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TASCHENBUCH
 
Im Schatten des Santa Justa 7 - Endstation Alcântara
Verfasser: Randolph Kroening (7)
Verlag: Eigenverlag (17525)
VÖ: 20. Juli 2020
Genre: Kriminalroman (7607)
Seiten: 288 (Taschenbuch-Version), 280 (Kindle-Version)
Themen: Ermittlungen (1299), Flucht (1758), Kommissare (2008), Lissabon (33), Portugal (63)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Im Schatten des Santa Justa (7)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Randolph Kroening für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Randolph Kroening gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Erwähne bloß das Wort ‚Lehrgang’ nicht ...“, maulte Carla. „Wir wissen doch alle, was danach kommt.“
     Eine unangenehme Stille trat ein, aber jeder glaubte, die Gedanken der anderen hören zu können. Es war in den oberen Etagen nicht unbemerkt geblieben, dass ihr kleines Team in den letzten Jahren speziell solche Fälle erfolgreich aufgeklärt hatte, bei denen die Täter aus einem internationalen Umfeld gekommen waren. Vor zwei Wochen war Carina überraschend zu einem Meeting eingeladen worden, in dessen Verlauf sie das Angebot erhalten hatte, an einem sehr speziellen Lehrgang im Ausland teilzunehmen. Das ganze Drumherum hatte jedem unmissverständlich klargemacht, dass das nicht einfach nur irgendeine Pflichtweiterbildung war. Es hatte damit begonnen, dass Carina eine Geheimhaltungserklärung hatte unterschreiben müssen, der zufolge sie niemandem – wirklich niemandem – irgendwelche Einzelheiten bezüglich dieses Lehrgangs erzählen durfte. Und so hatte sie die letzten Tage mit stoischem Schweigen die provozierenden Ratespielchen ihrer Kollegen ertragen, bis auch die davon überzeugt waren, dass selbst Carina erst am letzten Tag vor ihrer Abreise den Lehrgangsort erfahren würde. Darüber hinaus bestand für die gesamte Zeit des Lehrgangs (Dauer unbekannt) absolute Kontaktsperre, was dadurch erleichtert wurde, dass Carina wohl weder ihr privates Notebook noch ihr Mobiltelefon mitnehmen durfte. Was sie etwas tröstete, war, dass die Geheimhaltungserklärung wohl angeblich auch gegenüber Carinas Verlobtem, Doktor Nuno Martins galt, der nicht irgendein freilaufender Zivilist, sondern immerhin der Leiter des Lissabonner Gerichtsmedizinischen Instituts war.
     Was die Stimmung jedoch am meisten drückte, war die Tatsache, dass eigentlich jeder genau wusste, was danach kommen würde. So ein Aufwand wurde nicht betrieben, um einer bereits hoch erfolgreichen Hauptkommissarin zu erklären, wie sie ihren Job noch besser machen konnte. Niemand wollte es aussprechen, doch jedem am Tisch war klar, dass früher oder später nach diesem Lehrgang Carina die Mordkommission verlassen und zu einer anderen, mit Sicherheit deutlich höher angesiedelten Abteilung wechseln würde. Und während sich alle darüber einig waren, dass sie es mehr als verdiente, so waren sie sich auch darüber einig, dass sie die Idee, Carina als Chefin zu verlieren, nicht mochten.
     Doch auch, wenn man nicht darüber nachdenken wollte, so hatte Carinas Abreise heute früh die Tür für Spekulationen hinsichtlich ihrer Nachfolge geöffnet. Natürlich galt Bruno als aussichtsreichster, weil logischer Kandidat, doch so richtig anfreunden wollte sich niemand mit der Situation. Nicht einmal er selbst.
     Bruno lehnt sich nach vorn und räusperte sich. „Also gut“, begann er. „Hilft ja nichts. Carla, im Fall des Autohändlers ...“
     In diesem Moment klingelte das Telefon auf Carinas Schreibtisch.
     Bruno presste sichtlich genervt die Lippen aufeinander, dann stand er auf und ging zum Telefon. „Apparat Hauptkommissarin da Cunha, Kommissar Bruno Muricío Lobão?“
     Die andere Seite sagte irgendetwas.
     Bruno zog die Augenbrauen zusammen. „Jetzt? So wie in ‚jetzt gleich’?“
     Die andere Seite bestätigte dies offensichtlich.
     Bruno zuckte mit den Schultern. „Wie du willst. Wir sind alle hier. Bis gleich dann, tschau.“ Er legte auf und drehte sich zu den anderen um. „Es scheint, dass unser Autohändler noch ein wenig warten muss.“ Er klang ein wenig angespannt. Er kam zurück zum Besprechungstisch und setzte sich, zur großen Überraschung aller, nicht an seinen ursprünglichen Platz, sondern in den Sessel neben Kendra. „Wir kriegen Besuch.“


