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Die Gutsherrin 1 - So weit die Störche ziehen
Verfasser: Theresia Graw (6)
Verlag: Ullstein (1511)
VÖ: 3. August 2020
Genre: Historischer Roman (6313) und Romantische Literatur (29659)
Seiten: 640 (Taschenbuch-Version), 611 (Kindle-Version)
Themen: Fotografen (363), Krieg (1712), Preußen (41), Reiterhof (133), Zweiter Weltkrieg (667)
Reihe: Die Gutsherrin (2)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Gutsherrin 1 - So weit die Störche ziehen« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (11)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 7. September 2020 um 12:35 Uhr (Schulnote 2):
» Handlung:
Ostpreußen 1939
Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, hat er erst mal keine Auswirkungen auf das Leben von Dora Twardy, Tochter eines Gutsherrn. Ihr mangelt es an nichts, weder an gutem und ausreichendem Essen, noch an Kleidung oder Verehrern und der Krieg ist in weiter Ferne. Erst als nicht nur ihr älterer Bruder, sondern auch ihr Vater eingezogen werden, muss Dora endgültig aus ihrem Traum erwachen. Sie übernimmt die Verantwortung und Leitung des Gutes und kämpft nicht nur für den Erhalt des Familienbesitzes, sondern auch für die Menschen und Tiere, die ihr anvertraut sind. Während dieser Zeit treten immer wieder zwei Männer in Doras Leben, die sie verwirren und die beide auf ihre Art ihr Herz erobert haben: Wilhelm von Lengendorff, ein Freund ihres Bruders, sowie der Kriegsfotograf Curt von Thorau. Doch Dora erkennt erst, wen sie wirklich liebt, als es schon fast zu spät ist...

Meinung:
Das Cover mag ich gerne, es hebt sich durch den wunderbar eingefärbten Himmel stark hervor und wird dadurch zum Hingucker. Der Himmel erstrahlt in verschiedenen Farben und Nuancen und wirkt auf jeden Fall mysteriös, teilweise sogar magisch. Dazu gibt es eine Weite, die vermittelt wird, zum Träumen einlädt und mir richtig gut gefällt.
Außerdem ist eine Dame zu sehen, die auf einem Feld steht, nachdenklich in die Ferne schaut. Sie hat eine gerade und stolze Haltung und ist der Mode um 1940 gekleidet und hat für mich das würdevolle und selbstbewusste Auftreten einer Gutsherrentochter.
Insgesamt gefällt mir das Bild richtig gut, vielleicht wäre ein kleiner Bezug zum Titel noch passend gewesen, indem am Himmel so zwei-drei Störche / Vögel sichtbar gewesen wären.

Ich hatte den Roman bereits in der Verlagsvorschau gesehen und er ist direkt auf meine Wunschliste gewandert. Mich hat die Geschichte, die Inhaltsangabe und die Handlungszeit direkt angesprochen und ich habe mir davon eine famose Geschichte erhofft. Als ich den Roman bei Vorablesen entdeckt habe, stand direkt mein Entschluss fest, mein Glück zu versuchen und somit habe ich einen Leseeindruck verfasst, der tatsächlich zu einem Buchgewinn geführt hat. Ich war unglaublich glücklich darüber, denn mich hatte die Leseprobe einfach nicht losgelassen und ich wollte das Buch danach unbedingt lesen. Ich möchte auch an dieser Stelle noch einmal meinen ganz herzlichen Dank an Vorablesen und den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar aussprechen!

Ich empfand die Schreibweise als angenehm und locker, sie ist nicht zu hochtrabend und lässt sich sehr gut lesen. Ich bin ohne Probleme durch den Roman gekommen und fand es interessant, wie auch bei dem Schreibstil ein kleines Stück weit eine Entwicklung zu sehen ist, genau wie bei Dora. Während diese anfangs noch jugendlich ist und vor allem Spaß haben möchte, ist auch die Sprache einfach und leicht gehalten. Je mehr die Schrecken vom Krieg zunehmen, desto mehr lässt sich dies auch herauslesen und gleichzeitig wird auch Dora ernster und immer pflichtbewusster. Es gibt also eine tolle sprachliche Entwicklung, die viel Spaß gemacht hat.
Ich empfand es als ganz besonders, dass es unglaublich viele und gute Beschreibungen von Gegenden, Situationen und Personen gibt. Diese nehmen sicherlich gut über die Hälfte des Romans ein, im Gegensatz dazu gibt es recht selten wörtliche Rede. Und das hat mir richtig gut gefallen und es hat Spaß gemacht, den Roman zu lesen und auf diese Weise ganz tief in die Geschichte eintauchen zu können. Sowohl die Landschaft von Ostpreußen und der Gutshof der Familie Twardy, als auch die Kriegsgeschehnisse werden unglaublich lebendig und mit aussagekräftigen Worten versehen. In dieser Hinsicht ist der Roman ein wahres Highlight und kann absolut überzeugen!

