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Wir grüßen unseren neuesten User »Hans-Jürgen Pilz«!
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Cryptos
Verfasser: Ursula Poznanski (29)
Verlag: Loewe (487)
VÖ: 12. August 2020
Genre: Jugendliteratur (7080) und Science Fiction (2474)
Seiten: 448
Themen: Dorf (888), Klima (18), Klimawandel (36), Virtuelle Realität (51)
Charts: Einstieg am 21. August 2020
Höchste Platzierung (2) am 23. August 2020
Zuletzt dabei am 22. Oktober 2020
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,60 (88%)
auf Basis von vier Bloggern
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28mal in den Tagescharts platziert
BENUTZER-SCHULNOTE
1,54 (89%)
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Errechnet auf Basis von 239 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Cryptos« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (0)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Blogger (3)     Tags (4)     Cover
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Ursula Poznanski steht gerade mit ihrem aktuellen Roman »Cryptos« kurz vor dem Einstieg in unsere täglichen Blogger- und Besuchercharts, auf der Bestsellerliste des Spiegels erreichte es in dieser Woche den siebten Rang, und jede Menge weiterer Erfolge dürften noch bevorstehen - kein Wunder: Die Kombination aus der Autorin und virtuellen Welten, um die es in ihrem Buch geht, deutet stark darauf hin, dass es für die Fans ihrer »Erebos«-Bücher geradezu maßgeschneidert sein könnte ... und von diesen Fans gibt es eine ganze Menge. Wir haben die ersten (etwa) zehn Seiten des Buchs für unser »Projekt 10« von fünf Mitarbeitern gemeinsam lesen lassen und sie anschließend eine Entscheidung treffen lassen, ob sie das Buch anhand seines Auftakts auch komplett lesen würden.

Das Buch

»Cryptos« ist eine Veröffentlichung des Loewe Verlags. Das Buch ist am 12. August erschienen und hat einen Umfang von 448 Seiten. Man kann es für 19,95 Euro als gebundene Ausgabe beziehen, die digitale Variante ist fünf Euro günstiger. Obendrein gibt es ein knapp dreizehn Stunden langes Hörbuch, dem Schauspielerin und Synchronsprecherin Laura Maire ihre Stimme geliehen hat. Sie war vor drei Jahren schon für Ursula Poznanskis Buch »Aquila« im Einsatz.

Das Buch erzählt die Geschichte einer jungen Frau namens Jana, die eine »Weltendesignerin« ist. An ihrer Designstation schafft sie virtuelle Realitäten, in die sich die Menschen zurückziehen und dort ein - größtenteils erfüllteres - Leben abseits der realen Welt führen können. Ihr Lieblingsprojekt ist das Fischerdörfchen »Kerrybrook«, das sich vor allem durch eines auszeichnet: Es geht dort enorm friedlich zu. Ausgerechnet in Kerrybrook kommt es zu einem außergewöhnlichen Verbrechen, das angesichts der großen Sicherheitsmaßnahmen eigentlich unmöglich hätte geschehen können, und so muss Jana herausbekommen, was es damit auf sich hat.

