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Es könnte stürmisch werden
Verfasser: Maja Overbeck (2)
Verlag: Books on Demand (3129)
VÖ: 30. Juli 2020
Genre: Romantische Literatur (20959)
Seiten: 352 (Taschenbuch-Version), 308 (Kindle-Version)
Themen: Begegnungen (2778), Chef (592), Hamburg (590), Neuanfang (1008), Nordsee (316)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein lauer Frühlingsabend, ein unvergesslicher Kuss – was nach dem perfekten Beginn ihres neuen Lebens in Hamburg klingt, ist für Jana eher ein Desaster. Denn Hek, der Typ aus der Hotelbar, ist genau die Sorte Mann, vor der sie gerade aus New York flüchtet: unzuverlässig, untreu und unverschämt unwiderstehlich.
Dabei stellt sie die überstürzte Rückkehr in ihre Heimat schon vor genug Herausforderungen: Sie braucht eine Wohnung, sie muss ihre Tochter von den Umzugsplänen überzeugen, und sie wird nach zehn Jahren Funkstille ihre schrullige Schwester wiedersehen.
Hals über Kopf stürzt sich Jana in ihr neues Leben, wild entschlossen, ihrem Herz eine Pause zu gönnen. Zu dumm, dass Hek ihr ständig über den Weg stolpert. Und dann ist da auch noch Simon, ihr neuer Chef und alter Freund, der sich intensiver um sie kümmert als erwartet ...
Lesermeinungen (1)     Leseprobe     Blogger (2)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Maja Overbeck für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Maja Overbeck gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

1
Jana


Der Nieselregen empfing Jana, kaum dass die Rolltreppe den Untergrund verließ. Eine feuchte Umarmung zur Begrüßung, angenehm erfrischend auf ihrer müden Stirn. Im Nu klebte die dünne Serviette des Matjesbrötchens an ihrer Hand. Romantischer hatte sie sich ihre Ankunft vorgestellt, denkwürdiger irgendwie. Es roch, wie es an Bahnhöfen im Regen eben riecht. Janas Augen suchten nach Erinnerungen. Sie fanden nichts und alles. Die graue Himmelssuppe, die dreckige Fassade des Kontorhauses gegenüber, die alte Turmuhr, das bemühte Glasdach über den Fahrradstellplätzen und, natürlich, cremefarbene Taxis. Zurück in Deutschland. Auf dem Hamburger Bahnhofsvorplatz.
     Sie stolperte über die letzte Stufe nach oben und begann im Laufschritt den Anweisungen von Frau Google zu folgen, vorbei an ein paar Imbissbuden und Handyshops, über riesige Kreuzungen, ohne den geringsten Anflug von Orientierung. Erst als sie in die Zielstraße einbog, drosselte sie ihr Tempo. Schon von Weitem sah sie den kräftig blauen und doch dezenten Baldachin vor dem Eingang der schneeweißen Fassade. In dieser Nebenstraße, auf der Gebäuderückseite, empfing sie das Hotel Atlantic weit weniger pompös, als sie es sich in einer Mischung aus Erinnerung und Fantasie ausgemalt hatte.
     Wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten bewachte der rabenartige Portier den von blauen Kordeln an Messingpfeilern eingerahmten Hoteleingang. Sein wenig einladender Blick, den er von unter seinem Zylinder strikt auf die Straße gerichtet hielt, erinnerte Jana an den eines New Yorker Doorman. Als ein Taxi vorfuhr, sprang er hinter einer Säule hervor und öffnete einen riesigen schwarzen Regenschirm. Jana nutzte den Moment, um unbemerkt die Teppichstufen hinaufzuhuschen und sich samt ihrem Rollkoffer durch die erstaunlich enge Holzdrehtür zu zwängen.