Ich hatte ja gerade erwähnt, dass die Geschichte immer ernster wird, je weiter der Krieg fortschreitet. Ich mochte es sehr, wie man dies mitverfolgen kann und zu lesen, welche Gedanken sich die Protagonisten, allen voran Dora darum machen. Und eigentlich müsste die Spannung dadurch auf einem konstant hohen Niveau bleiben, gerade weil man als Leser ungefähr weiß, wie sich die politische Lage und das Kriegsgeschehen weiterentwickeln werden, aber man nicht genau sagen kann, wie sich die Gescchichte um Familie Twardy entwickeln wird. Doch meiner Meinung nach war dem nicht so. Ich fand oft, dass die Geschichte etwas vor sich hin geplätschert ist und nur selten spannende Szenen vorhanden waren. An sich habe ich kein Problem damit, wenn das normale Leben der Personen dargestellt wird, ohne großes Drama und ohne unnötig aufregende Momente. Hier hat mir aber was gefehlt. Selbst als der Krieg in seiner Endphase war, entstand bei mir kein Eindruck von Spannung. Was ich sehr schade finde, so habe ich den Roman zwar gerne gelesen, doch manchmal war mir die Handlung etwas zu einseitig und dröge...

Ganz wunderbar hingegen empfand ich die Stimmung. Diese war greifbar und hat sich teilweise auch etwas auf mich übertragen. Egal ob freudige oder traurige Momente, die Emotionen wirkten realistisch und haben immer perfekt zur jeweiligen Situation gepasst. Zudem mochte ich es, dass stimmungsvolle Momente nie zu überzogen dargestellt wurden, sondern immer in einem angenehmen Maße stattgefunden haben, sodass man den Protagonisten ihre Laune stets abkaufen konnte!

Ebenfalls richtig gut gefallen hat mir die gelungene Einbindung von historischen Ereignissen. Je weiter die Handlung fortschreitet, desto häufiger tauchen immer wieder Aussagen zur politischen Lage, über den Kriegsverlauf oder sonstiges auf. So kann man ein wenig die Sorgen der Personen wahrnehmen und besonders interessant empfand ich die Folgen des Krieges für Ostpreußen. Ich habe dazu schon viel gehört und gelesen, aber es an einem so lebendigen und authentischen Beispiel mitzuerleben ist doch noch einmal etwas anderes.
Mich hat gerade der Aspekt von Flucht und Vertreibung interessiert und ich war darauf richtig gespannt. Leider hat dies nicht sehr viele Kapitel eingenommen und ich empfand auch das Ende als ziemlich fix herbeigeführt. Mir hätte es wirklich gut gefallen, wenn es mehr Abschnitte zu diesem Thema gegeben hätte. Gerne hätte ich auch noch mehr Seiten gelesen, um mehr über diese beiden Punkte zu erfahren. So wurde mir dieser Aspekt leider etwas zu kurz gehalten.

Ganz besonders toll und gelungen empfinde ich die Darstellung des Settings! Davon bin ich wirklich hin und weg und absolut begeistert. Mit wie viel Liebe sich die Autorin diesem Punkt gewidmet hat und es gibt ganz wunderbare Beschreibungen von den Landschaften, sondern auch von den Gebäuden. Einfach traumhaft!
So gut wie jedes Setting hat sehr lebendige und ansprechende Bilder vor meinen Augen hinterlassen, als ganz besonders farbenfroh erschien mir immer der Gutshof der Familie Twardy. Ich mochte die Szenen dort unglaublich gerne und habe ihn mir in jeder Jahreszeit ausmalen können. Und in jeder der vier Saisons hätte ich richtig gerne Zeit auf dem Hof verbracht und alles mit eigenen Augen gesehen. Und dazu noch die Gegend, die Landschaft. Ich habe den Gutshof sehr gemocht und dort haben sich meine Lieblingsszenen abgespielt.

