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Im Schatten des Santa Justa 7 - Endstation Alcântara
Verfasser: Randolph Kroening (7)
Verlag: Eigenverlag (17858)
VÖ: 20. Juli 2020
Genre: Kriminalroman (7703)
Seiten: 288 (Taschenbuch-Version), 280 (Kindle-Version)
Themen: Ermittlungen (1316), Flucht (1771), Kommissare (2043), Lissabon (33), Portugal (63)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Im Schatten des Santa Justa (7)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Randolph Kroening für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Randolph Kroening gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Donnerstag, 10:28 Uhr


Die Geräusche in ihrem Kopf wurden immer lauter. Nach einer Weile wurde ihr jedoch klar, dass die meisten dieser Geräusche nicht wirklich in ihrem Kopf waren, sondern vielmehr von außen eindrangen.
     Mit einer fast übermenschlichen Kraftanstrengung gelang es ihr, das linke Auge einen Spaltbreit zu öffnen – nur um es sofort wieder zuzupressen, als das grelle Sonnenlicht wie ein Dolch in ihr Gehirn stach. Dauerhafte Dunkelheit war aber mittelfristig gesehen auch keine Option, vor allem behinderte sie die Suche nach der Antwort auf die Frage, wo sie denn eigentlich war, ganz erheblich.
     Vorsichtig drehte sie den Kopf etwas zur Seite, bis sie selbst durch die geschlossenen Lider merkte, dass sie nicht mehr direkt auf das Licht starrte, und öffnete die Augen erneut. Ihr linkes Auge gehorchte auch anstandslos, während ihr rechtes sich anfühlte wie zugeklebt.
     So, als würde ihr Körper aus lauter voneinander unabhängigen Gliedmaßen bestehen beobachtete ihr linkes Auge, wie sich ihre rechte Hand langsam erhob und sich in Richtung rechtes Auge bewegte. Dort angekommen tasteten die Finger zunächst einmal ein wenig daran herum. Irgendwie schien sich eine harte Kruste über das Augenlid gelegt zu haben. Vorsichtig kratzte sie daran. Mit Erleichterung merkte sie, dass sich die Kruste bröckchenweise löste, ohne irgendwelche Schmerzen zu verursachen. Offensichtlich war das Auge unverletzt.
     Ein guter Anfang.
     Mit Schwung wollte sie sich aufsetzen – und fiel mit einem Schrei wieder auf den Rücken. Ihre linke Schulter schien nur noch aus Schmerzen zu bestehen.
     Was zur Hölle ...?
     Ganz langsam rollte sie sich auf die rechte Seite, wobei sie das Gefühl hatte, dass sich ihre linke Schulter jeden Augenblick vom Körper lösen und abfallen würde. Ihr linker Arm rutschte kraftlos wie ein totes Gewicht zur Seite, und ihre Hand schlug auf dem Boden auf.
     Das war nicht gut.
     Sie konzentrierte sich ganz auf ihren rechten Arm, spannte alle Muskeln an und drückte sich Zentimeter für Zentimeter hoch. Ihre linke Schulter fühlte sich an, als würde jemand mit einem glühenden Rundstahl darin herumbohren. Sie drehte den Kopf und sah eine rotbraune Wand nur einen halben Meter hinter sich aufragen. Sie zog die Beine an und begann sich langsam in Richtung dieser Wand zu bewegen. Sie schrie noch einmal leise auf, als sie sich mit dem Rücken gegen die Wand fallen ließ, die ominöserweise nicht aus Stein, sondern aus angerostetem Stahl bestand. Sie legte den Kopf zurück, schloss die Augen und versuchte ruhig und gleichmäßig zu atmen.
     Als der stechende Schmerz in ihrer Schulter schließlich zu einem warmen, schmerzhaften Pulsieren abgeklungen war, wagte sie, die Augen wieder zu öffnen.
