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Pandatage
Verfasser: James Gould-Bourn (1)
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (597)
VÖ: 2. Mai 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (3190)
Seiten: 384 (Gebundene Version), 373 (Kindle-Version)
Themen: Kostüme (19), Pandas (12), Söhne (273), Tanzen (183), Väter (774), Verkehrsunfälle (528), Verkleidungen (102), Verlust (770)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Pandatage« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (8)     Blogger (5)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 15. Februar 2021 um 14:44 Uhr (Schulnote 3):
» Meine Meinung

Die Gestaltung des Buchs und auch der Schreibstil vom Autor gefallen mir gut. Nur leider hat sich die erste Hälfte vom Buch mega in die Länge gezogen und es ist mir schwergefallen, da am Ball zu bleiben. Interessant und spannend wird es erst, als Will den Panda im Park entdeckt.

Nun nimmt die Geschichte ihren Lauf und hat mich gepackt. Wie entwickelt es sich zwischen Will und dem Panda? Kommt Will hinter das Geheimnis vom Panda und wenn, wird er enttäuscht sein?

Auch erfährt man jetzt einiges über Wills Mutter. Und der Tanzunterricht von Danny ist sehr gut beschrieben. Die "Tanzlehrerin" ist eigenartig, aber klasse. Sie nimmt auch kein Blatt vor den Mund und sagt Danny offen ihre Meinung. Will ist ein pfiffiger Junge und man mag ihn auch sehr.

Die Geschichte ist nett, aber so richtig berührt hat sie mich nicht. Deswegen gibt es auch nur 3 Sterne ⭐⭐⭐«
  9      1        – geschrieben von leseHuhn
Kommentar vom 25. August 2020 um 22:31 Uhr (Schulnote 1):
» Vor vierzehn Monaten starb Liz Malooley bei einem Autounfall, und seitdem ist für ihren Mann Danny und ihren Sohn Will nichts mehr, wie es war. Danny stammt aus einfachen Verhältnissen und hat keine Ausbildung. Liz und er sind früh Eltern geworden, ihre Liebe zueinander hielt die Familie bisher trotz aller Schwierigkeiten zusammen. Deshalb macht Vater und Sohn der tragische Verlust schwer zu schaffen, sie sind von der sich daraus ergebenden Situation überfordert.

„Ich will mit ihr darüber reden, was passiert ist. Ich will einfach nur mit meiner Mum darüber reden, dass meine Mum nicht mehr da ist. Sie war immer diejenige, die alles wieder gut gemacht hat… Mum war meine Mum, aber sie war auch meine Freundin…“ (Seite 197)

Der elfjährige Will, der mit seiner Mutter im Wagen saß, als dieser verunglückte, spricht nicht mehr. Danny kommt nicht nur mit seiner Rolle als alleinerziehender Vater nicht klar, er sieht sich auch außerstande, Will aus der Stille zu reißen. Und dann wären da noch weitere Probleme: Er schuldet seinem zwielichtigen und gewalttätigen Vermieter Reg die Miete und wird von diesem bedroht. Doch wie soll er das Geld auftreiben, hat er zu allem Übel noch seinen Job auf der Baustelle verloren.

Hier ist guter Rat teuer. Oder es bedarf eines Pandabärenkostüms, auch wenn es nach Erbrochenem stinkt. Was soll schon so schwierig daran sein, als tanzender Panda Geld zu verdienen. Den Straßenkünstlern im Park gelingt es schließlich auch. Erfolgreich ist Danny trotz seiner Bemühen leider nicht. Denn eigentlich hat er mangels Rhythmusgefühl kein Talent zum Tanzen, und etwas Besonderes bietet er den Leuten ebenfalls nicht. Dessen ungeachtet gibt er nicht auf und versucht es weiter.

Eines Tages beobachtet er, wie sein Sohn von anderen Jungen drangsaliert wird. Er hilft ihn, und das Unmöglich geschieht: Will redet mit ihm als Pandabär und vertraut ihm Dinge an, von denen sein Vater keine Ahnung hat. Aber Will weiß nicht, dass Danny in diesem Kostüm steckt. Und diesem, dankbar, die Stimme seines Sohnes überhaupt wieder zu hören, ist es unmöglich, seine wahre Identität zu offenbaren, aus Angst, dass Will erneut verstummt. Allerdings das Geheimnis ist nicht die einzige Herausforderung, der sich Danny und auch Will stellen müssen...

„Pandatage“ ist der erste Roman von James Gould-Bourn. Der 1982 in Manchester geborene Autor hat in Afrika und im Mittleren Osten Landminen entfernt und an einem Kurs für kreatives Schreiben teilgenommen. Eine richtige Entscheidung. James Gould-Bourn nutzt seine vorhandenen und erworbenen Fähigkeiten, so dass „Pandatage“ alles beinhaltet, was eine lebensfreudige Geschichte ausmacht, die vielleicht - auf unkomplizierte und charmante Art - ab und an von der Realität abweicht, die jedoch im Wesentlichen mit ergreifenden Momentaufnahmen, in denen sich Lachen und Weinen abwechseln, sowie dialogstarken Pointen und sinnreichen Formulierungen überrascht und zum Nachdenken anregt.