Auf dem Klappentext wird ja bereits eine mögliche Liebesbeziehung von Dora mit zwei Herren angedeutet. Das war auch der einzige Aspekt in der Inhaltsangabe, der mein Interesse nicht sofort geweckt hat. Und ich muss am Ende sagen, dass ich dies nicht unbedingt gebraucht hätte. Vielleicht weil ich die ständig wechselnden Gefühle von Dora nicht verstanden habe, vielleicht weil mir einer der Herren nicht sehr sympathisch war. Ich weiß nicht. Auf jeden Fall fand ich die Abschnitte etwas ermüdend, in denen Dora immer wieder hin und her überlegt hat, für welchen Mann sie Gefühle hegt und mit wem sie wirklich ihr Leben verbringen möchte. Dieser Punkt hätte für meinen Geschmack gerne kürzer ausfallen können!

Ich mochte es bei den Protagonisten sehr, wie lebendig und einzigartig alle daherkommen. Jeder hat sich wirklich von den ganzen anderen abgehoben und eigene Attribute und Eigenschaften erhalten. Dadurch entsteht eine unglaublich große Vielfalt an Charakteren, die ein breites Bild der Menschheit darstellen.
Mir hat es auch gut gefallen, wie die Autorin es dem Leser überlässt, ob man eine Person als sympathisch oder unsympathisch einstuft. So kann man vollkommen selbst entscheiden und für mich gab es tatsächlich Personen, die ich von ihrem Auftreten und ihrem Wesen nicht mochte. Doch diese sind halt nicht extra dafür ausgelegt, dass sie Misstrauen beim Leser erwecken, sondern es kommt jeweils auf die eigene Person an und darauf, welche Art und welche Charakterzüge man selbst bei jemandem anderen schätzt.
Ich empfand es als sehr interessant zu beobachten, wie sich Dora im Roman weiterentwickelt und zu was für einem Menschen sie am Ende wird. Denn ich muss zugeben, dass ich Dora anfangs nicht sonderlich mochte, sie als etwas naiv und blauäugig empfand und viele Aussagen als kritisch betrachtet habe. Sie hat den Krieg nicht als bedrohlich wahrgenommen, sondern war in ihrer eigenen Blase gefangen und hat nur selten einen Gedanken daran verschwendet, wie andere Menschen auf den Krieg reagieren, was für Grausamkeiten und Ängsten sie tagtäglich ausgesetzt sind. Das hat mich lange Zeit gestört, dass Dora nur ihre eigenen Problemchen als wichtig angesehen hat und dabei ein wenig die Augen vor dem Krieg und den grausigen Folgen verschlossen hat. Oft wollte ich sie schütteln und habe gehofft, dass sie auch das Leid anderer Menschen anerkennt und sie in dieser Hinsicht reifer wird.
Glücklicherweise hat Dora eine gute Entwicklung hingelegt, sie ist erwachsener geworden, hat Verantwortung übernommen und Entscheidungen fällen müssen, die Auswirkungen auf das Leben vieler Personen haben. Dadurch ist sie merklich selbstbewusster und stärker geworden und hat ihr kindliches Denken fast vollkommen abgelegt. Es war wirklich interessant zu beobachten, was der Krieg für Folgen für ein jugendliches Mädchen hat und ich finde, dass Dora sich toll entwickelt hat und sie war mir am Ende deutlich angenehmer und sympathischer war als am Anfang!

Fazit:
Leider sind mir, noch bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, bereits ein paar Meinungen auf Instagram aufgefallen, die sehr positiv waren und das Buch nur lobend erwähnt haben. Und dadurch sind bei mir die Erwartungen unabsichtlich ein Stück gestiegen und ich war richtig gespannt, was den anderen Lesern daran so gut gefällt.
Leider ist dieser Funke auf mich nicht so richtig übergesprungen. Zu weiten Teilen mochte ich die Geschichte gerne und habe die Entwicklung von Dora, aber auch des Krieges mit viel Interesse verfolgt. Doch für mich ist das Buch nicht zu so einem Highlight geworden, wie ich es mir erhofft hatte. Dafür fand ich Dora nicht immer sonderlich angenehm, zudem fehlte mir die Spannung und die Liebeleien von Dora hätten für mich auch nicht unbedingt sein müssen.
Im Gegensatz dazu hat mir das Setting und auch die Schreibweise unglaublich gut gefallen und auch an der Stimmung hatte ich viel Freude. Und der Großteil der Protagonisten hat mir ebenfalls richtig gut gefallen, weshalb ich am Ende gute vier Sterne für das Buch vergebe!«
  25      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 6. September 2020 um 12:59 Uhr:
» Interessante Familiengeschichte

