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Schlachthaus
Verfasser: Hardy Crueger (3)
Verlag: epubli (1410)
VÖ: 7. Februar 2020
Genre: Horror (1369) und Thriller (6728)
Seiten: 204
Themen: Abwechslung (7), Gewalt (439), Internet (483)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Ihm ist langweilig. Er hat genug von virtuellem Mord und Totschlag. Er will die Wirklichkeit. Er will den Kick!

Zwischen Aktendeckeln, Horrorfilmen und Snuff-Movies lebt Kevin Breuer ein eher beschauliches Leben. Aber jetzt hat er genug davon, sich Mord und Totschlag nur anzusehen. Im Darknet macht er sich auf die Suche nach jemandem, der ihm die Wirklichkeit zeigt. Auf einer obskuren Plattform lernt er Predator87 kennen und glaubt, endlich seinen lang ersehnten Seelenverwandten gefunden zu haben. Der Mann lebt abgeschieden in einem Haus im Wald und hat keinerlei Skrupel, sich ganz seinen teuflischen Neigungen hinzugeben. Als er auf Kevins Anzeige stößt, weckt sie seine grausame, unmenschliche Sucht nach Abwechslung. Aber eine äußerst aufmerksame Beobachterin schleicht um sein Haus.

Ein gradlinig erzählter, nervenaufreibender Psychothriller, der geschickt mit Splatter- und Horrorelementen spielt.

Wem es im GLASHAUS zu harmlos und im IRRENHAUS nicht wahnsinnig genug war, der ist herzlich eingeladen sich mal im SCHLACHTHAUS umzusehen. Und neue Gäste sind dort natürlich auch jederzeit willkommen ...
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Hardy Crueger für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Hardy Crueger gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Geduld
macht den Jäger aus
Geduld und Mut
Schnelligkeit
Und kaltes Blut

