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Schlachthaus
Verfasser: Hardy Crueger (3)
Verlag: epubli (1419)
VÖ: 7. Februar 2020
Genre: Horror (1371) und Thriller (6750)
Seiten: 204
Themen: Abwechslung (7), Gewalt (439), Internet (486)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ihm ist langweilig. Er hat genug von virtuellem Mord und Totschlag. Er will die Wirklichkeit. Er will den Kick!

Zwischen Aktendeckeln, Horrorfilmen und Snuff-Movies lebt Kevin Breuer ein eher beschauliches Leben. Aber jetzt hat er genug davon, sich Mord und Totschlag nur anzusehen. Im Darknet macht er sich auf die Suche nach jemandem, der ihm die Wirklichkeit zeigt. Auf einer obskuren Plattform lernt er Predator87 kennen und glaubt, endlich seinen lang ersehnten Seelenverwandten gefunden zu haben. Der Mann lebt abgeschieden in einem Haus im Wald und hat keinerlei Skrupel, sich ganz seinen teuflischen Neigungen hinzugeben. Als er auf Kevins Anzeige stößt, weckt sie seine grausame, unmenschliche Sucht nach Abwechslung. Aber eine äußerst aufmerksame Beobachterin schleicht um sein Haus.

Ein gradlinig erzählter, nervenaufreibender Psychothriller, der geschickt mit Splatter- und Horrorelementen spielt.

Wem es im GLASHAUS zu harmlos und im IRRENHAUS nicht wahnsinnig genug war, der ist herzlich eingeladen sich mal im SCHLACHTHAUS umzusehen. Und neue Gäste sind dort natürlich auch jederzeit willkommen ...
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Hardy Crueger für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Hardy Crueger gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Der Mann legte das Blasrohr auf den Boden und kam aus dem Gebüsch hervor. Auch er schaute sich aufmerksam um. Aber die Luft war rein wie nach einem Sommerregen. Für hundert Euro bücken sich alle, dachte er, hob den Schein auf. Faltete ihn zusammen, steckte ihn wieder in die kleine Geldtasche seiner Jeans.
     Er hockte sich hinter die junge Frau, legte einen ihrer Arme quer über ihre Brust, hievte den Oberkörper mit einem Ruck hoch, bis seine Nase fast den Scheitel berührte. Schloss kurz die Augen und sog genießerisch den Geruch ihrer Haare ein. Schleifte die mit dem Tier-Narkosegift betäubte Frau zum Van, wuchtete sie in den großen Kofferraum und legte sie in die flache Holzkiste, die er hinter der Rücksitzbank eingebaut hatte.
     Bevor er den Deckel schloss und Kisten, Taschen und den Sack mit dem Kaminholz darauf legte, nahm er den langen blonden Zopf seiner neue Mitspielerin in die Hand. Ließ ihn sanft durch die hohle Faust gleiten, bis zu dem samtgrünen Haargummi, küsste ihn. »Sehr schön«, murmelte er. Dann stieg er aus dem Kofferraum, schlug die Türen zu. Scannte aufmerksam die Gegend, während er eilig Blasrohr und Pfeil einsammelte und zur Fahrertür lief. Erst später würde er ihr Handy öffnen und den Akku herausreißen. Und wenn er irgendwo an einem See die Nummernschilder tauschte, würde er dort alles entsorgen.
     Wieder schaute er sich um, startete den Motor und fuhr über den Schotterweg zurück auf die Landstraße.
     Der Mann freute sich sehr darüber, dass ihm mal wieder eine Frau ins Netz gegangen war. Denn da machte die ganze Sache gleich doppelt soviel Spaß, dachte er, fuhr zügig auf der A5 in Richtung Norden und wunderte sich mal wieder darüber, wie unglaublich leicht es für ihn war, einen Menschen zu fangen.


