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TASCHENBUCH
 
Nebelsphäre 3: Hamburg-Reihe 1 - Die Seherin der Drachen
Verfasser: Johanna Benden (10)
Verlag: Eigenverlag (17525)
VÖ: 16. Juli 2020
Genre: Fantasy (12236) und Romantische Literatur (21262)
Seiten: 376
Themen: Dämonen (988), Drachen (893), Gestaltwandler (741), Hamburg (597), Krieger (877), Mädchen (2576), Seher (65), Visionen (215)
Reihe: Nebelsphäre (8)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ein Zauber aus ferner Vergangenheit. Die Zukunft auf Messers Schneide. Eine junge Frau, die das Schicksal von Drachen und Menschen in ihren Händen trägt. Die neue Nebelsphäre-Reihe von Johanna Benden.

"Dämonen verschlingen die Welt!"

Diese Vision hat Hiltja, seit sie denken kann. Nun jedoch fallen die Albtraumbilder immer häufiger über die junge Frau her, ohne dass sie weiß, was sie damit anfangen soll. Außerdem blockieren die Bilder ihre Kartenvisionen am Pokertisch. Blöderweise ist es nicht ihr Geld, welches sie dort viel zu oft verspielt, sondern das von Poker-Piet. Und dem reißt so langsam der Geduldsfaden.

"Immer knapp unterm Radar fliegen!"

ist das Lebensmotto von Drachenkrieger Thorxarr. Anstatt in der Armee der Himmelsechsen Karriere zu machen, steckt er seine Energie lieber in die Freizeit. Gemeinsam mit Freunden amüsiert er sich in der Menschenwelt und lässt sich keine Prügelei entgehen.
Als Hiltja auf der Flucht vor Piets Schlägern im Fußballstadion mit Thorxarr zusammenstößt, prallen zwei Welten aufeinander.

Warum geht dem Krieger das Menschenmädchen nicht mehr aus dem Sinn?
Und wird Hiltja ihre Visionen in den Griff bekommen?


Letztendlich steht nichts Geringeres als das Überleben der Erde auf dem Spiel.
Lesermeinungen (4)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Johanna Benden für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Johanna Benden gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Vorsichtig wob Lonaah einen Projektionshemmer in die Vision hinein. Der würde dafür sorgen, dass die Zukunftsbilder nicht in Gegenwart von Himmelsechsen an die Oberfläche drängten. So würde der Träger nicht von Drachen behelligt werden. Eine Nebenwirkung des Projektionshemmers war, dass der Mensch allen Schuppenträgern instinktiv aus dem Weg gehen würde – allen, abgesehen von ihren grünen Schwestern. Und die würden wissen, was zu tun war.
     Wer auch immer meinen Zauber aufnehmen mag, er oder sie zieht damit ein hartes Los.
     Die alte Seherin wusste nur zu gut, wie qualvoll die finstere Vision an den Nerven zerrte. Sie war ein ewig wiederkehrender Albtraum, der einen nie mehr losließ.
     Lonaah hielt inne. Für sie selbst war die Vision kaum zu ertragen gewesen. Wie musste es dann erst für eines dieser winzigen Menschlein sein?
     Darf ich einem anderen Wesen DAS antun? Der Zauber ist wie ein Fluch ... Ach, könnte ich das bloß selbst übernehmen.
     Doch das konnte sie nicht. Sie lebte heute – die Dämonen lauerten im fernen Morgen.
     Wer auch immer du sein magst, ich werde es dir so leicht wie möglich machen, versprach Lonaah und legte alles an unerschütterlicher Zuversicht und Unbeirrbarkeit in ihre Seele, was sie auftreiben konnte.
     Die Seherin gönnte sich einen letzten Blick auf die Siedlung ihrer grünen Schwestern und sog ein letztes Mal genüsslich den süßen Duft ihrer Heimat in die Lungen.
     Ich hatte ein gutes Leben.
     Es wäre vermessen, noch mehr davon für sich zu wollen.
     Möge meinen Nachfahren diese Gnade ebenfalls zuteilwerden. Ich trage das Meine dazu bei.
     Lonaah schloss die Augen und nahm die Astralenergie der Umgebung in sich auf, bis ihre Meridiane brannten. Langsam atmete sie aus. Als die Luft aus ihren Nüstern strömte, überprüfte sie die verbotenen Zauber, die sie so oft geübt hatte. Alles passte zusammen.
     Menschenkind, vergib mir!
     Schicksalsergeben führte Lonaah die rituellen Gesten aus und presste dabei die astrale Kraft in die mit ihrer Seele verwobenen Zauber.
     Ein furchtbares Reißen durchfuhr die alte Seherin, sobald ihre Seele sich von ihrem Körper zu lösen begann. Die Himmelsechse spürte, wie das Leben aus ihr heraussickerte.
     Als Lonaahs sterbender Körper in den Sand sackte, galt ihr Blick dem Firmament.
     Seelen sind wie die Sterne. Es gibt große und kleine ...
     Sie hoffte innig, dass ihre Visionsmagie in der fernen Zukunft eine Seele erleuchten würde, die groß genug war, um die schwere Bürde zu ertragen.
     Darauf baute sie.
     Mehr konnte sie nicht tun.
     Dann wurde es dunkel um Lonaah herum. Dunkel und herrlich still. Nach all den Jahrhunderten voller Sorge um die Zukunft erfüllte die grüne Seherin endlich ein tiefer Frieden.