Bei aller Melancholie ist „Pandatage“ kein trauriges Buch. Dem Autor gelingt es auf bemerkenswert ehrliche, ausbalancierte und sensible Weise und ohne Pathos, die Trauer so zu dosieren, dass sie einem beim Lesen zwar ans Herz greift, indes in ihrer Schwermut zu keinem Zeitpunkt niederdrückt. Dafür sorgt zudem, dass Themen wie Verlust, Sehnsucht, Ängste, Freundschaft und vor allem Liebe und Familie, so klein sie auch sein möge, in einen Rahmen aus erquicklichem Humor gebettet sind, die Ereignisse stimmungsvoll, beschwingt und wendungsreich erzählt werden.

Der Roman lebt primär von seiner bis hin zu den Nebendarstellern bunten Mischung aus unglaublich originellen Figuren. Dannys Kollege Ivan, der mehr als ein Kumpel ist, Wills bester Freund Mo, Tänzerin Krystal, Lehrer Coleman, Tim und die anderen Straßenkünstler, ja zwielichtige Gestalten sorgen außerdem für Turbulenz, Unterstützung und Vielfalt der Emotionen, auch in ausweglos scheinenden Situationen.

James Gould-Bourn debütiert mit einer herzenswarmen Geschichte von Vater und Sohn, die einander brauchen und unter unwahrscheinlichsten Umständen wieder zueinanderfinden. „Pandatage hebt die Stimmung und beglückt. Ich habe mit einem guten Gefühl Abschied von den beiden genommen.«
  14      0        – geschrieben von Svanvithe
 
Kommentar vom 2. August 2020 um 2:51 Uhr (Schulnote 2):
» Berührend mit viel Humor und Tiefgang

Danny hat eine ganz besondere Pechsträhne: Seit seine Frau vor einem Jahr bei einem Unfall starb, ist sein Sohn Will verstummt. Nun verliert er noch seinen Job, und sein Vermieter pocht darauf, die Miete von ihm zu bekommen. Danny kauft sich ein Pandakostüm und versucht sich als Straßenkünstler – dumm nur, dass er eigentlich nicht tanzen kann… Positiv ist allerdings, dass Will mit dem Mann im Pandakostüm zu sprechen beginnt, ohne zu ahnen, dass sein Vater darin steckt.

Danny hat eine riesige Ansammlung von Problemen, angefangen bei der Arbeitslosigkeit und den mangelnden Geldeinnahmen bis hin zur Sehnsucht nach seiner geliebten Frau und dem beharrlichen Schweigen seines Sohnes. Wie die beiden sich wieder näher kommen, wie Danny sich ein neues Leben aufbaut, das ist einerseits lustig geschildert, aber auch spannend und herzerwärmend. Es scheint nicht mehr tiefer abwärts zu gehen für Danny, und schließlich ist er sich für nichts zu gut. Bei all dem schimmert die Liebe zu seinem Sohn durch, die er allerdings erst selbst wieder entdecken muss, ist sie doch unter seiner Trauer um seine Frau begraben worden. Einzigartig sind die Helden dieser Geschichte, sei es die Poletänzerin Krystall, Dannys Bauarbeiterkollege Ivan oder die Straßenkünstler, die er ab sofort täglich trifft.

Dem Autor James Gould-Bourn ist eine berührende Geschichte mit viel Humor und Tiefgang gelungen, die ich gerne weiter empfehle. Ich vergebe überzeugte 4 von 5 Sternen.«
  8      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 1. August 2020 um 23:53 Uhr:
» Herzerwärmende, lustige Geschichte

Inhalt & Handlung:
Danny Maloony hat es wahrlich nicht leicht im Leben: Nach dem Unfalltod seiner Frau ist er alleinerziehender Vater des kleinen Wills, der Junge war Augenzeuge des Autounfalls seiner Mutter und spricht seither nicht mehr. Danny bekommt mit, dass Will, in der Schule gemobbt wird, er kann ihm jedoch nicht helfen, da der Junge nicht mit ihm kommuniziert! Das Geld ist bei den beiden knapp, viele unbezahlte Rechnungen zeugen von ihrer prekären finanziellen Situation. Als Danny auch noch seinen Job verliert, und er keine neue Arbeitsstelle finden kann, muss er zwangsläufig kreativ werden, um zumindest seine Miete, mit der er massiv im Rückstand ist, bezahlen zu können: Von seinem letzten Geld kauft er sich ein Pandakostüm, um damit als Straßenkünstler sein Geld zu verdienen. Seine ersten Auftritte als Panda sind jedoch vor allem eins: mega-peinlich. Glücklicherweise bekommt Danny jedoch Schützenhilfe von der Pole-Tänzerin Krystal, die ihm Nachhilfe in Sachen Tanzunterricht gibt. Als er dann auch noch als Panda verkleidet einschreitet, als Danny wiedermal von Schulkollegen schikaniert wird, beginnt sich eine Freundschaft zwischen Will und dem vermeintlich Fremden im Pandakostüm zu entwickeln.

