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Der Turm aus Licht
Verfasser: Astrid Fritz (20)
Verlag: Rowohlt (1552)
VÖ: 19. Mai 2020
Genre: Historischer Roman (4209)
Seiten: 816
Themen: 14. Jahrhundert (155), Freiburg (23), Türme (55)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Der Turm aus Licht« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (2)     Projekt 10     Blogger (1)     Tags (1)     Cover
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Bisweilen ist man ein ganz schöner Banause: Da die meisten Mitarbeiter und Helfer unserer Webseite aus der nördlichen Hälfte Deutschlands stammen, sind die ersten Dinge, die uns zu Freiburg einfallen, die Breisgau-Brasilianer, die Dreisam und jede Menge Studenten, aber nicht das dortige Münster, obwohl das Gebäude offenbar als der »schönste Turm der Christenheit« bezeichnet wird. Über die Erbauung der Stadtpfarrkirche hat Astrid Fritz einen historischen Roman geschrieben, und vier von uns haben den Einstieg in das Buch im Rahmen unseres »Projekts 10« angelesen, in dem wir testen, ob uns die ersten zehn Seiten eines Buchs (bzw. hier das erste Kapitel) dazu motvieren würden, die gesamte Geschichte zu lesen.

Das Buch

Die Autorin hat in der Vergangenheit in Freiburg studiert und gearbeitet, und sie hat schon eine ganze Reihe von Büchern verfasst, die in der Stadt an der Dreisam spielen. Kurzum: Sie weiß, wovon sie schreibt, und vermutlich ist sie daher auch genau die richtige, um ein Buch über das Bauwerk zu verfassen. »Der Turm aus Licht« wurde am 19. Mai im Rowohlt Verlag veröffentlicht, ist satte 816 Seiten lang und kostet vierzehn Euro. Für vier Euro weniger kann man sich die Geschichte auf den E-Reader laden, und eine Hörbuchausgabe gibt es ebenfalls. Diese wurde von Svenja Pages eingelesen und ist nicht weniger als 21:39 Stunden lang.

In ihrem Buch führt Astrid Fritz ihre Leser ins Jahr 1270, in dem ein Baumeister in Freiburg ankommt, um die Leitung der Arbeiten an dem Kirchenbau zu übernehmen. Ob er dieser Aufgabe gewachsen ist, muss sich noch zeigen. Fortan wird eine sechzig Jahre umspannende Geschichte erzählt, in der man die herrschende Klasse, Kaufleute, Kirchenleute, Baumeister und das einfache Volk dabei erleben kann, wie sie alle ihr Leben im Schatten der Bauarbeiten führen, bis die Errichtung des gewaltigen Koloss tatsächlich vollendet werden kann.

Die ersten zehn Seiten

Der Leser wird in dem Buch mit der Ankunft des jungen Baumeisters Gerhard und seiner Helfer in Freiburg empfangen. Man erfährt, dass das Münster sein erstes eigenes Projekt dieser Größenordnung ist, und dass zuvor bereits von anderen an dem Gebäude gearbeitet wurde. Offensichtlich wurde im Laufe der Jahre nicht kontinuierlich nach einem Konzept gebaut, vielmehr wurde im Laufe der vielen Jahre immer nach dem aktuellsten System gearbeitet, so dass das, was bisher errichtet wurde, verschiedene Stile ineinander vereint. Ein Teil soll sogar schon wieder abgerissen werden. Man erfährt ebenso, dass in den letzten Jahren nicht weitergearbeitet wurde. Gerhard rechnet eigentlich mit einem freudigen Empfang und einem anständigen Begrüßungskomitee, tatsächlich reagiert man auf ihn und seine Leute eher verhalten. Selbst ein kurzfristig anberaumter Gerichtstag, bei dem es einem Hühnerdieb an den Kragen gehen soll, scheint mehr Interesse zu wecken. Gerhard lässt sich von diesen Signalen jedoch zunächst nicht beirren und behält seinen Optimismus, hier viel erreichen zu können und dabei kraftvolle Unterstützer zu haben.

Fazit

So richtig fair ist es natürlich nicht, über einen historischen Roman mit mehr als 800 Seiten Länge und einer Erzählspanne von sechs Jahrzehnten schon nach wenigen Seiten ein erstes kleines Zwischenfazit zu ziehen. Denn während man bei Romanen anderer Genres - Thriller zum Beispiel - fast schon voraussetzt, dass diese gleich mit einem Dampfhammer auf den Leser einschlagen und ihm den Willen einprügeln, erfahren zu wollen, wie es weitergeht, ist ein gemächlicher Einstieg bei einem historischen Roman wie diesem praktisch selbstverständlich. Und dennoch kann man hier bereits zwischen den Zeilen erkennen, dass die Autorin intensiv an der Geschichte gefeilt hat und beispielsweise mit filigraner Hand an dem Personengeflecht getüftelt haben dürfte, dem man im Laufe des Buchs begegnen wird. Schon beim ersten Zusammentreffen Gerhards mit den Verantwortlichen der Stadt - zumindest denjenigen, die sich Zeit für ihn nehmen wollten - erkennt man, dass hier jeder ganz eigene Interessen verfolgt und dem Baumeister kein Spaziergang bevorstehen wird. Wir sind gespannt, ob wir den Überblick behalten werden, denn das Personenverzeichnis hat einen massiven Umfang. Und nicht nur die angedeutete personelle Ausgangssituation verspricht interessant zu werden, man erkennt bereits an den erwähten baulichen Details, dass sich hier jemand sorgfältig mit der Materie beschäftigt hat. Sprachlich klingt das Ganze ebenfalls schön »historisch« und trotzdem hervorragend lesbar, so dass sich am Ende des ersten Kapitels unsere Mitarbeiter Birgit Haase, Katrin Felzmann, Stephanie Gruber und Tom Rietzschel gleichsam entschieden haben, das komplette Buch zu lesen. Wir werden also in absehbarer Zeit eine komplette Rezension parat haben.
– geschrieben am 24. Juni 2020
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