„Wenn das unfassbare Dunkel nach uns greift,
wird das Licht der Verbindung/Versammlung* heller strahlen
und uns den Weg aus der Finsternis weisen.“



Übersetzung aus dem Buch der Prophezeiungen
(Originalquelle: Die Prophezeiungen der altvorderen Zeit)



* Es ist unklar, wie das Original an dieser Stelle übersetzt werden muss. «Chokanaera« (Sprache der Seherinnen, altvordere Zeit) steht für eine kleine Gruppe, bei der alle Individuen inniglich miteinander verbunden sind. Üblicherweise sind damit mehr als zwei gemeint. In anderen Texten wird dieses Wort gern für Kampfgefährten, Schlüpflinge eines Geleges oder Schicksalsgemeinschaften benutzt. Es wird allerdings genauso für politische Gruppen verwendet, die sich einem gemeinsamen Ziel verschrieben haben.


Madame Vouh


Hiltja starrte auf die beiden Karten, die der Dealer mit emotionsloser Miene vor ihr abgelegt hatte. Bislang war dieser Pokerabend lausig für sie gelaufen: Sie hatte bereits fast alle Chips verspielt.
     Michael und Luden-Ingo setzten ihre Blinds, ohne sich das eigene Blatt anzusehen.
     Würstchen-Werner, wie Hiltja den beleibten Mann wegen seiner Lieblingssnacks insgeheim getauft hatte, bog mit dem Daumen lediglich kurz das obere Drittel seiner Karten hoch, grunzte undefiniert und schnipste wie Ingo einen blauen Eintausend-Euro-Jeton in die Tischmitte.
     Frau Doktor, die neben Hiltja saß, grübelte und ließ dabei zwei Chips durch ihre schlanken Finger tanzen. Sie beherrschte diverse Tricks und jeden davon virtuos. Kein Wunder, angeblich war sie Chirurgin in einer Privatklinik, da waren geschickte Finger wohl unerlässlich.
     Viel Persönliches gaben die Spieler an diesem Tisch nicht von sich preis. Vermutlich waren nicht einmal die Namen echt, mit Ausnahme von Ingos. Der Lude war offenherzig und gab gern mit allem an, was er besaß, besonders mit seinen Bordellen.
     Was für eine bizarre Gesellschaft, dachte Hiltja. Eigentlich würde die Pokerrunde besser in das Hinterzimmer einer abgewarzten Kneipe passen als in dieses Nobelhotel, doch Frau Doktor und Würstchen-Werner legen Wert auf gehobenes Ambiente.
     Sie seufzte und linste unter ihre Karten: Kreuz König und Kreuz Zehn. Das konnte man spielen. Gleich würde Dealer Dirk den Flop umdrehen. Wenn sie in diesen ersten drei Karten traf, war einiges drin. Wenn nicht, waren die 1.000 Euro futsch. Was würde Dirk aufdecken?
     Hoffnungsvoll berührte sie ihr Blatt und ein vertrautes Kribbeln durchrieselte ihren Körper. Sie horchte in sich hinein, aber Madame Vouh schwieg. Mal wieder. Hiltja verzog das Gesicht.
     Blöderweise ist es nicht mein Geld, das ich hier verzocke, sondern das von Piet.
     Und ihr Manager erwartete von ihr, dass sie an diesem Abend mit einem hübschen Gewinn nach Hause kam.
     „Verdopple einfach die hundert Riesen und wir vergessen die letzten Wochen, ja?“, hatte Piet bei der Geldübergabe gesagt und sie freundlich angelächelt. „Ich bin nicht nachtragend, das weißt du doch, Schneewittchen.“
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