Kevin

1


Der Fuß lag schön angerichtet auf der Servierplatte. In einem Nest aus grünem Salat, das mit orangen Mohrrüben-Rosetten und Tomatenkörbchen garniert war. Der abgehackte, zersplitterte Röhrenknochen des Schienbeins ragte weißlich glänzend aus dem roten Fleisch hervor. Rote Blutschlieren liefen über die helle Haut, die die Knöchel umspannte. Zwischen die Zehen hatte der Verrückte ein paar Pilze gesteckt, goldbraune Pfifferlinge, und Kevin Breuer war sich fast sicher, dass das als Scherz gemeint war.
     Der Mann mit der weißen Kochmütze auf dem Kopf, der giftgrünen Jim Carrey-Maske vor dem Gesicht und der blutbesudelten Plastikschürze präsentierte den Fuß wie ein Pantomime. Hielt die silberne Platte auf der ausgestreckten Hand in die Kamera, wies auf die Zehen, die Pilze. Berührte mit dem Mittelfinger den zersplitterten Röhrenknochen. Zuckte zurück und tat, als habe er sich an einer der Spitzen gestochen. Wischte anschließend mit den Fingern Blut vom Knöchel. Führte sie zum Mund, steckte sie zwischen die wabbelnden Plastikzähne der Maske und leckte sie ab, ehe er die Servierplatte mit einer weiten Geste auf den gedeckten Esstisch stellte. Dann griff er sich eines der Steakmesser, die dort lagen.
     Obwohl Kevin wusste, was jetzt kam, schaute er gebannt auf den Bildschirm. Der Koch hob das Messer und rammte es mit voller Wucht direkt in den Spann des Fußes. Fast spürte Kevin selbst den Schmerz, den solch ein Stich verursachen musste.
     Der Typ ließ den Griff des Messers los und schnappte sich eine Gabel. Jetzt kam die beste Stelle in dem Clip und Kevin schob eine Hand unter den Bund seiner karierten Shorts, als der Koch die Gabel in die offene Wunde neben dem Röhrenknochen stach und damit begann, langsam in dem Fleisch herumzubohren. Rotgefärbte Marzipankrümel, nicht größer als die von Gehacktem, wurden herausgerissen und fielen in das Salatbett. Das war die Stelle, an der Kevin meistens die Sequenz anhielt, nur noch darauf starrte, während seine Hand hin und her glitt und die Fantasie furchtbare Bilder in seinem Kopf explodieren ließ.
     Aber heute tat er das nicht. Heute war Dienstag. Er hatte nicht gekifft und die Fantasie schlummerte vor sich hin, denn er musste morgen zur Arbeit. Außerdem hatte er den kurzen Film schon zu oft gesehen. Der war alt, ausgelaugt und ohne Spannung.
     Aber natürlich sah er sich noch das Ende an. Die Nahaufnahme, wie der Koch sich die Gabel mit den gefakten Fleischstücken in den Mund schob und darauf herumkaute. Wie die Kamera die rotverschmierten Gummizähne der Maske wieder verließ, zurückfuhr, schließlich das ganze Esszimmer zeigte. Und dann wurde die Tür aufgerissen und eine Horde Horrorclowns stürmte in den Raum. Alle fielen sie über den Fuß her wie ausgehungerte Zombies. Rissen das gefärbte Marzipan auseinander, steckten sich die roten Brocken zwischen die spitzen Zähne und brüllten abwechselnd »Uaahhaha! Happy Halloween!« in die Kamera.
     Kevin Breuer zog die Hand aus den Shorts. Er hatte sich das Filmchen nun schon zig Mal angeschaut, aber was genau es war, was ihn daran so faszinierte, konnte er sich nicht erklären. Zumal er eigentlich härtere Szenarien gewohnt war. Vielleicht die Art und Weise, wie der Koch das Besteck in den Marzipanfuß stach? Oder die Wackelkamera, mit der die Szene gedreht worden war und sie so real rüberkommen ließ? Oder der trotz allem so echt wirkende menschliche Fuß? Vielleicht war es aber auch einfach gerade nur der Anschein des Abnormen, des Anrüchigen und das Naive.
     Er schaltete noch durch die Programme, langweilig. Schaute kurz bei Netflix rein, langweilig. Gab ein paar Salven in einem Ego-Shooter ab, langweilig. Für nichts konnte er sich heute noch begeistern und schaltete die Anlage aus. Es war fast Mitternacht und morgen hatte er wieder einen anstrengenden Tag im Finanzamt von Kassel vor sich. Er gähnte herzhaft und mit einem kleinen Schwung erhob er sich schließlich aus dem großen, bequemen Fernsehsessel, der fast einer Liege glich.
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