Die ersten zehn Seiten

Direkt zum Einstieg lernt der Leser die Protagonistin des Romans kennen: Jana, die offensichtlich nicht nur Kerrybrook designt hat, sondern trotz jungen Alters als Star der Designszene gilt. Von den drei von ihr betreuten Welten ist Kerrybrook die kleinste. Man erfährt obendrein, dass sich der Zustand der richtigen Welt in den vergangenen Jahren - wann genau das Buch spielt, wird (zumindest bis hierhin) nicht zeitlich eingeordnet - drastisch verschlechtert hat und es deswegen Usus geworden ist, dass sich die Menschen lieber im Virtuellen aufhalten. Dabei werden diese nicht willkürlich geführt, vielmehr haben die Designer klare bürokratische Vorgaben, beispielsweise die »Bevölkerungszahlen« genau zu regulieren. In Janas beschaulichem Kerrybrook kommt es zu Störungsmeldungen, die von den Überwachungssystemen nicht genau eingeordnet werden können, so dass sich die Designerin selbst nach Kerrybrook begibt. Dort wird sie Zeugin mehrerer eigenartiger Vorgänge, und einige Avatare segnen das Zeitliche. Diese werden anschließend als »Exit« angezeigt, jedoch nicht als »Ausfall«, was bedeutet, dass sie sich in einer Phase befinden, in der ihnen Zeit gegeben ist, sich für eine Rückkehr oder für den Sprung in eine andere Welt zu entscheiden. Noch etwas anderes bemerkt Jana: An ihrer Welt sind Veränderungen vorgenommen worden, die eigentlich niemals ohne ihr Wissen oder ihre Mitwirkung hätten durchgeführt werden können: Ein Exit-Punkt, über den sie Kerrybrook normalerweise verlassen könnte, funktioniert nicht mehr und hat sich auch optisch komplett verändert.

Fazit

Vor wenigen Stunden haben wir euch einen kurzen Einblick in das aktuelle Buch von Hans Rath präsentiert, das 25 Jahre in der Zukunft spielt und in dem Menschen skurrilerweise auch in einer virtuellen Welt unterwegs sind (wenngleich dies dort nicht den eigentlichen Kern der Geschichte ausmacht). Interessant ist dies vor allem deshalb, weil die beiden Autoren zu einem gegenteiligen Schluss gekommen sind, wie es in solchen Welten wohl zugehen würde: Während sie bei Rath ein reiner Ort des Leben-Schleifenlassens sind, in dem sich die Menschen des Müßiggangs, der Völlerei und des folgenlosen Geschlechtsverkehrs hingeben, wollen die Leute bei Ursula Poznanski offenbar eine Art abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm haben, was auf den ersten Seiten des Werks durch einen Wettbewerb symbolisiert wird, in dem es einen goldenen Ring im Bauch eines Kabeljaus zu finden gilt. Und hier wird nicht nur gefischt, es gibt beispielsweise auch Welten, in denen Dämonen & Co. unterwegs sind, Action ist also gewünscht.

Dies soll jedoch nur eine kleine Bemerkung nebenbei sein, da wir die beiden Bücher binnen weniger Stunden hier bei uns thematisiert haben. Tatsächlich haben bereits die ersten Seiten von »Cryptos« bereits alles geboten, was es braucht, um einen Leser für den großen Rest des Romans zu interessieren. Das fängt damit an, dass die Rahmenbedingungen, die in den virtuellen Welten existieren, augenscheinlich sehr kreativ gewählt wurden und dass das, was die Designerin in Kerrybrook beobachtet, spektakulär genug ist, dass man auch als Leser in Erfahrung bringen möchte, wie es dazu kommen konnte. Die Andeutungen, die betreffend des Niedergangs der richtigen Welt gemacht werden, klingen mindestens ebenso interessant und könnten auch sehr nah am aktuellen Geschehen - Stichwort Klimakrise - ausgerichtet sein, so dass man auch hier mehr erfahren möchte. Nicht zuletzt macht auch die Protagonistin selbst den Eindruck, dass man es hier mit einer außergewöhnlichen Figur zu tun hat, wie man ihr nicht in jedem Roman begegnet, so dass es spannend sein dürfte, was sie herausfinden kann und was mit ihr geschehen wird. Lange Rede, kurzer Sinn: Das hat alles einen so guten Eindruck gemacht, dass sich unsere Helfer Katrin Felzmann, Markus Kogel, Patrick Wolff, Sara Wojciechowski und Yvi Leutbecher allesamt entschieden haben, das Buch zu lesen. Dass jeder unserer »Anleser« zu der gleichen Entscheidung kam, haben wir schon lange nicht mehr gehabt. Auf jeden Fall werden wir euch also in absehbrer Zeit eine Rezension des gesamten Buchs präsentieren können.
– geschrieben am 21. August 2020
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