Schreibstil:
Die Geschichte ist flüssig und extrem humorvoll geschrieben, sodass man an vielen Stellen ob der Situationskomik herzlich lachen kann. Aber dieses Buch ist nicht nur lustig, James Gould-Bourn schafft es zusätzlich, den Leser mit seiner Wortwahl unglaublich zu berühren!

Charaktere:
Danny muss man einfach gern haben, er bekommt vom Leben viele dicke Knüppel vor die Füße geworfen, und jedesmal, wenn er am vermeintlichen Tiefpunkt angekommen zu sein scheint, erleidet er einen weiteren Rückschlag. Aber er lässt sich trotzdem nicht entmutigen, behält seine positive Denkweise bei und findet durchaus kreative Lösungen! Zudem kümmert er sich rührend um seinen kleinen Sohn Will, der nach dem Tod seiner Mutter nicht mehr spricht.
Auch Will schließt man sofort in sein Herz, auch er hat sein Herz am rechten Fleck, hält loyal zu seinem besten Freund Mo, auch wenn die beiden dadurch zur willkommenen Zielscheibe von Mobbingangriffe in der Schule werden.

Cover:
Das Cover ist mit seinem türkisen Einband sehr schlicht gehalten, und doch symbolisiert die kleine Illustration über dem Titelbild, auf der ein Panda zusammen mit einem kleinen Jungen aus dem Blickfeld des Lesers hinausspaziert, im Grunde alles, was diese Geschichte ausmacht: Die tiefe Verbundenheit eines Vaters zu seinem Kind!

Autor:
James Gould-Bourn wurde in Manchester geboren und arbeitete einige Zeit für Organisationen zur Beseitigung von Landminen im mittleren Osten und Afrika. Durch einen Kurs über kreatives Schreiben gelangte er zur Schriftstellerei.

Meinung:
Ein toller Roman, der ganz im Stile des Buches „About a Boy“ den Leser unglaublich zu berühren vermag! Auch wenn hier sehr viele Klischees bedient werden, ist es eine angenehm locker zu lesende Geschichte, die vielleicht ein wenig vorhersehbar ist, beim Lesen aber nichtsdestotrotz sehr viel Spass macht! Auch wenn sehr viele wirklich traurige und deprimierende Szenen zu finden sind, ist trotzdem eine unglaubliche Leichtigkeit vorherrschend!

Fazit:
Eine wirklich entzückende und zu Herzen gehende Geschichte, die einen noch dazu sehr zum Lachen bringt!«
  14      0        – geschrieben von Sheena01
Kommentar vom 7. Juli 2020 um 12:40 Uhr:
» Das Cover des Buches hat schon etwas verträumtes. Mir gefällt es echt gut.

Inhalt:
Danny Maloony hat es schwer. Ein Glückspilz war er noch nie, aber seitdem seine Frau vor etwas mehr als einem Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, läuft gar nichts mehr glatt. Sein kleiner Sohn Will hat aufgehört zu sprechen, Danny verliert den Job, und als ihm auch noch sein Vermieter mit Rausschmiss droht, kauft er von seinem letzten Geld ein Pandakostüm, um als Tanzbär Geld zu verdienen. Doch tanzen kann er leider auch nicht ... Ein Panda steht für Frieden und Freundschaft, aber so weit denkt Danny nicht. Das Kostüm ist ein Ladenhüter und billig, deshalb muss es als Verkleidung herhalten. Ein neuer Straßenkünstler ist geboren. Anfangs macht sich Danny vor allen Dingen lächerlich, aber als sich die Pole-Tänzerin Krystal seiner erbarmt und ihm Tanznachhilfe gibt, klingelt die Kasse so leidlich. Als Pandabär verkleidet beobachtet Danny eines Tages, wie sein kleiner Sohn Will von anderen Jungen schikaniert wird, und schreitet ein. Will fasst Vertrauen in den vermeintlich fremden Panda. Und er spricht.

Meine Meinung:
Ein wirklich gefühlvoller Roman über eine Vater-Sohn Beziehung, die von Schwierigkeiten überschattet ist. Allerdings kommt trotz aller Tragik auch der Humor nicht zu kurz.
Gerade die Dialoge mit Dannys Freund Ivan bringen einen immer wieder zum Lachen. Die Szenen um den kleinen Will, der nach dem Tod seiner Mutter so sehr leidet und von anderen Kindern gemobbt wird, treiben einem die Tränen in die Augen.
Die einzelnen Szenen sind sehr detailliert und bildlich beschrieben, so das man sie immer sehr gut vor Augen hat und auch nachvollziehen kann.
Danny hat mich vom ersten Moment an fasziniert. Wie er trotz aller Trauer um seine Frau versucht Normalität ins Leben zu bringen und trotz aller widrigen Umstände den Lebensmut nicht verliert. Ebenso sein Kampf um den kleinen Will, einfach toll.
Insgesamt hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen können.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne.«
  16      0        – geschrieben von dartmaus
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