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Wiederkehr der Götter 1 - Der Schatten des Todes
Verfasser: P.J. Lehmann [Jennifer Lehr] (2) und P.J. Lehmann [Patrick Hahmann] (2)
Verlag: Piper (2128)
VÖ: 6. Juli 2020
Genre: Fantasy (14545) und Jugendliteratur (8068)
Seiten: 566 (Taschenbuch-Version), 433 (Kindle-Version)
Themen: Auftrag (1192), Blut (313), Fehden (91), Götter (890), Kopfgeldjäger (109), Prinzessinnen (569)
Reihe: Wiederkehr der Götter / Iouna und Halvar (2)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei P.J. Lehmann für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu P.J. Lehmann gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Das verächtliche Grinsen, das sich auf Halvars entstelltem Gesicht zeigte, machte dem verschuldeten Schmied sofort klar, dass es dafür zu spät war. Seelenruhig nahm der Menschenjäger seine Axt vom Gürtel und drehte den Schaft in den Fingern. Der hölzerne Rundschild verblieb jedoch auf seinem Rücken. Er würde ihn nicht brauchen.
     Abwehrend hob Jakob die zitternden Hände vor sein faltiges Gesicht und schloss die Augen. „Bitte nicht! Ich habe Familie!“, flehte er den Hünen an.
     Dieser achtete nicht auf seine Worte und ging weiter auf den am Tresen kauernden Mann zu. Seine schweren Schritte und das Japsen des Schmiedes waren alles, was es in der Werkstatt zu hören gab. Als Halvar stehen blieb, hielt Jakob die Luft an, als könnte das irgendetwas an seiner Situation ändern. Nachdem der Kopfgeldjäger sein Ziel erreicht hatte, nahm er einen der Wetzsteine, die zur Auslage auf dem Tresen lagen, und begann, die Klinge seiner Axt zu schleifen.
     Das Geräusch des über den Stahl kratzenden Steins weckte Jakob aus seiner Starre; furchtsam blinzelte er zu Halvar hinauf.
     Nachdem die Axt die gewünschte Schärfe erreicht hatte, steckte Halvar sie wieder an den Gürtel und wandte sich dem im Staub kauernden Mann zu. „Wie viel?“, fragte er mit rauer Stimme und hob die Hand, in der er den Schleifstein hielt.
     „Was?“, stotterte Braun und sah ihn verwirrt an.
     Halvar legte den Kopf auf die Seite und wiederholte die Frage.
     Die Ruhe und das unerwartete Verhalten des Kopfgeldjägers brachten den Schmied endgültig aus dem Konzept. „Dreißig Silberlinge“, meinte er und beobachtete verständnislos, wie Halvar die geforderte Summe auf den Tresen warf. „Ihr seid also nicht hier, um mich zu töten?“
     „Wenn ich es wäre, wärst du bereits tot“, antwortete Halvar ohne eine Gefühlsregung in der Stimme. Dann steckte er den Wetzstein ein.
     Erleichtert lachte Jakob auf und atmete durch.
     Unverwandt starrte Halvar den Mann unter dem Rand der Kapuze hinweg an, als dieser sich ungeschickt am Tresen hochzog.
     „Warum seid Ihr dann hier, Fremder?“, fragte Jakob noch immer verunsichert, während er sich wieder vom staubigen Boden aufrappelte.
     Halvar lächelte kurz, bevor er mit der rechten Hand blitzartig den Hals des Schmieds packte, was die Frage beantwortete ...
     Jakob riss die Lider auf und versuchte verzweifelt, mit beiden Händen die Finger des Hünen zu lockern. Es gelang ihm nicht. Röchelnd verdrehte er die dunklen Augen und erschlaffte.
     Die Erfahrung hatte Halvar gelehrt, den Griff in diesem Moment zu lösen, um dem Opfer ein späteres Aufwachen zu ermöglichen. Im nächsten Augenblick sackte Braun zusammen, und Halvar nahm sein Seil mit dem stählernen Haken vom Gürtel. Hauptsächlich zum Erklimmen von Mauern gedacht, eignete sich der Strick auch gut, um eingefangene Personen zu fesseln. Nachdem er damit fertig war, warf er sich den Mann über die Schulter und verließ wieder die Schmiede.
     Draußen regnete es inzwischen in Strömen, was ihm nicht unrecht war. So waren noch weniger Menschen auf den Straßen unterwegs als ohnehin schon zu dieser Tageszeit, und er konnte die Beute gemütlich durch das Dorf tragen. Dicke Tropfen prasselten auf Halvars Kapuze nieder, und Schlamm spritzte von den unbefestigten Wegen. Erhalten hatte er den Auftrag etwa zwei Tagesreisen von der kleinen Siedlung entfernt, aber der Weg zum Treffpunkt mit dem Mann, der seine Dienste in Anspruch genommen hatte, war nicht weit. Daher fragte er sich, warum man ihn überhaupt angeheuert hatte. Einen Schmied in seiner Schmiede zu finden war nicht besonders schwierig, und für gewöhnlich musste er die Beute zum Auftraggeber bringen. Er nahm an, dass es vor allem um die abschreckende Wirkung ging, die sein Besuch für gewöhnlich erzielte - seine hünenhafte Gestalt und sein entstelltes Gesicht reichten oft schon aus, dass seine Opfer keine weiteren Schulden anhäuften, aber eigentlich war es ihm auch egal. Es war leicht verdientes Geld! Und wenn ihn jemand dafür bezahlen wollte, Jakob einmal durch das Dorf zu schleifen, sollte es ihm recht sein.
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