Das rote Licht blinkte hämisch und verwehrte ihr den Eintritt. Jana stöhnte, ließ den Koffer los und versuchte erneut, die Karte mit viel Gefühl durch den Schlitz zu ziehen. Nope. Wollte ihr das Schicksal einen Wink geben? Nach dem Motto: Noch kannst du umdrehen? Sollte sie ihre Entscheidung überdenken? Quatsch! Sie verscheuchte die hochtrabenden Gedanken. Im Moment wollte sie einfach nur in dieses Hotelzimmer, unter die Dusche und die müden Beine ausstrecken. Sie versuchte es ein letztes Mal und endlich: grünes Licht. Jana bugsierte die verklemmten Rollen ihres Koffers über den gemusterten Plüschteppich. Die Tür fiel ins Schloss. Unter dem fahlen Licht des Kronleuchters blieb sie stehen und schlüpfte aus den Sneakers. Es war kein Zimmer, das Simon ihr da gebucht hatte, es war ein Statement. Unschlüssig sah Jana sich um. Ihr Plan, sich aufs Bett zu schmeißen und ihre Ankunft in Hamburg mit Sekt aus der Minibar und dem Fischbrötchen, das sie am Bahnhof erstanden hatte, ordentlich zu zelebrieren, verflüchtigte sich spontan. Matjes inmitten dunkelblauer Samtkissen mit Goldlogo erschien ihr so unpassend wie ihre ganze Person in dieser ehrwürdig hanseatischen Suite. Auf Zehenspitzen tappte sie schließlich zum Fenster. Durch die akkurat gefalteten Nylongardinen war nichts zu erkennen. Sie zögerte. Eine ungewohnte Scheu hielt sie davon ab, die museumsreife Inszenierung des Zimmers auch nur anzutasten. Dieses Hotel machte komische Sachen mit ihr. Oder war es diese ganze Reise? Sei nicht albern! Sie holte tief Luft, dann zog sie mit extra energischem Ruck am Vorhang, der sofort elegant zur Seite surrte.
     Draußen war es finster, doch das große Schwarz, in dem sich das rote Licht des Fernsehturms wie ein Laserschwert spiegelte, ließ Janas Herz schneller schlagen. Hello Alster, long time no see. Sie lief zurück in die Zimmermitte, ließ ihren Mantel über die Arme auf den Boden rutschen und einfach an Ort und Stelle liegen, wie um das Revier zu markieren. Das verschwitzte T-Shirt und der Rest ihrer Reisegarderobe folgten. Im Bad drehte sie die Dusche an, stellte sich unter den prasselnden Regen und ließ den Kopf in den Nacken fallen. Angekommen.
     Kurze Zeit später schlappte sie dampfend in weißen Frotteepantoffeln zurück. Die strenge Stille des Raums, nur wenig aufgelockert von den herumliegenden Klamotten, ließ sie unter dem flauschigen Handtuch sofort wieder frösteln. Genau genommen zitterte sie schon, seit sie den Flug auf Simons Drängen hin gebucht hatte. Für die Unterschrift kommst du persönlich! Dann kannst du dir gleich ein paar Wohnungen ansehen. Sie legte die Hand ans linke Augenlid. Es hatte wieder zu zucken begonnen, eine lästige Begleiterscheinung ihrer surrenden Gedanken. Seit vier Wochen zitterte und zuckte und surrte sie jetzt schon. Sie sollte sich dringend ausruhen, um wenigstens morgen fit zu sein. Doch das überdimensionale Bett wirkte kein bisschen einladend, trotz der königlichen Kissenansammlung. In der Lobby hatten ein paar Menschen gesessen, eine Bar gab es bestimmt auch.
     Der Koffer wippte, als sie ihn aufs Bett warf. Dankbar fischte sie die Jogginghose heraus, die sie im letzten Moment auf den Berg diverser Outfits für den morgigen Antrittsbesuch gestopft hatte. Auf einen Tee in die Hotelbar, ein bisschen Leute gucken, ankommen, runterkommen. Ein guter Plan.

Der Fahrstuhl glitt lautlos ins Erdgeschoss. Jana spürte die Nässe ihrer ungeföhnten Haare auf der Kopfhaut. Sie sah auf ihre Uhr. 15.30 Uhr war es in Brooklyn. Während sie die Uhr vorsichtig um fünf Stunden vorstellte, fragte sie sich wie so oft im letzten Jahr, warum sie Micks Geschenk überhaupt weiter trug. Das klobige Ding hatte nie zu ihr gepasst – womöglich so wenig wie der Mann, der sie ihr zum ersten Jahrestag geschenkt hatte. Mach es nicht schlechter, als es war! Er hatte beleidigt reagiert, als sie die Uhr mit dem außergewöhnlich türkisblauen Zifferblatt – angeblich der Farbe ihrer Augen – bei ihrem Auszug aus dem Apartment an der Upper West demonstrativ auf seinem Nachttisch hinterlassen hatte. Was soll das, Jana? Don’t do this! Sie gehört dir. Behalte sie bitte, to remind you of the good times. Große Worte. Micks Spezialgebiet. Sogar dieses Mal hatten sie noch gewirkt. Jana trug die Uhr weiter und ließ sich von ihr ermahnen: kein Rosenkrieg, Ava zuliebe. Wie sich herausstellte, hatte sie dringend so eine Gedächtnisstütze gebraucht, quasi ununterbrochen, während des ganzen, beschissenen letzten Jahres. Doch damit war jetzt Schluss. Sobald sie zurück in New York war, würde sie Mick seine Rolex zurückgegeben. Sie brauchte kein Appeasement-Gadget mehr. Und die Erinnerungen sollte er sich in die langen Haare schmieren, sie würde sie endlich loswerden. Zehntausend Kilometer Distanz sollten dafür wohl genügen.
     Das Lidflattern verstärkte sich. Beim Gedanken an Mick schoss ihr sofort Ava in den Sinn. Jana griff nach dem Handy in der Hosentasche. Während sich die Fahrstuhltür öffnete und sie in die Lobby trat, tippte sie eine Nachricht an ihre Tochter, die sie auf Geschäftsreise bei einem Kunden in Boston wähnte.
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