Ich hatte anfangs so meine Probleme mit der Protagonistin warm zu werden, sie war zu dem Zeitpunkt natürlich noch jung und unbedarft. Sie hat aber eine große Verwandlung durchgemacht und dadurch habe ich sie schlussendlich doch noch ins Herz geschlossen habe. Generell fand ich die Charaktere sehr gut gelungen, alle hatten Persönlichkeit manche waren interessant gestaltet und andere blieben relativ flach, das Gleichgewicht wurde da gut gehalten.

Emotionen gab es genügend, von Freude über Leid war alles dabei und es wirkte keinen Moment überzogen oder unrealistisch. Die Landschaft wurde angenehm beschrieben und auch der Umgang mit den Pferden fand ich gelungen.«
  9      0        – geschrieben von book_lover
Kommentar vom 24. August 2020 um 18:38 Uhr (Schulnote 2):
» Ostpreußen im Jahr 1939: Dora Twardy wächst behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf. Die Tochter des Gutsherren führt ein sorgenfreies Leben. Doch mit dem Zweiten Weltkrieg ändert sich für sie alles. Als die deutsche Wehrmacht Polen angreift, muss Dora schlagartig erwachsen werden. Ihr Vater wird eingezogen. Die 16-Jährige muss die Verantwortung für den Hof übernehmen und für den Erhalt des Familienbesitzes kämpfen. Auch in der Liebe steht sie vor einer schwierigen Entscheidung…

„So weit die Störche ziehen“ ist ein Roman von Theresia Graw.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus drei Teilen, die wiederum in 32 Kapitel mit einer angenehmen Länge untergliedert sind. Die Handlung umfasst mehrere Jahre. Erzählt wird aus der Perspektive von Dora. Der Aufbau funktioniert sehr gut.

Der Schreibstil ist einfühlsam, atmosphärisch und bildhaft. Anschauliche Beschreibungen und viel wörtliche Rede machen das Geschehen lebendig.

Dora, die Protagonistin, ist ein realitätsnaher Charakter. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist nachvollziehbar und authentisch. Während sie mir am Anfang mit ihrer naiven und unreifen Art noch recht unsympathisch war, ist sie mir später zunehmend ans Herz gewachsen. Auch die übrigen Figuren wirken facettenreich und glaubhaft.

Gut gefallen hat mir, dass der Roman auf der wahren Familiengeschichte der Autorin basiert. Fakten und Fiktion hat sie auf gelungene Weise miteinander verknüpft. Dabei ist dem Buch auch eine fundierte Recherche anzumerken. Im interessanten Nachwort ist zu erfahren, welche Personen und Begebenheiten Theresia Graw zu der Geschichte inspiriert haben.

Ein weiteres Plus ist für mich, dass der Roman in sich abgeschlossen ist. Entgegen des aktuellen Trends der Familiensagas wird die Geschichte nicht künstlich auf mehrere Bände gestreckt.

Obwohl der Roman mit mehr als 600 Seiten ziemlich umfangreich ist, kommt er weitestgehend ohne Längen aus. Spannende Ereignisse und einige Wendungen machen die Geschichte kurzweilig, aber nicht übertrieben dramatisch. Zugleich ist sie emotional bewegend und kommt erfreulicherweise ohne nennenswerten Kitsch aus.

Das stimmungsvolle Cover wirkt ein wenig austauschbar, ist aber dennoch ansprechend gestaltet. Der poetisch anmutende Titel passt gut zur Geschichte.

