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Das Haus
Verfasser: Olivia Monti (5)
Verlag: Eigenverlag (17871) und epubli (1410)
VÖ: 16. August 2020
Genre: Kriminalroman (7704)
Seiten: 196 (Gebundene Version), 169 (Kindle-Version)
Themen: Haus (258), Psychologen (240), Schneider (21), Serienmörder (936), Spuren (103), Verschwinden (1907)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Das Haus ist ein Gebäude voller winziger Mietwohnungen. Mit dem Tod des Medizinstudenten Enis Al Agha nimmt das Unheil seinen Lauf. Einer um den anderen Mieter wird tot aufgefunden oder verschwindet spurlos. Die pensionierte Schneiderin Frau Rauhaar ist sich sicher, es gibt einen einzigen Mörder und der wohnt im Haus. Die Parapsychologin Nadja Knoll ist anderer Meinung: Das Haus sei womöglich ein Unglückshaus, ein verfluchter Ort, das Haus selbst sei sozusagen schuld an den grausigen Geschehnissen. Niemand erkennt ein klares Muster hinter den horrenden Fällen. Die Polizei ist ratlos. Bis sie rein zufällig auf eine bedeutende Spur stößt. Viel zu spät.
Lesermeinungen (2)     Leseprobe     Blogger (2)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Olivia Monti für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Olivia Monti gibt es bei Facebook.
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     „Aber warum?“ Ich bat Priscilla herein.
     Sie ließ sich auf mein Sofa fallen. Ich dachte nicht, was ich sonst gewöhnlich dachte, dass man nachher einen Haufen Hundehaare auf dem dunklen Samt sehen würde. Ich vergaß auch, Priscilla etwas zu trinken anzubieten. Ich vergaß einfach alles. Ich war ziemlich durcheinander.
     „Im Treppenhaus hab ich mit Zimmermann geredet. Er war völlig fertig, hatte sogar Tränen in den Augen. Er meinte, der Tod von Enis fiele auf das Haus zurück. Auf uns alle. Niemand habe wahrgenommen, wie unglücklich Enis war, und fast jeder hier drinnen hätte noch ein Leid hinzugefügt. Jeder von uns müsse sich fragen, ob er es nicht hätte verhindern können.“
     Ich biss mir auf die Lippe und schwieg. Ich brachte nichts heraus. Ich spürte nur einen Klos im Hals, der immer härter wurde, schon schmerzte. Dann heulte ich los.
     Priscilla legte einen Arm um mich.
     „Entschuldige“, stammelte ich nur.
     „Ruhig. Ganz ruhig. Sogar Zimmermann sind die Tränen gekommen. Und ich wein vielleicht später noch. Ich muss mir nur vorstellen, Boris und Churchill wäre so was passiert. Von der Terrasse runtergefallen ...“ So hießen Priscillas Chihuahuas, Boris war eine Abkürzung für Boris Johnson.
     Mein Geheul stoppte. Ich konnte mich gerade noch beherrschen, nicht in irres Gelächter auszubrechen. Ich war mit den Nerven fertig.
     Als Priscilla wieder fort war, wünschte ich mir einen Moment lang auch ein Tier in meiner Wohnung. Vielleicht einen Haushasen. Hasen sind Vegetarier und stinken fast nicht. Es hätte jetzt etwas ungemein Beruhigendes gehabt, wenn so ein Wesen hier herumwuselte, das Wärme ausstrahlt, von nichts Schlimmem weiß, unschuldig in den Tag hinein frisst, schläft, lebt.

Bis tief in die Nacht hinein hielten mich Grübeleien wach. Sie hatten mit meiner Arbeit über das Gedächtnis von Orten und Gegenständen zu tun. Es gibt da eine Annahme: Ein Ort, also auch ein Haus wie das unsere, speichert alles, was in ihm geschieht. Nicht nur jede Handlung, auch jedes Gespräch, jeden Gedanken, jedes Gefühl. Und es gibt abenteuerliche Theorien von Physikern, in was für einem physikalischen Feld alle diese Informationen verschlüsselt werden. Durchaus seriöse Hypothesen, vorgebracht von Forschern wie dem berühmten Einsteinschüler David Bohm.
     Jeder von uns kann mehr oder weniger das Gespeicherte spüren. Wir haben alle diese Fähigkeit. Heftige Gefühle und Wiederholungen prägen sich einem Ort besonders ein und sind auch von uns stärker wahrnehmbar. Ist an einem Ort etwas Schreckliches geschehen, so kann es gut sein, dass wir uns an dem Ort bedrückt fühlen. Manche haben nur ein ganz undeutliches, mulmiges Gefühl. Ganz wenige sehen sogar im Geist vor sich, was konkret an diesem Ort passierte.

     An dem Abend fragte ich mich, ob wir vielleicht in einem Haus wohnten, das die Einwohner bedrückt, und einen von ihnen derart, dass er sich aus dem fünften Stock gestürzt hat.
     Im Haus wohnten lauter Singles in kleinen Wohnungen. Ein Teil junge Leute, die in die Berufswelt mussten und Ängste ausstanden. Ein anderer Teil ältere Menschen, die sich nichts Besseres leisten konnten und einsam waren. Das heißt, das Thema der Einsamkeit wiederholte sich Tag für Tag und auch die Ängste, es irgendwo in dieser Welt alleine schaffen zu müssen, wiederholten sich. Diese Gefühle sind sehr aufdringlich. Die Wände saugen sich voll damit und strahlen eine zähe Bedrückung ab, die womöglich manche, mir fiel Marina ein, aggressiv machte und in einem Fall vielleicht sogar einen jungen Menschen in den Tod gestürzt hatte.
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