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Finsterzeit 1 - Das Dorf
Verfasser: Sandra Toth (1)
Verlag: FeuerWerke (34)
VÖ: 22. Juni 2020
Genre: Dystopie (617)
Seiten: 280 (Taschenbuch-Version), 211 (Kindle-Version)
Themen: Dorf (844), Energie (48), Festung (79), Flucht (1679), Gewalt (411), Hunger (38), Zuflucht (91)
Charts: Einstieg am 23. Juni 2020
Höchste Platzierung (6) am 24. Juni 2020
Zuletzt dabei am 30. Juni 2020
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Juni 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Lara und Thomas stehen fassungslos vor den Trümmern ihrer Zeit. Die erbarmungslos vorangetriebene Energiewende hat das Land in Arm und Reich gespalten, das Stromnetz ist zusammengebrochen. Hunger, Gewalt und Mord sind an der Tagesordnung - alle sind auf der Flucht.

Doch es gibt einen vermeintlich sicheren Ort, eine Festung, die schon vor dem Zusammenbruch erbaut wurde und geschützt vor den katastrophalen Zuständen im Land zu sein scheint. Diesen Ort zu erreichen, ist das Ziel des jungen Paares, die einzige Hoffnung eines gesamten Dorfes und die letzte Chance eines Mannes, wieder mit seiner Familie vereint zu sein.

Auf dem Weg dorthin geht es um Leben und Tod – und letztendlich auch um die einzige Chance auf eine Zukunft für Lara und Thomas...
Quelle: FeuerWerke
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich beim Feuerwerke Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Sandra Toth gibt es bei Facebook und bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

