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Schritt für Schritt
Verfasser: Daniela Leinweber (1)
Verlag: Eigenverlag (16015) und Leykam (3)
VÖ: 24. Mai 2019
Genre: Reisebuch (496)
Seiten: 332 (Taschenbuch-Version), 422 (Kindle-Version)
Themen: Cornwall (173), England (1176), Wandern (134)
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Vom Wandern zu träumen, wenn man mit 142 kg im Pool liegt, ist eine Sache; diesen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen allerdings eine ganz andere. Dass es dennoch möglich ist, aus einem Couchpotato eine Weitwanderin zu machen, beweist die Autorin und Sozialpädagogin Daniela Leinweber mit ihrem Werk Schritt für Schritt. In Minehead beginnt die Wanderung der Autorin auf dem britischen Fernwanderweg - den gesamten, mit 1.014 Kilometern und 35.031 Höhenmetern bezifferten, South West Coast Path entlang der Küsten von Somerset, Cornwall und Devon. Leinweber schildert ihre 59 Wandertage in einem humorvollen Ton und berichtet von Höhen und Tiefen, körperlichen und mentalen Herausforderungen, Legenden und (halb-)wahren Geschichten, großen Glücksmomenten sowie einzigartigen Begegnungen mit Menschen, Tieren und unvergleichlichen Naturlandschaften.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Daniela Leinweber für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Daniela Leinweber gibt es bei Instagram.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Wir merken, dass es bereits weit nach Mittag ist, und entschließen uns zu einer Pause. Mittlerweile ist es irrsinnig heiß, wir haben erst die Hälfte des Weges geschafft, sind allerdings bereits vier Stunden unterwegs. Das kann ja heiter werden ... Die Pause halten wir lieber recht kurz, denn es liegt noch ein weiter Weg vor uns und wir wollen schließlich noch bei Tageslicht in Lynton ankommen. Es mag aber nicht so richtig weitergehen, die Beine sind müde und der Schweiß, der von meiner Stirn läuft, trägt mehr Wasser als der Sister’s Fountain. Der wenige Wasservorrat, den wir noch haben, ist schon „bacherlwarm“ und der anstrengende Aufstieg oberhalb des Leuchtturms des Foreland Points steht uns noch bevor. Im Moment beglückwünsche ich mich nicht gerade zu der Entscheidung, den SWCP wandern zu wollen, doch das behalte ich lieber für mich. Seit einiger Zeit merke ich nämlich, dass auch mein Mann Peter zu kämpfen hat und nicht gerade vor Begeisterung sprüht. Im Moment ist alles einfach nur mühsam und wir schauen besser nicht auf unsere Durchschnittsgeschwindigkeit, die derzeit wohl kaum über 2 km/h liegt. Runtastic wird mir am Abend erzählen, dass wir es doch auf 2,76 km/h geschafft haben, mein Gefühl der Langsamkeit in diesem Bereich aber absolut richtig war.
     Schritt für Schritt und ohne viel zu sprechen, gehen wir hinab zur Talsohle von Foreland, als plötzlich das Wunder des Tages ganz überraschend an einer Weggabelung wartet. Ein Tisch, zwei Sessel und eine Kühltasche vollgefüllt mit kalten Getränken, Obst und Kuchen. Sogar an Kaffee und Tee wurde gedacht. Dieser Anblick verleiht mir Flügel, ich schwebe förmlich dorthin, schmeiße den Rucksack ins Gras und belege einen der Klappstühle. „Walkers´ Honesty Café – Please give what you can. Thank you.“ ist dort auf einem gelben A4 Schild zu lesen und selten habe ich ein größeres Glücksgefühl verspürt als genau in diesem Augenblick. Wir verspeisen genüsslich sowohl Bananen als auch ein Stück Kuchen und erfreuen uns an den kalten Getränken, als plötzlich ein älteres Ehepaar des Weges kommt. In ihrem Gesicht ist eine Grimmigkeit zu lesen, auf die ich nicht gefasst war, denn eigentlich hätte ich ein strahlendes Lächeln erwartet. Die Frau geht grußlos an uns vorbei, der Mann schaut etwas ratlos. Ich erkläre ihm begeistert das Konzept und tatsächlich entschließt er sich, eine Cola aus der Kühlbox zu nehmen. Dann kramt er 2 Pence hervor und schmeißt es mit den Worten „That’s fair enough“ in die Kühlbox. Mir bleibt fast die Banane im Hals stecken und ich schaue ihm ungläubig nach. 2 Pence entsprechen 2,2 Cent, wie kann man das auch nur annähernd für angemessen erachten? Ich schäme mich für den Mann und kann es immer noch nicht fassen, im Gegensatz dazu entscheiden wir uns, ganze 10 Pfund in die Dose zu geben, denn für uns war diese „Trail Magic“ fast lebensrettend. Trail Magic ist vor allem bei Weitwanderern ein bekannter, wenn auch weit gefasster Begriff. Er bezeichnet kleine Wunder am Weg, von angebotenen Getränken und Speisen bis hin zu Fahrtendiensten oder Übernachtungsmöglichkeiten. Es sind die Dinge, die den Wanderern das Rundherum ein wenig angenehmer machen.
     Nach der Stärkung machen wir uns auf, um die letzte Erhebung zu erobern. Der Turbobooster hält aber leider nicht lange und oben angekommen, sind wir ziemlich erledigt. Zwar sind wir nun dem dichten Wald entkommen und haben einen großartigen Blick über die Klippen des Exmoor Nationalparks, aber richtig genießen können wir es nicht. Ein deutsches Pärchen überholt uns, doch mehr als grüßen ist im Moment nicht möglich. Während wir uns langsam weiterschleppen, machen die beiden, die noch verhältnismäßig entspannt aussehen, eine Gipfelrast. Von weitem können wir erstmals unser heutiges Etappenziel sehen und realisieren, dass wir völlig unbemerkt die Grafschaft Somerset hinter uns gelassen haben und nun bereits in North Devon, einem Distrikt der Grafschaft Devon, angekommen sind. Hier werden wir uns etwas mehr als eine Woche aufhalten und wenn das so weitergeht wie heute, dann werden das irrsinnig anstrengende sieben Tage werden.
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