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Und dann im Traum ... 2 - Furcht und Freude
Verfasser: Frederike Hieronymi (4)
Verlag: Eigenverlag (17159)
VÖ: 12. Juli 2020
Genre: Romantische Literatur (20908)
Seiten: 420 (Taschenbuch-Version), 422 (Kindle-Version)
Themen: Familiengeheimnisse (422), Fürsten (159), Galerie (36), Grafen (225), Habsburger (4), Innsbruck (12), Schottland (571)
Reihe: Und dann im Traum ... (2)
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Ist Liebe nur einen Traum entfernt?
Und können Ereignisse dich bedrohen, auch wenn sie vor Hunderten von Jahren stattgefunden haben?
In einem atemlosen Menuett tanzt Zélie weiter zwischen opulenten barocken Schlossfesten und moderner Kunst dahin, zwischen leidenschaftlichen Fürsten und ihren zwei Lieben, Damian und Damiano, oft unsicher, was eigentlich Realität ist, das Heute oder das Jahr 1655.
Die junge Innsbrucker Galeristin träumt sich durch die Zeiten, stets auf der Suche nach der verloren geglaubten Liebe und vor allem nach sich selbst. Die Sehnsucht treibt sie zurück nach Schottland und bringt sie auf die Spur eines Familiengeheimnisses, das nicht nur ihr Leben für immer verändern wird.
Als unfreiwillige Gräfin findet sie sich in den höchsten Kreisen um den Habsburger Fürsten Erzherzog Ferdinand Karl wieder, zwischen politischen Ränken, undurchsichtigen Machenschaften und Anschlägen auf ihr Leben, während im Alltag des Heute unerwartete Katastrophen über sie hereinbrechen.
Während sich die einen Rätsel lüften, wird das Dunkel um andere immer undurchschaubarer. Aber Zélie wäre nicht Zélie, wenn sie nicht unerschrocken und voller Optimismus ihrem Ziel treu bliebe: Ihr Glück zu finden.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frederike Hieronymi für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Frederike Hieronymi gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter, bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Traum


