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Wir grüßen unseren neuesten User »Hans-Jürgen Pilz«!
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Das Mädchen aus dem Lager
Verfasser: Heather Morris (2)
Verlag: Piper (1846)
VÖ: 3. August 2020
Genre: Biografie (1495) und Historischer Roman (4439)
Seiten: 464 (Broschierte Version), 318 (Kindle-Version)
Themen: Auschwitz (26), Deportation (12), Fünfziger Jahre (169), Gulags (8), Kälte (23), Konzentrationslager (65), Krankenschwester (224), Mädchen (2576), Missbrauch (110), Sibirien (48), Sowjetunion (79), Vierziger Jahre (216)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Das Mädchen aus dem Lager« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Projekt 10     Leserkanonen-Einblick     Tags (1)
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Selten haben wir bei einem Buch so sehr mit uns gehadert, ob wir es in unserem »Projekt 10« zum Thema machen sollten oder nicht. Sinn dieser Kolumne ist es bekanntlich, die ersten zehn Seiten eines Romans gemeinsam zu lesen und anhand dessen ein Urteil zu fällen, ob wir anhand dieses Einstiegs auch den Rest des Buchs lesen würden oder nicht. Im vorliegenden Fall ist dies einigermaßen unangenehm, denn angesichts des darin thematisierten Schicksals erschien es uns selbst extrem fragwürdig, ein solches Auftakturteil zu fällen. Auf der anderen Seite haben wir uns dann aber gesagt: An sich ist es bei einem solchen Buch gerade gut, wenn es dazu in der Lage ist, auch solche Leute einzufangen, die sich sonst nicht mit der Thematik beschäftigen würden, wenn es also diejenigen Leute »ködern« kann, die ihre Zeit ansonsten mit weniger wichtigen Dingen füllen. Man sieht: Wir waren hin- und hergerissen.

Das Buch

»Das Mädchen aus dem Lager« ist das neue Buch von Heather Morris, die mit dem »Tätowierer von Auschwitz« vor zwei Jahren ein Buch vorgelegt hatte, das sich inzwischen mehrere Millionen Mal weltweit verkauft hat, in rund fünfzig verschiedene Sprachen übersetzt wurde und sich bis zum Mai dieses Jahres - insgesamt siebzig Wochen lang - auf der Bestsellerliste der New York Times halten konnte. Hierzulande wurde »Das Mädchen aus dem Lager« am 3. August vom Piper Verlag veröffentlicht. Das 464 Seiten starke Werk kostet sechzehn Euro, für die E-Book-Ausgabe fallen drei Euro weniger an. Synchronsprecherin und Schauspielerin Vera Teltz hat einer zehnstündigen Hörbuchversion ihre Stimme geliehen.

Auf Basis einer tatsächlichen Lebensgeschichte, jedoch unterfüttert mit fiktiven Komponenten, erzählt die Autorin in ihrem Buch die Geschichte einer Frau namens Cecilia Klein. Diese geriet 1942 in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und konnte nur deshalb bis zur Befreiung des Lagers überleben, weil sie vom Kommandanten des Lagers regelmäßig missbraucht wurde. Nach der Befreiung des Lagers geriet sie nach Sibirien in ein weiteres Gefangenenlager, wo sie die Kranken versorgte, zwischen allem Elend jedoch auch Liebe fand.

Die ersten zehn Seiten

Nach einer kurzen Erklärung der Autorin zur Authentizität der Geschichte setzt der Roman im Januar 1945 bei der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Soldaten der Roten Armee an. Man begegnet direkt zu Beginn der Protagonistin, die von einem Soldaten erfährt, dass sie nun befreit wurde. Sie muss sich anschließend jedoch - wie alle anderen Überlebenden - gegenüber einer Reihe von Offizieren erklären und äußerst unangenehme intime Fragen gefallen lassen. Nachdem sie offenbart, dass sie bereits seit drei Jahren in dem Lager war und in der ganzen Zeit missbraucht wurde, wird der Verdacht erhoben, sie habe sich womöglich bewusst prostituiert. Ihre sprachlichen Fähigkeitenen, die sie jedoch einfach nur in der Schule erlernt hatte, weisen laut der Roten Armee ebenfalls darauf hin, dass sie eine Kollaborateurin ist und für die Nazis spioniert hat. Kurzerhand wird sie - ohne richtigen Prozess - für schuldig befunden und in einen Zug verfrachtet, der sie in ein Gefangenenlager bringen soll.

Fazit

Wir haben die ersten Seiten des Buches von vier Helfern unserer Webseite anlesen lassen, und jeder von ihnen wird den kompletten Roman lesen. Sie hätten dies zugegebenermaßen auch dann gemacht, wenn sich der Einstieg in das Buch anders gestaltet hätte, jedoch dürften die ersten Seiten bereits den richtigen Ton getroffen haben, um selbst diejenigen Leser einzufangen, die sich ansonsten mit anderer Lektüre beschäftigen. Ohne erstmal eine große Charakter-Aufbauarbeit zu leisten, gelingt es der Autorin, allein durch das Ausmaß der Ungerechtigkeit, die Cecilia Klein hier widerfährt, genau den unbedingten Willen zum Weiterlesen zu generieren, den ein solches Buch und ein solches Schicksal verdient haben. Das Wissen darüber, dass es sich hier nicht um einen rein fiktiven Stoff handelt, sondern um eine tatsächliche Lebenserfahrung, die es damals mutmaßlich unzählige Male gegeben hat, tut sein Übriges dazu. Bereits jetzt ist jedenfalls zu erkennen, welche Wucht an Fürchterlichkeiten hier auf den Leser zukommt und welche emotionale Wirkung dies mutmaßlich im Gepäck haben wird. Unsere Unterstützer Lydia Neidhardt, Nele Wageringel, Stephanie Gruber und Tom Rietzschel werden das Buch also allesamt lesen, was bedeutet, dass wir euch in absehbarer Zeit eine Rezension präsentieren können. Es würde uns sehr wundern, wenn wir hier am Ende nicht zu dem Schluss kommen werden, ein sehr wichtiges Buch in den Händen zu halten, das zu lesen man eigentlich jedem befehlen sollte.
– geschrieben am 30. August 2020
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