     Zumindest hatte sie jetzt einen besseren Blick auf ihre Umgebung. Sie saß auf einem Boden aus groben, rauen Betonplatten, zwischen denen teilweise vertrocknetes Unkraut hervorwucherte. Um sich herum sah sie noch mehrere dieser seltsamen Stahlwände, die allerdings keinen Raum bildeten, sondern eher wahllos verteilt herumzustehen schienen. Sie legte den Kopf etwas zur Seite und plötzlich wusste sie, was das war. Keine Wände. Container. Sie musste also irgendwo in der Nähe eines Hafens sein.
     Das war doch schon einmal ein Anfang.
     Mit der rechten Hand tastete sie noch einmal nach ihrem Auge und löste die letzten Reste der dunklen Kruste. Mehr zufällig glitten ihre Finger über ihre Stirn, wo scheinbar noch mehr von dieser Kruste klebte. Sie begann zu kratzen, ihre Finger gerieten dabei immer weiter nach oben, berührten den Haaransatz und griffen schließlich in eine Stelle, die warm und feucht war. Sie nahm die Hand herunter und hielt sie vor die Augen.
     Blut.
     Auf einmal hatte sie Angst.
     Eigentlich ohne dass sie es wollte, drehte sich ihr Kopf langsam nach links, ihre Augen wanderten nach unten. Sie zog scharf die Luft ein und hielt den Atem an, als sie die Wunde sah.
     Eine Schusswunde.
     Ihre Jacke war zerfetzt, die ganze linke Seite war voller Blut, einige Flecken waren auch auf ihrer Jeans. Jetzt, wo sie die Wunde ansah spürte sie auch ganz deutlich, dass das Blut unter der Jacke, das vermutlich sowohl ihr T-Shirt als auch ihre Bluse durchweicht hatte, noch immer feucht war. Was sie nicht wusste, war, ob sie immer noch blutete. Bei der Größe der Wunde vermutlich schon.
     Plötzlich hatte sie ein Bild vor ihrem inneren Auge. Ein Bild, das ihren Herzschlag beschleunigte, das ihr heiß werden und ihren Atem schneller gehen ließ.
     Das Bild von einem toten Mann, vor ihr auf dem Boden liegend, blutüberströmt.
     Dann war da noch ein Bild. Ihre eigene Hand mit einer Pistole, aus der Perspektive, die man hatte, wenn man an sich selbst herunterblickte.
     Die Bilder verwirbelten vor ihren Augen, wurden blasser und verschwanden schließlich ganz.
     Das Herzrasen blieb.
     Sie wusste, dass sie einen Menschen erschossen hatte.
     Sie wusste, dass sie selbst angeschossen worden war.
     Sie war an einem Ort, der ihr gänzlich unbekannt war.
     Sie hatte keinerlei Erinnerung daran, wie sie hierhergekommen war, oder überhaupt, was passiert war.
     Und vor allem: Sie hatte nicht die geringste Ahnung, wer sie selbst war.


Donnerstag, 10:56 Uhr


„Na Boss? Sitzt du ihn dir schon mal ein? Den Sessel, meine ich.“ Carla drehte ihre Energydrinkdose in der Hand und grinste.
     Bruno drehte langsam den Kopf und warf Carla einen bedeutsamen, finsteren Blick zu. „Jetzt fang du auch noch an!“, knurrte er. „Als ob das meine Entscheidung gewesen wäre ...“
     „Lass dich nicht ärgern, Bruno“, kam es von Kendra. „Zum einen ist es nur übergangsweise, und zum anderen bist du nun einmal unser Dienstältester, also macht es völlig Sinn, dass du unsere Abteilung leitest, solange Carina auf ihrem Lehrgang ist. Außerdem ist es ja auch nicht das erste Mal, ich erinnere nur an die Zeit, als sich unsere Chefin den Fuß gebrochen hatte und dann auch gleich noch bei der Befreiung unserer lieben Kollegin hier von diesem Psycho angeschossen worden war.“
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