Zur selben Zeit


Vorsichtig tastete sie die Taschen ihrer Jacke und ihrer Hose ab, das Ergebnis eigentlich schon kennend.
     Nichts.
     Kein Ausweis, kein Pass, kein Telefon, keine Quittung von irgendwas und natürlich auch kein Geld.
     Gut, alles andere hätte sie auch überrascht.
     Sie drehte sich leicht zur Seite. Ihre Verletzung schmerzte, aber zumindest schien der Schock allmählich nachzulassen, da ihre Gedanken begonnen hatten, sich in mehr oder weniger geordneten Bahnen zu bewegen. Das Ergebnis der Analyse ihrer derzeitigen Situation war dennoch alles andere als ermutigend. Allein, verletzt, ohne Papiere, ohne Geld, an einem Ort, an dem sie vermutlich noch nie gewesen war. Das einzig Positive an dieser Situation: Es konnte nicht mehr schlimmer werden.
     Konnte es nicht?
     Offensichtlich hatte jemand auf sie geschossen. Da sie noch lebte, gab es keinerlei Garantie, dass das nicht noch einmal passieren würde. Sie konnte sich zwar erinnern, eine am Boden liegende Pistole aufgehoben und zurückgeschossen zu haben, dieses offenbar auch nicht ganz erfolglos, denn da war dieser Mann gewesen, der tot neben dem Auto gelegen hatte, doch wer sagte denn, dass er der Einzige gewesen war?
     Nein, auch wenn sie bis jetzt noch keine Ahnung hatte, was hier wirklich ablief, sie konnte nicht einfach in ihrem Versteck sitzenbleiben und hoffen, dass die Dinge sich von selbst richten würden.
     Sich mit einer Hand abstützend drückte sie sich langsam hoch. Die Schusswunde jagte Blitze von Schmerzen durch ihren Körper, doch darum würde sie sich erst später kümmern können.
     Wo war eigentlich die Pistole geblieben?
     Flüchtig ließ sie ihre Blicke über den Boden schweifen, doch da war nichts. Gut, auch das war nicht unlösbar, hatte aber schon eine gewisse Priorität bezüglich des geplanten Rollentauschs.
     Kein Herumsitzen und Warten, worauf auch immer.
     Aus der Gejagten würde eine Jägerin werden.
     Eine Polizeisirene, die plötzlich im Hintergrund ertönte, erinnerte sie daran, dass das eine das andere nicht notwendigerweise ausschloss ...


Donnerstag, 11:10 Uhr


Matilde Barros sah forschend in die verschlossenen Gesichter der vor ihr sitzenden Menschen. Brunos und Kendras Gesichter waren ausdruckslose Masken, die Augen starr geradeaus gerichtet, ihren Blick vermeidend. Carla hatte die Augenbrauen hochgezogen und starrte auf ihre Energydrinkdose, die sie langsam in den Fingern drehte.
     Matilde Barros war in dieser Abteilung schon durchaus mit mehr Enthusiasmus empfangen worden. Und dabei wussten die drei noch nicht einmal, weswegen sie eigentlich hier war ...
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