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Fräulein Gold 1 - Schatten und Licht
Verfasser: Anne Stern (11)
Verlag: Rowohlt (1969)
VÖ: 1. Juni 2020
Genre: Historischer Roman (6509) und Kriminalroman (10861)
Seiten: 400 (Broschierte Version), 384 (Taschenbuch-Version)
Themen: Berlin (1557), Hebammen (87), Kommissare (3190), Leichen (3081), Unfälle (1457), Weimarer Republik (86), Zwanziger Jahre (434)
Reihe: Fräulein Gold / Die Hebamme von Berlin (5)
Charts: Einstieg am 5. Juli 2020
Höchste Platzierung (3) am 12. Juli 2020
Zuletzt dabei am 29. Juli 2020
Erfolge: 1 × Media Control Top 10 E-Book (Max: 10)
9 × Spiegel Paperback Top 20 (Max: 8)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 14. Juni 2021 um 19:14 Uhr:
» Die Hebamme von Berlin, Band 1
Sehr schön zu lesen, sehr unterhaltsam!

‚Hulda Gold'- Bd 1 beschreibt sehr anschaulich den damaligen Zeitgeist in Berlin, die beruflichen Grenzen von Frauen und ihre soziale, familiäre Rolle recht eindeutig, gepaart mit einem Frauenmord.
Gespannt bin ich auf die weiteren Bände, denn dieser 1. Band macht auf jeden Fall Lust auf mehr.«
  3      0        – geschrieben von easymarkt3
Kommentar vom 3. Oktober 2020 um 15:49 Uhr (Schulnote 2):
» Hulda Und der Kommissar

Berlin 1922. Die gewitzte und unerschrockene Hebamme Hulda Gold ist äußerst beliebt und begegnet durch ihre Tätigkeit als Hebamme den unterschiedlichsten Menschen. Das Schicksal der Frauen liegt ihr besonders am Herzen. Es ist noch nicht lange her, dass der Große Krieg zu Ende gegangen ist, und die junge Republik ist immer noch von bitterer Armut geprägt. Hulda ist sehr engagiert und bringt sich dadurch oft selbst in Schwierigkeiten, denn sie begegnet nicht nur neuem Leben, sondern auch dem Tod. In einem der vielen Elendsviertel der Stadt, dem Bülowbogen, kümmert sie sich um eine Schwangere. Man hat die Nachbarin einer ihrer Schützlinge tot im Landwehrkanal aufgefunden. Ein Unfall? Aber wieso stellt dann der undurchsichtige Kriminalkommissar Karl North Ermittlungen an. Hulda forscht selbst nach und gerät dabei sogar in Lebensgefahr, denn in dieser Stadt liegen Licht und Schatten dicht zusammen.

Meine Meinung
Es ist das erst Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe und es hat mich gefesselt. Es ist nicht ein einfacher historischer Roman, nein es hat einen relativ großen kriminalistischen Einschlag, denn es geht um die Tote aus dem Landwehrkanal. Hulda Gold erfährt durch puren Zufall von ihr, da die Schwangere zu deren Betreuung sie in das Haus gekommen ist, ihre Nachbarin ist. Und die junge Frau ist überzeugt, dass es kein Unfall war. Hulda Gold wird neugierig und… Ja was und? Das verrate ich hier natürlich nicht. Nur so viel, dass ich sehr gut in die Geschichte hineingekommen bin und diese sich durch den unkomplizierten Schreibstil - keine Unklarheiten im Text – leicht und flüssig lesen ließ. Ich konnte Hulda verstehen, dass sie neugierig wurde als sie von dem Tod der Nachbarin erfuhr. Ich konnte mich auch etwas in den ermittelnden Kommissar hineinversetzen, doch was veranlasste ihn, etwas zu tun, was er eigentlich nicht tun durfte? Was dies war, ja das muss der geneigte Leser natürlich selbst lesen. Mich hat dieses Buch gefesselt vom Anfang bis zum Ende. Es hat mir sehr gut gefallen, mich gut unterhalten und die Spannung war immer da. Daher empfehle ich es gerne weiter und vergebe vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.«
  14      0        – geschrieben von Lerchie
Kommentar vom 31. August 2020 um 20:30 Uhr (Schulnote 1):
» Mit *Fräulein Gold. Schatten und Licht* entführt Autorin Anne Stern ihre Leser ins pulsierende Berlin, der Goldenen Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Es handelt sich hier um den ersten Teil der Trilogie *Die Hebamme von Berlin*.

Vor dem politischen Hintergrund, der Nackkriegsjahren des ersten Weltkrieges und der Weimarer Republik, wird Berlin lebendig und lässt einen eintauchen in das Leben von Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, ausschweifendem Nachtleben, Kinos und Ballhäusern.