Mit einem Ruck fuhr ich auf, die Augen schlagartig weit offen. War ich wach oder träumte ich? Tastend streckte ich eine Hand aus und meine Finger berührten die weiche Oberfläche von Samt. Also Traum. Der Vorhang um das Bett war zugezogen, rings um mich herrschte undurchdringliche Dunkelheit. Unter den Fingern meiner anderen Hand spürte ich einen Bogen weichen, schweren Papiers. Etwas musste mich aufgeschreckt haben, der Übergang in meine Traumwelt gestaltete sich sonst um einiges sanfter. Ich fühlte mich in der Dunkelheit desorientiert und eine plötzlich aufkommende Furcht ließ mich reglos verharren. Das Bemühen, möglichst flach und lautlos zu atmen, bescherte mir Luftnot. Um mich abzulenken, ließ ich die Geschehnisse, die mich in diese seltsame Situation gebracht hatten, in Gedanken Revue passieren – wie in fast jeder meiner letzten, unruhigen Nächte.
     Alles hatte im Frühsommer mit diesen Träumen begonnen, Träumen, die immer realer geworden waren, Bildern, die mir Entzücken und Angst zugleich bereitet hatten, die mich ins Jahr 1655 katapultiert hatten und in denen ich Damiano, Conte Gabetta de Volcani getroffen hatte. Das wäre nun nicht so aufregend gewesen, wäre ich nicht zugleich in der Realität seinem Gegenstück begegnet, Damian, in dem ich den Mann aus meinem Traum erkannte, einem Fotografen, dessen Bilder ich in meiner Galerie präsentieren wollte. Damian und Damiano. Sie ähnelten sich äußerlich so sehr, dass ich sie ohne die Attribute ihrer Zeit, Kleidung und Haartracht, kaum hätte auseinanderhalten können. Ihre Charaktere waren allerdings mehr als gegensätzlich. Während Damian düster und schwierig war, getrieben von seiner bedrückenden Familiengeschichte, schien Damiano Charme und Heiterkeit in Person. Allerdings konnte auch Damian charmant sein, verrückt, ausgelassen und so liebevoll, dass es ein Herz aus Stein zum Schmelzen gebracht hätte, dabei war er ein unsteter Wanderer und getriebener Weltenbummler, ein schwieriger Einzelgänger, der die Kälte seines Elternhauses und den frühen Verlust seines Zwillingsbruders nie verwunden hatte. Durch ihn hatte ich mich so lebendig gefühlt. Ich war glücklich gewesen wie nie zuvor, auch wenn die dunklen Momente in der kurzen Zeit unserer Beziehung vermutlich überwogen hatten. Für ihn hatte ich mein ordentliches, geregeltes Leben mitsamt meiner Verlobung über Bord geworfen. Oder sollte ich besser sagen, mit ihm? Denn eigentlich hatte ich es für mich getan.
     In den kurzen gemeinsamen Wochen waren wir beide über unsere Grenzen gegangen, hatten uns beide dem anderen mehr geöffnet, als jeder von uns es für möglich gehalten hätte. Und dann hatte ich einen riesengroßen Fehler begangen, einen Fehler, den ich für den Rest meines Lebens bereuen würde: Ich hatte es versäumt, Damian von meiner Verlobung zu erzählen. Das war nicht absichtlich passiert, es hatte sich einfach nie die Gelegenheit ergeben, genauso wenig wie die Möglichkeit, meinem Verlobten Riccardo von Damian zu berichten.
     Nun waren beide fort und dazu meine beste Freundin Sophie, die Gefährtin meiner Kindheit, die ungewollt zwischen die Fronten geraten war. Ich wünschte nur, Damian hätte mich verstehen und mir verzeihen können.
     Gleichzeitig waren, wie gesagt, meine Träume immer realer geworden und der umgängliche Damiano, dessen freundliche, verliebte Art mich oft getröstet hatte, wenn ich unter Damians Schroffheit litt, war mir nicht weniger ans Herz gewachsen. In Damiano träumte ich mir Damian freundlich und umgänglich, so zumindest hatte ich es mir damals gedacht; ich träumte von seiner sanften Seite, die er im Alltag leider viel zu selten zeigte.
     Bis ich eines Morgens aus einem dieser Träume erwacht war mit Damianos Nachthemd am Leib. Stehenden Fußes war ich zu Adhvara geeilt, meiner weisen Lebensberaterin, die das Institut für Lebensfreude betrieb, aber auch sie war ratlos gewesen. War mein Traum etwa Realität? Waren Damian und Damiano doch zwei verschiedene Männer? Reiste ich allen Ernstes träumend ins Jahr 1655? Alles zusammen machte keinen Sinn. Ich meine, wie sollte es denn so etwas geben? Vielleicht war ich ja einfach ein Opfer Adhvaras bewusstseinserweiternder Tees?
     Je mehr Zeit verging, desto eher tendierte ich zu der Version mit den Tees. Alles andere war nicht vereinbar mit meinem modernen Alltagsbewusstsein. Blieb nur die Frage, wie ich an das Nachthemd gekommen war. Dazu fiel mir nun nichts mehr ein.
     Unwillkürlich seufzte ich und zog das Blatt Papier an meine Nase, als könnte ich Damiano irgendwie daran erschnuppern. Im selben Augenblick ertönte außerhalb des Bett-Alkovens ein Scharren, leichte Schritte, ein erschrockenes Huschen, das Knarzen der Tür. Dann war es still. Dafür spürte ich meinen Herzschlag umso lauter trommeln. Hatte ich jemanden im Zimmer aufgestöbert? Jemanden, der nicht mit meiner Anwesenheit gerechnet hatte? Ich wagte nicht, den Vorhang zur Seite zu schieben, sondern kauerte mich in die äußerste Ecke des Bettes, in der Hoffnung, dass ich bald erwachen würde und meine Traumwelt verlassen könnte.


I Altes Bild trifft neues Kleid

Heute


Müde stieß ich einen Fensterflügel auf und blinzelte in die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne, die mich über den Domplatz hinweg trafen. Ich hatte unruhig geschlafen. Immer wieder diese Träume! Ich bewegte mich darin in einer anderen Realität, einer vergangenen Zeit, im Frühbarock, zwar in meiner eigenen Wohnung, doch im Traum gehörte sie Damiano und ich lag in fremden Betten, die ganz sicher nichts mit meinem zu tun hatten. Allein die Gedanken an Damianos kratzige Rosshaarmatratze und an den rauen Strohsack, der mein Lager in der kleinen Kammer bildete, ließen meinen ganzen Körper jucken.
     Wie lange war es her, dass ich in einem Anfall von Frustration meinen Wecker durch das Zimmer gepfeffert hatte, ärgerlich, weil ich jeden Morgen aus der gleichen Traumsequenz aufschreckte?
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