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Schlachthaus
Verfasser: Hardy Crueger (3)
Verlag: epubli (1410)
VÖ: 7. Februar 2020
Genre: Horror (1369) und Thriller (6734)
Seiten: 204
Themen: Abwechslung (7), Gewalt (439), Internet (484)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ihm ist langweilig. Er hat genug von virtuellem Mord und Totschlag. Er will die Wirklichkeit. Er will den Kick!

Zwischen Aktendeckeln, Horrorfilmen und Snuff-Movies lebt Kevin Breuer ein eher beschauliches Leben. Aber jetzt hat er genug davon, sich Mord und Totschlag nur anzusehen. Im Darknet macht er sich auf die Suche nach jemandem, der ihm die Wirklichkeit zeigt. Auf einer obskuren Plattform lernt er Predator87 kennen und glaubt, endlich seinen lang ersehnten Seelenverwandten gefunden zu haben. Der Mann lebt abgeschieden in einem Haus im Wald und hat keinerlei Skrupel, sich ganz seinen teuflischen Neigungen hinzugeben. Als er auf Kevins Anzeige stößt, weckt sie seine grausame, unmenschliche Sucht nach Abwechslung. Aber eine äußerst aufmerksame Beobachterin schleicht um sein Haus.

Ein gradlinig erzählter, nervenaufreibender Psychothriller, der geschickt mit Splatter- und Horrorelementen spielt.

Wem es im GLASHAUS zu harmlos und im IRRENHAUS nicht wahnsinnig genug war, der ist herzlich eingeladen sich mal im SCHLACHTHAUS umzusehen. Und neue Gäste sind dort natürlich auch jederzeit willkommen ...
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Hardy Crueger für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Hardy Crueger gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Ging ins Bad, fuhr sich über das dunkelblonde Haar, das mal wieder einen Schnitt nötig hatte, um stoppelig zu sein. Gleich morgen würde er zu Herrn Zingler gehen. Er nahm die Brille ab, putzte die Zähne und schaute sich dabei in die Augen. Irgendwie verspürte er trotz allem, mit dem er sich beschäftigte, eine gewisse Langeweile in seinem Leben. Er hatte schon vieles gemacht: Disko, Drogen, Lan-Parties, Gotcha-Geballere. War Fan von Horrorfilmen und Zombieserien, je blutiger desto besser. Aber irgendwie fehlte ihm in letzter Zeit ein echter Kick.
     Er spuckte den von dünnen roten Blutschlieren durchzogenen Zahnpastaschaum in das Waschbecken. Steckte den Bürstenkopf der elektrischen Zahnbürste wieder in den Mund. Sicher, auch manche der verbotenen Blut- und Schlachtfilmchen im Darknet waren ganz reizvoll und er konnte Stunden damit verbringen, sie sich anzuschauen. Aber er spürte, dass er bald einen Schritt weiter gehen musste, um die gleiche Spannung, die gleiche schönschaurige Erregung zu spüren, das gleiche furchtbar befriedigende Grauen zu empfinden wie früher, als er zum ersten Mal so etwas gesehen hatte.
     Er war acht Jahre alt, als ein Schlächter Namens Leatherface auf dem Fernsehapparat der coolen Nachbarn die Kettensäge geschwungen und seine Opfer zerteilt hatte. Blutgericht in Texas hieß der Streifen und war damals schon zwanzig Jahre alt gewesen. Zehn Jahre später hatte ihn das Remake Texas Chainsaw Massacre ziemlich enttäuscht. Vielleicht, weil er da schon völlig fasziniert die ersten Snuff-Movies im Internet angeschaut hatte. Zumindest wurde immer wieder behauptet, dass sie echte Morde zeigten.
     Mit einem Schluck warmem Wasser spülte er sich den Mund aus. Steckte die Zahnbürste in die Ladestation zurück. Beugte sich vor, schaute in den Spiegel. Er war 34 Jahre alt, sah aber jünger aus. Untersuchte seine speckigen Wangen, auf denen immer wieder dicke, rote Pickel entstanden. Welche chemischen Mitteln er auch bisher benutzt hatte, sie ließen sich einfach nicht vertreiben.
     Vielleicht sollte er mal eine Anzeige aufgeben?
     Mit den Fingerspitzen bearbeitete er eine der gelben Erhebungen.
     Vielleicht in einem Forum im Darknet? Dort, wo er sich die blutigen Filmchen anschaute, von denen auch heutzutage immer noch niemand wusste, ob sie echt waren oder gefälscht.
     Er drückte die Haut zusammen, aber das Mistding saß noch zu tief. War noch nicht reif für eine Eruption.
     Vielleicht auf der obscure-obsessions, seiner Lieblings-plattform?
     Er versuchte es mit einem anderen Mistding, während er zu formulieren begann: »Wer hat Lust, mir mal zu zeigen, wie man wirklich einen...« Er zog die Stirn in Falten. Das war es nicht. »Ich möchte mal in echt dabei sein, wenn ein Mensch ...« Auch nicht viel besser. Drückte die Haut mit den Rücken der Fingernägel zusammen, als würde er einen Floh zerquetschen. Plötzlich kicherte er, murmelte: »Suche zur Erfüllung meines Traums einen echten Killer« Er spürte ein leichtes Prickeln im Nacken. Das war gut. Oder? Nein, war es nicht. Das war nicht eindeutig. Das war, als wollte er selber sterben. Oder seine Ehefrau loswerden. Er lächelte sich an, arme Lisa. Sie lag schon zusammengerollt im Bett, denn sie hatte kein Interesse für seine Leidenschaft. Er blickte sich selbst tief in die gespiegelten Augen. Sagte: »Kevin, wie wäre es mit: 'Ich möchte mal live das Herz eines Menschen schlagen sehen, und zwar in seinem geöffneten Brustkorb.'« Das war doch gar nicht so schlecht. Nicht ganz eindeutig, aber ziemlich auf den Punkt. Oder?
     Aufgeregt verließ er das Bad. Ging zurück in das Wohnzimmer, schaute auf die Tastatur seiner Anlage. Zog die Stirn kraus. Stemmte eine Hand in die Seite, umfasste mit der anderen sein Kinn. Sicher würde er nur dämliche Antworten kriegen. Von kranken Typen. Psychopathen und Sadisten. Nervigen Stalkern. Er kratze sich am Kopf. Oder die Polizei stand plötzlich vor der Tür. »Hm«, machte er, schaltete den Computer aus und ging leise ins Schlafzimmer.
     Lisa schlief schon. Er küsste sie auf die kleine Nase, fuhr kurz mit der Hand über ihren weichen Bauch. »Schlaf gut«, flüsterte er und schlüpfte unter die Decke.


