Times ein Buch ein, das den Titel »The Book of Longings« trug, was bei einer 1:1-Übersetzung zu Deutsch »Das Buch der Sehnsüchte« bedeuten würde und aufgrund seines Inhalts vor einigen Jahren vermutlich noch einen größeren Skandal ausgelöst hätte. Es schaffte auf Anhieb den Sprung auf den siebten Platz, wie wir an dieser Stelle berichteten. Vor Kurzem wurde nun die deutschsprachige Version herausgegeben, und diese haben wir für unser »Projekt 10« herangezogen: Drei Mitarbeiter unserer Seite haben sich die ersten (rund) zehn Seiten durchgelesen und anschließend entschieden, ob sie das Buch anhand seines Auftakts gekauft hätten.

Das Buch

»Das Buch Ana«, so der offizielle deutsche Name des Romans, wurde am 17. August im btb Verlag veröffentlicht. Das 576 Seiten starke Werk, das von Sue Monk Kidd verfasst wurde, kann zum Preis von 22 Euro erworben werden. Die digitale Ausgabe ist vier Euro günstiger, zudem existiert ein 17:13 Stunden langes ungekürztes Hörbuch. Diesem hat Schauspielerin und Sprecherin Tanja Fornaro ihre Stimme geliehen.

Sue Monk Kidd schildert in ihrem Buch die Lebensgeschichte von Ana, der fiktiven Ehefrau von niemand geringerem als Jesus von Nazareth. Sie stammt aus einer wohlhabenden jüdischen Familie mit politischem Einfluss, ist wissbegierig und studiert die Thora. Im Alter von sechzehn Jahren soll sie an einen kleingewachsenen alten Witwer verheiratet werden. Als sie ihm auf dem Markt präsentiert wird und stürzt, trifft sie auf einen jungen Mann, der später ihre eigentliche Bestimmung werden soll und sie in ihrem emanzipierten Verhalten so gut fördert, wie er nur kann.

Die ersten zehn Seiten

Tatsächlich ist der Auftakt zum »Buch Ana« ein besonderer Fall, denn die offizielle Buchbeschreibung gibt ziemlich genau (und zwar vollumfänglich) das wieder, was bereits die Buchbeschreibung andeutet. Oder umgekehrt: Die Buchbeschreibung bietet keinen Abriss darüber, was den Leser im gesamten Buch erwartet, vielmehr schildert sie den Auftakt zu dem Roman. In einem sehr kurzen ersten Kapitel erhält man eine ganz kleine Vorausschau auf die Zeit, in der Ana und Jesus bereits verheiratet sind und gemeinsam in einem Bett liegen, wo Jesus dem Herzschlag der Protagonistin lauscht. Die Protagonistin, das erfährt man direkt zu Beginn, ist gleichzeitig die Ich-Erzählerin der Geschichte. Auf den ersten Seiten lernt man ihr Wesen und ihren Bildungsstand kennen, ebenso das, was sie eigentlich antreibt: Da sie von den Rabbis immmer nur die Geschichten über die männlichen Figuren aus der Heiligen Schrift zu hören bekommt (insbesondere die von Moses), sie aber dank ihrer Lesefähigkeit weiß, wie viele Frauen darin vorkommen, beschließt sie, die Leistungen der Damen gesondert niederzuschreiben und sie zu dem Ruhm zu führen, den sie verdienen. Nebenher lernt der Leser auch noch die anderen Personen kennen, die in Anas (Jugend-) Heim leben, insbesondere eine Tante namens Yaltha, die von einem ähnlich emanzipierten Geist getrieben wird wie sie, und die sie fördert, wo sie nur kann. Die ersten Seiten schließen damit, dass Anas Familie zum Markt aufbricht, ohne dass die Protagonistin zu dem Zeitpunkt schon weiß, dass sie ihrem zukünftigen Ehemann vorgeführt werden soll.

Fazit

Dass der Auftakt eines Buches und sein Klappentext derart deckungsgleich sind, ist wirklich ein außergewöhnlicher Fall, und so etwas ist uns in unseren bisherigen Ausgaben des »Projekts 10« noch nicht begegnet. Im Grunde genommen bedeutet dies: Wer den Klappentext gelesen hat, sich aber noch nicht zum Kauf durchgerungen hat, der wird womöglich auch nach dem Lesen der ersten zehn Seiten noch kein Stück weiter sein. Generell ist es natürlich nicht falsch, es so zu handhaben, es hat jedoch die Konsequenz, dass online abrufbare Leseproben ebenso wirkungslos sein dürften wie das kurze Anlesen des Romans vor dem Kauf im Buchladen. In beiden Fällen erhält man hier allenfalls einen kleinen Einblick in den verwendeten sprachlichen Stil und keine Zusatzinformation.

Das Gute ist jedoch: Die Idee zum Buch ist so gut, dass sie bereits genügt, um eine große Vorfreude auf den Stoff zu haben, und das bleibt dann zwangsläufig nach den ersten zehn Seiten auch so. Romanverarbeitungen des Lebens von Jesus Christus gibt es natürlich zu Hauf, und dass ihm eine Ehe auf den Leib geschrieben wird, ist auch nich ganz neu (wenngleich seine Ehefrau ansonsten noch nicht Ana hieß). Es handelt sich aber eben um eine Idee, von der man kaum genug bekommen kann, und da sich das Ganze hier stilistisch ansprechend anbahnt, kann man nicht anders als große Spannung auf den Rest des Romans zu verspüren.

Und zumindest ein kleines Detail, das nicht im Klappentext vorkommt, aber auf den ersten Seiten, und das sich ziemlich vielversprechend anhört, gibt es dann doch noch: Anas Familie hat einen Jungen adoptiert, der gemeinsam mit ihr aufwächst und den Namen Judas trägt. Das kann natürlich vollkommen bedeutungslos sein, aber es müsste schon ein ziemlich großer Zufall sein, wenn es sich nicht darauf hinauslaufen würde, dass es sich um Judas Iskariot handelt. Zumindets das wäre ein vielversprechender kleiner Twist, und so erhält die ohnehin vorhandene Spannung auf die Story noch ein klein wenig zusätzlicher Würze.

Schlussendlich haben sich Birgit Haase, Stephanie Gruber und Tom Rietzschel allesamt dazu entschieden, das komplette Buch zu lesen, weswegen wir euch in absehbarer Zeit eine Rezension präsentieren können.
– geschrieben am 15. September 2020
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