- - - - - - -

Prolog - 100 Euro


Gleichmäßig atmen. Nicht zu schnell werden, meine liebe Frau Doktor Wegner.
     Zwei scheußliche Tage lagen hinter ihr. Kaum einer der gutsituierten Teilnehmer ihres ersten Investment-Seminars hatte die Kompetenz anerkannt, mit der sie das komplexe Thema behandelte. Immer hatte irgendwer der Herren Pensionäre die Ausführungen kommentiert, kritisiert und dann voller Genuss kastriert. Ob es der Vortrag über neue Anlagemöglichkeiten in Asien war oder das Thema Zertifikate - Lösungen in Zeiten der Minuszinsen. Schon während des ersten Blocks hatte sie sich unsicher gefühlt. Nach dem zweiten war klar: Sie ließen ihr keine Chance. Eine schlanke, junge, blonde Frau, die gerade von der Uni kommt und alten, arroganten Geldsäcken etwas über Kapitalanlagen erklären will. Lächerlich! Am Abend, in der Lobby des Seminarhotels Sonnenhof, hatte sie den Teilnehmer, den sie am nettesten fand, gefragt, warum er sich denn überhaupt angemeldet habe. »Na, wegen Ihnen, Frau Dr. Wegner ... Christina.«
     Diese Antwort, untermalt von einem süffisanten Grinsen, hatte ihr Gesicht versteinern lassen.
     »Und wegen der schönen Gegend hier im Schwarzwald, der Golfplatz, der Titisee, es ist wie Urlaub«, hatte er angefügt, den Blick auf ihre Brust gerichtet.
     Langsamer. Und gleichmäßig atmen, Süße.
     Dann hatte er auf ihre linke Hand gezeigt, auf der sich schwach ein verschlungenes Ornament von ihrem kleinen Finger bis zum Handgelenk zog und noch weiter den Unterarm hinauf. Zur Hochzeitsfeier einer Freundin vor zwei Wochen hatte sie es sich aufmalen lassen. Fast hätte er es berührt, als er sagte: »Und das Henna-Tattoo sieht wirklich sexy aus. So nennt man das doch, oder?«
     Am liebsten hätte sie ihm eine geknallt. War auf ihr Zimmer gegangen, hatte die Joggingklamotten angezogen. Die langen blonden Haare zu einem seitlichen Zopf geflochten, den sie am Ende mit einem samtgrünen Haargummi fixierte. Dann war sie durch den Wald gehetzt, bis runter zum See, wo sie sich den Frust rausgeschrien hatte.
     Gleichmäßig atmen. Und aufpassen, dass du nicht stolperst, Frau Doktor.
     Jetzt war die Tortur des Seminars mit den überheblichen Besserwissern zum Glück vorbei. Nach dieser letzten Joggingrunde würde sie noch einmal duschen und sich dann in den Zug nach Frankfurt setzen. Rasch lief sie zwischen Bundesstraße und Wald dahin. Ihr Herz pochte, aber die Schwere der Beine, die sie immer die ersten paar hundert Meter spürte, war schon vergangen. »Sie haben einen Kilometer in fünf Minuten und achtundfünfzig Sekunden zurückgelegt ...«, vermeldet die Lauf-App aus dem Smartphone an ihrem Oberarm. Gute Zeit. Das schaffte niemand von den dickbäuchigen Widerlingen. Nur weil sie ein Frau war, hatten sie sie nicht ernst genommen. Die Wut brodelte immer noch in ihr und wieder musste sie sich ermahnen, nicht zu schnell zu werden.
     Hinter einer sanften Biegung gabelte sich der Weg. Der linke führte zwischen zwei Feldern zur Straße, der rechte durch den Wald zum Örtchen Hinterzarten. Als sie näher kam, sah sie einen silberfarbenen Hyundai-Van an der Gabelung stehen.
     Sicher auch ein Jogger oder jemand der seinen Hund Gassi führt, dachte sie und lief auf den Wagen zu. GS zeigte das Kennzeichen. Sie hatte keine Ahnung, was das für ein Ort war, ob der hier in der Gegend lag oder sonst wo, und bog nach links ab.
     Da musste sie wohl durch, als Frau. Aber ich werde es den ganz Idioten noch zeigen, dachte sie und biss die Zähne zusammen. Ich werde Geld verdienen, viel Geld. »Und dann werdet ihr Dreckskerle zu mir kommen und das Dreifache für meine Seminare zahlen!«, rief sie, als sie etwas auf dem Schotterweg liegen sah, das in dem graubraunen Staub des Weges hellgrün hervorstach. Müll, eine Getränkepackung vielleicht, und schon war sie daran vorbei. »Halt!«, rief sie aus, bremste scharf ab und drehte sich mit rhythmischen Trippelschritten um. Das gab es doch gar nicht. Das war kein Müll. Trabte die drei, vier Meter zurück, die ihre Geschwindigkeit sie an dem hellen Grün vorbeigetrieben hatte. Das war ein Hundert-Euro-Schein!
     Na sowas, dachte sie, nach Atem ringend. Schaute schnell den Weg hinauf und dann zu dem Auto an der Weggabelung. Weit und breit keine Menschenseele. Drehte flink den Kopf, ließ ihren Blick rasch über die Wiese rechts des Weges gleiten und über das dichte Gebüsch des Waldsaumes auf der anderen Seite. Niemand da. Keuchend bückte sie sich nach dem Geldschein und in dem gleichen Augenblick, als sie ihn mit den Fingern gepackt hatte, spürte sie einen Stich im linken Oberschenkel. Sie zuckte zusammen. Den Schein fest in der einen Hand tastete sie mit der anderen nach der schmerzenden Stelle. Schaute verwundert an sich hinab. In ihrem Bein steckte ein kleiner, rotgefiederter Pfeil. Nach Atem ringend zog sie ihn heraus. Hielt ihn sich vor die Augen. Der Schaft war ein durchsichtiges, dünnes Röhrchen. Die flauschigen Federn bewegten sich sanft im Luftzug. Fingerten herum wie ein kleines Büschel roter Algen auf dem Grund des Meeres. Filigrane Wasserpflänzchen, die ihre kleinen roten Arme ausstreckten wie Fühler. Die sich mit den verschlungenen Linien des Henna-Tattoos auf ihrem Handrücken vereinten. Zu einem Knäul wurden, einem schwarzen Knäul, das immer weiter wuchs, rasend schnell, groß, riesig, gigantisch.
     Noch ehe Christina Wegner wirklich begriffen hatte, was ihr gerade passierte, ließ sie Pfeil und Geldschein los. Sackte stöhnend in sich zusammen. Schloss die Augen. Schwarz. Fiel zu Boden. Blieb reglos liegen. Der blonde Zopf mit dem grünen Samtband lag auf ihrem Hals, hob und senkte sich ganz leicht im Rhythmus ihrer Atmung.
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