2


Rasant fuhr Kevin am nächsten Morgen mit seinem weißen Opel Corsar in die Tiefgarage des Finanzamtes Kassel I, das direkt an der Fulda lag. Ging forsch zwischen den paar Autos der Kollegen hindurch, die auch schon da waren, hielt seine Chipkarte vor den Sensor des Fahrstuhls und fuhr in das Erdgeschoss. Stieß die Tür auf, stapfte über den langen Flur.
     Die junge Kollegin aus dem Bereich »Ge - Ho«, deren Namen er sich nicht merken konnte, kam ihm entgegen. »Guten Morgen, Herr Breuer«, sagte sie, ohne zu lächeln.
     »Morgen«, sagte er knapp. Sie huschte an ihm vorbei. Er schaute ihr über die Schulter nach. Wie hatte man diese Art ausladender Oberschenkel früher genannt? Reiterhosen? Er schnaufte und schaute wieder nach vorn. Weiter hinten auf dem langen Flur sah er Herrn Färber und Frau Könnicke entlangwatscheln, Amtsleiter und Personalchefin. Er hob die Hand, winkte ihnen zu, bevor er die Treppe erreicht hatte, die runter in das Souterrain des Amtes führte. Langsam und mit Bedacht stieg er hinab in sein Reich, in dem die Akten aller steuerpflichtigen Personen und Firmen lagerten.
     Die Neonröhren flackerten auf und warfen ihr kaltes, grelles Licht zwischen die Regale. Er stellte seine Tasche auf den abgeschabten, hölzernen Schreibtisch und seufzte. Fünfhundert Quadratmeter staubiger, langweiliger, analoger Pappakten. Es war zum Heulen.
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