Mein Fazit:
„So weit die Störche ziehen“ von Theresia Graw ist ein historischer Roman, der auf unterhaltsame Weise eine Familiengeschichte mit einer Lovestory verbindet. Eine empfehlenswerte Lektüre für schöne Lesestunden.«
  16      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 16. August 2020 um 12:05 Uhr:
» Dora Twardy wächst behütet auf einem Gutshof in Ostpreußen auf. Sie genießt ihre Jugend im Kreise ihrer liebevollen Familie. Es mangelt ihr an nichts - auch nicht an Verehrern. Doch Dora hat ihr Herz bereits an ihren Jugendfreund Wilhelm von Lengendorff verschenkt und träumt von einer gemeinsamen Zukunft. Als 1939 die Angriffe auf Polen beginnen und der Krieg ausbricht, bekommt Doras heile Welt erste Risse. Zunächst scheinen abgesagte Tanzvergnügungen ihre größte Sorge zu sein. Doch dann ziehen der Vater, der ältere Bruder und Wilhelm in den Krieg und plötzlich ist nichts mehr so, wie es vorher war. Als Dora den abenteuerlustigen Kriegsfotografen Curt von Thorau kennenlernt, ist sie plötzlich hin- und hergerissen. Denn jede Begegnung mit ihm sorgt dafür, dass Doras Herz schneller schlägt. Doch ihre Zukunft kann sie sich nur an Wilhelms Seite vorstellen. Der Krieg schreitet unerbittlich voran. Das Schicksal stellt die Familie Twardy vor einige Herausforderungen. Deshalb muss Dora erwachsen werden, Verantwortung übernehmen und zu sich selbst finden, denn nur dann kann sie herausfinden, für welchen Mann ihr Herz tatsächlich schlägt...

Der Einstieg in diesen Roman gelingt mühelos, denn das spätsommerliche Ostpreußen präsentiert sich von seiner schönsten Seite. Man merkt, wie sehr Dora ihre Familie und ihre Heimat liebt. Das Leben scheint leicht und unbeschwert vor ihr zu liegen. Denn bisher konnte sie alle Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten, durch ihr einnehmendes Wesen und ihr äußerst ansprechendes Äußeres, zu ihren Gunsten wenden. Ihre Familie, die sorglose Kindheit auf dem angesehenen Gutshof und der gesicherte finanzielle Hintergrund, geben Dora Rückhalt und Stabilität. Dass sich daran etwas ändern könnte, liegt außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Deshalb ist es kein Wunder, dass Dora den beginnenden Krieg zunächst als lästiges, aber doch harmloses Ärgernis ansieht. Dora wirkt von Anfang an sympathisch, aber noch naiv und unreif. Wenn man ihre behütete Kindheit bedenkt, wirkt sie gerade durch diese eher unreifen Eigenschaften sehr authentisch. Deshalb kann man sich ganz auf die Handlung einlassen und in die dramatische und aufwühlende Geschichte eintauchen. 

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Handlungsorte und Protagonisten werden dabei so authentisch beschrieben, dass man die Szenen mühelos vor Augen hat. Dabei schwebt eine ganz besondere Atmosphäre zwischen den Zeilen, der man sich nur schwer entziehen kann. Schon früh entwickelt die Geschichte einen Sog, der mitreißt und dafür sorgt, dass man dem Geschehen gebannt folgt. Die Entwicklung, die Dora im Verlauf der Ereignisse durchläuft, wirkt dabei sehr glaubhaft. Denn das Schicksal stellt sie und ihre Familie vor einige Herausforderungen, die es unter dramatischen Umständen zu meistern gilt. Die Handlung ist durchgehend spannend und kaum vorhersehbar. Dadurch fliegt man förmlich durch die Seiten und genießt dabei jede einzelne. 

Eine mitreißende und eindringliche geschilderte Familiengeschichte, die berührt und zum Nachdenken und Erinnern anregt. «
  19      0        – geschrieben von KimVi
Kommentar vom 13. August 2020 um 7:17 Uhr (Schulnote 1):
» Zum Inhalt:
Dora wächst sehr behütet auf einem Gestüt auf. Ihr mangelt es weder an materiellem noch an Verehrern. Das ändert sich plötzlich als der zweite Weltkrieg beginnt. Da ihr Vater eingezogen wird, muss sie sich plötzlich um das Gestüt kümmern.
Meine Meinung:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt das Bild einer starken, jungen Frau, die in den schweren Zeiten des zweiten Weltkrieges mehr gefordert wird, als es junge Frauen erleben sollten. Die Ereignisse des Krieges werden eindringlich geschildert, eine interessante Familiengeschichte darin erzählt. Die Geschichte einer starken Frau, die viele schreckliche Erlebnisse hat aber am Ende dennoch gestärkt hervor geht. Der Schreibstil ist sehr gut und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Klare Leseempfehlung.
Fazit:
Geschichte einer starken Frau«
  5      0        – geschrieben von brauneye29
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