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Wiederkehr der Götter 1 - Der Schatten des Todes
Verfasser: P.J. Lehmann [Jennifer Lehr] (2) und P.J. Lehmann [Patrick Hahmann] (2)
Verlag: Piper (2128)
VÖ: 6. Juli 2020
Genre: Fantasy (14545) und Jugendliteratur (8068)
Seiten: 566 (Taschenbuch-Version), 433 (Kindle-Version)
Themen: Auftrag (1192), Blut (313), Fehden (91), Götter (890), Kopfgeldjäger (109), Prinzessinnen (569)
Reihe: Wiederkehr der Götter / Iouna und Halvar (2)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei P.J. Lehmann für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu P.J. Lehmann gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


Ein eisiger Wind blies Halvar ins Gesicht, während das kleine Beiboot heimlich vom Heck der Aurora zu Wasser gelassen wurde. Stumm ertrug er das Brennen des Salzes auf seinem geschundenen Antlitz, das von den langsam heilenden Brandwunden entstellt war. Die aufgemalten Trauerzeichen auf der Stirn des Hünen waren bereits verblasst, nicht aber die Erinnerungen daran, wofür sie standen. Für einen Verlust, der durch nichts in dieser Welt aufzuwiegen war. Der junge Mann atmete tief durch und versuchte, sich auf den Moment zu konzentrieren. Angespannt rutschte er auf der Sitzbank hin und her, um das Schwanken des Bootes auszugleichen. Die Dunkelheit und die raue See erschwerten ihm die Orientierung zusätzlich. Und doch war all dies eine Verbesserung seiner vorherigen Situation. „Nach Süden“, nuschelte Halvar in Vint - seiner Muttersprache - vor sich hin, während er sich bemühte, etwas auf seinem Kompass zu erkennen. Vorsichtshalber blieb er noch eine Weile an Ort und Stelle, um nicht unter das Handelsschiff zu geraten, das ihn unbemerkt hierhergebracht hatte. Dann ergriff er die beiden Riemen und begann, in die Richtung zu rudern, die er als Süden ausgemacht hatte. Wie vereinbart, hatte der Kapitän ihn einige Seemeilen vor der Küste abgesetzt, um keine unnötige Aufmerksamkeit zu erregen.
     Eine gute Stunde Anstrengung lag nun vor dem jungen Mann, der einen letzten Blick zur Aurora warf, die nach Westen segelte und in der Finsternis verschwand. Er kontrollierte vorsichtig, ob das bisschen Hab und Gut, das er besaß, noch dort war, wo es zu sein hatte. Seine verzierte Axt hing in einer Schlaufe, und auch der Kompass sowie ein kleiner Geldbeutel waren am Gürtel befestigt. Es war nicht viel darin. Gerade genug, um ihn die ersten paar Tage über Wasser zu halten, aber zumindest hatte er eine Chance auf etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf, wenn er endlich an Land kam. Die Tatsache, dass er entgegen seinem eigentlichen Plan allein hier ankam, war zwar schrecklich, allerdings reichte das Geld so etwas länger.
     Kräftige Schläge trieben Halvar über die Wellen, jeder davon brachte ihn ein kleines Stück näher an die einsame Freiheit. Alleine und umgeben von den trügerischen Tiefen des schwarzen Nasses, zwang er sich, das Beiboot weiter voranzutreiben. Er ignorierte die aufkommenden Schmerzen in seinen Muskeln, denn er wollte vor Sonnenaufgang wieder festen Boden unter den Füßen spüren. Schlag um Schlag, Zug um Zug pflügte sich der Bug seines Gefährts durch die niedrigen Wellen, die ihm jedoch wie Berge erschienen. Gewissenhaft zählte er die Anzahl der Ruderschläge mit, denn bei jedem zwanzigsten warf er einen Blick auf den Kompass, der ihm unermüdlich den richtigen Weg zeigte.
     Jeder Zug am Ruder fiel ihm schwerer als der vorherige, dennoch gönnte er sich keine Pause. Stöhnend befahl er seinen Armen, zu gehorchen und das Beiboot weiterzubewegen. Halvar legte all die Wut und Verzweiflung, die er mit sich trug, in die Ruderschläge, als würde es etwas daran ändern, warum er hier war.
     Nach schier endloser Zeit konnte er in der aufkommenden Morgenröte die Umrisse von Gebäuden ausmachen. Das Ufer schien in greifbarer Nähe zu sein, was ihn noch einmal motivierte.
     Endlich legte er mit dem Boot unweit vom Dorf am Strand an und kletterte zitternd und erschöpft von Bord. Er warf sich in den Sand, drehte sich auf den Rücken und hielt sich die bebenden Hände vor das Gesicht.
     „Danke, Herr“, wimmerte er ein kurzes Gebet, bevor er seine brennenden Muskeln noch einmal zwang, seinen großen Körper vom Boden hochzuhieven. Keuchend schob er das Holzboot zurück ins Wasser und sah ihm dabei zu, wie es vom Dorf wegtrieb.
     Er stapfte müde am Ufer entlang und hielt auf das ihm unbekannte Fischerdörfchen zu, das mit den ersten Sonnenstrahlen bereits langsam erwachte. Halvars matte Augen erspähten eine kleine Taverne zwischen den anderen Häusern, von der er sich eine Mahlzeit und ein Bett versprach. Erwartungsvoll beschleunigte er seine Schritte und betrat das Gasthaus. Der Hüne duckte sich unter dem Türrahmen durch und stellte überrascht fest, dass der Schankraum gut gefüllt war. Allerdings war er sich nicht sicher, ob die Anwesenden erst seit Kurzem hier waren oder noch vom Vorabend dasaßen. Das Knarzen der Tür und die schweren Schritte des Neuankömmlings ließen die Gespräche verstummen. Halvar zog alle Blicke auf sich. Er merkte, wie die Menschen anfingen zu tuscheln, und zog die weite Kapuze seines Mantels über den Kopf. Er würde sich wohl an diese Art der Reaktion gewöhnen müssen, wenn jemand sein verbranntes Gesicht erspähte. Blieb nur zu hoffen, dass die Bedeutung der Brandzeichen hier im Süden nicht allzu bekannt war. Noch immer schmerzten seine Glieder und seine heilende Haut. Er sehnte sich nach einem Bett.
     „Wie kann ich Euch helfen, Fremder?“, fragte der unschwer an einer Schürze zu erkennende Wirt und bemühte sich, den vernarbten Hünen nicht zu sehr anzustarren. Obwohl Halvar die ungewohnte Sprache halbwegs verstand, konnte er sie nicht wirklich gut sprechen, weshalb er sich kurz fasste.
     „Essen!“, verlangte er gebrochen. „Schlafen!“
     „Aye, daran soll’s nicht scheitern“, antwortete der Besitzer der Taverne und wies mit seinen dicken Fingern auf einen freien Platz am Tresen.
     Schwerfällig wuchtete Halvar seinen Körper auf den Hocker, der unter dem Gewicht ächzte. Mit starrem Blick geradeaus versuchte er, nicht schon vor Ort einzuschlafen.
     Kurz darauf stellte ihm der Wirt einen Teller warmer Suppe und etwas Brot vor die Nase, was er mit einem dankbaren Nicken quittierte.
     Erwartungsvoll musterte der Mann Halvar und räusperte sich. „Das macht dreißig Kupferstücke, Freund!“
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