2. Gefährliche neue Welt

Lara


Während Laras sämtliche Nerven zu zerreißen drohten, hörte sie, wie Katze sich regte. Nur ein bisschen, aber sie war sicher, dass ihre Verfolger das Rascheln gehört hatten. Stumm drehte sie den Kopf in Richtung des Hundes und hob die Hand. Das Zeichen für Bleib, und das beherrschte er gut. Er regte sich dann keinen Millimeter mehr, und an seiner Haltung erkannte sie, dass er sie verstanden hatte. Aus Angst, noch ein Geräusch zu machen, wagte sie es nicht, ihren Kopf wieder zurückzudrehen. In dieser Haltung traf sie auf Thomas’ Blick. Erschrocken stellte sie fest, dass er nicht den Ausgang, sondern sie beobachtete, und in dieser Sekunde wusste sie auch, warum er das Messer wirklich gezogen hatte.
     Die Erkenntnis schleuderte sie zurück zu dem Tag, an dem sie das erste Mal mit eigenen Augen hatte mitansehen müssen, wie gefährlich die neue Welt tatsächlich geworden war. Es war am zweiten Tag ihrer Flucht gewesen, als sie sich auf einer entlegenen Landstraße einem alten Bauernhof näherten. Schon von Weitem hatten sie die schrecklichen Schreie der Frauen und das laute Weinen der Kinder gehört. Thomas hatte ihr befohlen, sich hinter einem Gerätehaus in Deckung zu bringen, und war ohne sie weitergegangen. Doch Lara, die zunächst versucht hatte, seiner Anweisung nachzukommen, war ihm nach wenigen Sekunden gefolgt. Zu groß wogen die Ängste um ihren Begleiter und auch um sich selbst. Sie hatte sich aus ihrem Versteck geschlichen und konnte gerade noch sehen, wie Thomas sich an der Wand des Wohnhauses entlangdrückte und um die nächste Ecke verschwand. Schnell, aber leise, war sie ihm gefolgt und drückte sich ebenfalls eng an die Mauern. Rau und hart hatte sie den Klinker in ihrem Rücken gespürt, während sie unablässig die Schreie der Menschen hörte. Doch plötzlich veränderten sich diese Geräusche. Und auch ohne freie Sicht auf den Hof zu haben, wusste sie, dass es sich nun um den Lärm eines Kampfes handelte. Panische Angst um Thomas hatte ihr Herz ergriffen und sie kopflos losrennen lassen. Um die erste Ecke des Hauses und dann um die nächste, bis ihr Blick frei wurde auf den Innenhof. Und was sie dort sah, war schlimmer als alles, was sie in ihrem Leben bisher hatte erleben müssen: An einem Mast sah sie zwei Männer, die aufgehängt worden waren. Sie regten sich nicht mehr. Weitere Männer saßen darunter und waren offenbar gefesselt. In der anderen Ecke des Hofes standen die Frauen und Kinder, die sie schon von Weitem gehört hatten. Und in der Mitte war Thomas. Kämpfend. Mordend. Leben rettend. Lara hatte einen Augenblick gebraucht, um das Bild zu verarbeiten. Nur einen Augenblick, denn Thomas brauchte Hilfe. Niemals hätte er es allein gegen die vielen Männer geschafft, die überaus brutal zu sein schienen. Sie hatte nach ihrem Taschenmesser gegriffen, allen Mut
     zusammengenommen und war dann in einem großen Bogen auf die am Boden sitzenden Männer zugerannt. In Windeseile hatte sie die Schnüre und Kabelbinder aufgeschnitten, mit denen sie gefesselt worden waren, und schrie ihnen zu, ihrem Thomas zu helfen. Sofort waren die Männer auf den Beinen, während Thomas sich noch immer gegen die große Zahl an Widersachern zur Wehr setzte. Lara sah schockiert dabei zu, wie er im Alleingang mehrere von ihnen niederstreckte. Noch nie hatte sie ihn kämpfen sehen. Sie wusste zwar, dass er von Kindesalter an verschiedene Kampfsportarten betrieben hatte, doch das hier, mit dem Buschmesser in der Hand, war etwas ganz anderes.
     Die Männer, die sie wenige Augenblicke zuvor befreit hatte, stürmten auf den Kampf zu, doch schienen sie keine Chance zu haben. Sie waren Familienväter, Bauern, normale Menschen. Lara sah, wie zwei von ihnen sofort zu Boden gingen und weitere zurückgedrängt wurden. Doch dann plötzlich war Thomas’ Stimme zu hören, die harte Befehle über den Lärm hinwegbrüllte und den erwachsenen Männern die Anweisung gab, sich hinter ihm zu postieren. Und wie durch ein Wunder hörten sie auf ihn. Thomas brüllte weitere Befehle und innerhalb weniger Sekunden hatte sich die Kampfdynamik geändert: Geschlossen, Seite an Seite, mit Thomas als Anführer, hatten sie die Angreifer in eine Ecke gedrängt, die nun nach und nach zu Boden gingen. Lara musste entsetzt mitansehen, wie jeder einzelne von ihnen getötet wurde, bis irgendwann eine unwirkliche Stille auf dem Hof einkehrte.
     Nach dem Kampf waren sie damals über Nacht bei den Menschen geblieben. Thomas half, die Getöteten zu beerdigen, und Lara versorgte so gut es ging die Wunden. Sie fand im Garten ein wenig Bärlauch und kochte daraus Brei für die Verbände, in der Hoffnung, auf diese Weise schlimme Infektionen verhindern zu können. Und das, was die Menschen ihr dort an diesem Tag erzählten, hatte ihr erneut das Blut in den Adern gefrieren lassen. Von aggressiven Horden berichteten sie, die nicht nur stahlen, plünderten und mordeten, sondern auch die Frauen und Kinder missbrauchten. Nicht selten, so sagten sie, kam es vor, dass man diese dann noch mit ins Lager nahm, damit die Kollegen dort auch ihren Spaß haben konnten. Auf diese Weise hatten die Leute hier bereits viele ihrer Nachbarn und Freunde verloren. In jener Nacht hatte Thomas ihr sein Versprechen gegeben. Niemals würde er zulassen, dass ihr dieses Schicksal zuteilwerden würde.
     Angestrengt zwang Lara ihre Gedanken zurück in die Gegenwart der Höhle, in der sie nun lagen, und versuchte, die grausamen Erinnerungen fortzuschieben, die mit eiskalten Krallen nach ihrem Herzen gegriffen hatten, während nur wenige Meter von ihr entfernt die Verfolger nach ihnen suchten. Sie blickte in Thomas’ Augen und sah dort sowohl Schmerz als auch Entschlossenheit. In diesem Moment wurde ihr klar, dass er das Versprechen, das er ihr damals auf dem Bauernhof gegeben hatte, wirklich halten würde. Und während der Gestank der Verfolger nach Urin und Schweiß immer stärker wurde, überstreckte Lara ihren Kopf, damit er im Notfall ihre Kehle besser würde erreichen können.


(...)

- Ende der Leseprobe –
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