Mittendrin lebt Hulda, die beliebte und unerschrockene Hebamme. Sie kümmert sich um die Ärmsten und deren Sorgen...

"Berlin 1922: Im berüchtigten Bülowbogen, einem der Elendsviertel Berlins, kümmert sich die 26-jährige Hebamme Hulda Gold um eine Schwangere. Deren Nachbarin, eine Prostituierte namens Rita, wurde kürzlich tot im Landwehrkanal gefunden. War es Unfall oder Mord? Hulda stellt Nachforschungen an und gerät dabei nicht nur Kriminalkommissar Karl North in die Quere, sondern auch bald selbst in große Gefahr."

Die Autorin beschreibt wundervoll die damalige Zeit, die Orte und Personen, dass damalige Milieu wird lebendig.
Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet, haben Charakter und geben dem Buch Leben.
Für Berliner ist es eine tolle Reise in die Vergangenheit!«
  10      0        – geschrieben von Lorixx
Kommentar vom 23. August 2020 um 20:34 Uhr (Schulnote 2):
» Schatten und Licht ist der erste Band der Trilogie um Fräulein Gold eine Hebamme aus Berlin, die Handlung spielt in den zwanziger Jahren. Eher zufällig gerät Hulda Gold in die Ermittlung rund um den Tode einer älteren Frau. Die Handlung ist vorhersehbar und plätschert oft dahin. Der Schreibstil ist flüssig mit vielen Wiederholungen. Die Charaktere sind eher flach und ihre Geschichte wird nur angerissen. Etliche Zufälle pflastern Huldas Weg und ich habe mich mehrfach gefragt warum Hulda so rastlos ist. Ihre Unfähigkeit sich ganz auf jemanden einzulassen wirkt aufgesetzt und durch mangelndes Hintergrundwissen nicht so recht verständlich. Karl North, der ermittelnde Kommissar ist eine zerrisse Person mit Selbstzweifeln. Das Berlin der zwanziger Jahre wird gut beschreiben und das Elend der ärmeren Bevölkerung bildreich beschrieben. Die politische Lage der Zeit wird immer wieder mit einbezogen. Leider fehlt mir die Spannung in der Geschichte.«
  7      0        – geschrieben von manu63
Kommentar vom 18. August 2020 um 16:51 Uhr (Schulnote 1):
» Toller Beginn der Trilogie
Anne Stern hat mit Hulda Gold eine sehr sympathische Protagonistin für ihre Trilogie erschaffen. Wir begleiten die 26-jährige Hebamme im Berlin der beginnenden 1920er Jahre. Sie ist unabhängig und übt ihren Beruf mit Herzblut aus. Allerdings genießt sie auch die Freiheit und stürzt sich manchmal ins wilde Nachtleben. Bei den Schwangeren, bei denen es vorne und hinten nicht reicht, verzichtet sie auch schon mal auf den Lohn. So wie bei Lilo, welche kurz vor der Niederkunft steht. Diese macht sich aber nicht nur Sorgen um die Geburt, sondern auch um Rita, ihre Nachbarin. Diese ist verschwunden und wird kurze Zeit später tot aus dem Landwehrkanal gefischt. Für Lilo steht fest: es war kein Selbstmord!
Karl North, der Kommissar, der für diesen Fall zuständig ist, würde es aber lieber so behandeln und verschleppt die Ermittlungen. Er hat die Rechnung aber ohne Hulda gemacht, die eigene Ermittlungen aufnimmt und sich dabei öfter in Gefahr begibt und ihm langsam dabei den Kopf verdreht.
Zusätzlich erfährt man auch einiges über die politische Situation in jener Zeit. Die Rechten beginnen sich zusammenzuschließen, der erste Weltkrieg ist gerade erst vier Jahre vorbei, die spanische Grippe hat gewütet. Überall Kriegsversehrte und Armut, aber auch der eiserne Wille, nach dem Überleben auch zu leben und einer besseren Zukunft zuzustreben.
Das Hörbuch wird von Anna Thalbach wunderbar vorgetragen. Anne Stern hat das Milieu wunderbar beschrieben und Anna Thalbach läßt es fast bildlich auferstehen. Sie gibt den handelnden Figuren verschiedene Stimmen, sodass man fast meint, mitten in der Handlung zu stehen und den Gesprächen zu lauschen. Die Berliner Schnauze von manchen Figuren kommt gut rüber.
Am Ende wird zwar der Täter ermittelt, aber (noch) nicht gefasst. Hulda und ein Verehrer verbringen einen entspannten Sonntagnachmittag am Wannsee und ich freue mich auf den zweiten Teil der Geschichte, den ich dann wahrscheinlich auch als Hörbuch genießen werde.«
  13      0        – geschrieben von Knopf
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