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Kugelblitz
Verfasser: Cixin Liu (7)
Verlag: Heyne (2835)
VÖ: 11. Mai 2020
Genre: Science Fiction (2328)
Seiten: 544
Themen: Blitze (21), Entdeckung (316), Labor (49), Physik (51), Tod (1058), Wissenschaft (73)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Seit mehr als zwei Jahrzehnten schreibt Cixin Liu Science-Fiction-Romane und ist einer der erfolgreichsten chinesischen Autoren seines Genres. Hierzulande sind seine Bücher erst in den letzten zwei, drei Jahren aufgetaucht. Seine Trisolaris-Trilogie erfreut sich jedoch bereits sehr vieler Fans, unter anderem wurde sie von Nils Bomhoff in Shows von Rocket Beans TV nun schon mehrfach lobend erwähnt. Das chinesische Original von »Kugelblitz« erschien schon im Jahre 2004, in deutscher Sprache veröffentlichte der Heyne Verlag es dann im Mai 2020. Bei Science-Fiction-Literatur hat eine solch verspätete Übersetzung natürlich den Nachteil, dass die thematisierte Technik nicht in jeder Hinsicht dem aktuellsten Stand entspricht, aber darüber lässt sich hinwegsehen. Das 544 Seiten starke Werk ist zum Preis von 14,99 Euro zu bekommen, die digitale Ausgabe ist drei Euro preiswerter. Mark Bremer hat einer 13:42 Stunden langen ungekürzten Hörbuchausgabe seine Stimme geschenkt.

Wir haben die ersten zehn Seiten des Buchs schon vor einigen Tagen im Rahmen unseres »Projektes 10« thematisiert, dennoch wollen wir hier noch einmal kurz den Inhalt erwähnen: Als der kleine Chen mit seinen Eltern (und nur mit diesen) seinen vierzehnten Geburtstag feiert, dringt ein Feuerball in ihr Haus ein, schwebt herum und explodiert dann, woraufhin seine beiden Eltern komplett eingeäschert werden, während der überwiegende Rest des Raumes heil bleibt. Fortan verschreibt sich Chen ganz und gar der Erforschung des Naturphänomens. Daher verlässt er die Provinz, studiert, unternimmt Forschungsreisen und landet schließlich in geheimen Laboren des Militärs. Nach und nach werden dabei einschneidende Entdeckungen gemacht, die Chen allerdings auch vor schwerwiegende Entscheidungen zu seinem Verhalten und seiner Zukunft zwingen.

So viel sei schon mal gesagt: »Kugelblitz« kann mit Cixin Lius Trilogie über die drei Sonnen leider nicht mithalten, und das liegt an vielerlei Aspekten. Eines grundsätzlichen Problems sollte man sich vorab bewusst sein, das jedoch nicht viel mit dem Buch selbst zu tun hat, sondern mit der eigenen Banausenhaftigkeit: Durch die chinesischen Namen ist es lange Zeit wirklich schwierig, den Überblick über die Nebenfiguren zu behalten und ihnen Charakterzüge zuzuordnen. Wie gesagt, das liegt am Leser selbst, daher kann man es dem Buch nicht anlasten. Problematischer wiegt da schon der Fakt, dass es einfach schwierig ist, große Sympathien für wahre Waffennarren zu entwickeln, für die die Entwicklung neuer Tötungsmaschinen eine Herzensangelegenheit ist und die dabei beispielsweise auch nicht davor zurückschrecken, ein Tier nach dem anderen in Asche zu verwandeln. Dass die Gründe für die Vernarrtheit in Waffen auf halber Strecke teilweise, am Ende der Geschichte sogar en detail erläutert werden, ändert daran wenig, denn einerseits rechtfertigt es das charakterliche Ergebnis nicht, zum anderen hat man bis dahin eben schon viele Stunden beim Waffenbauen zugeschaut. Der problematischste Aspekt dürfte indessen in der Natur von Kugelblitzen liegen: Da diese ein unbestätigtes Phänomen sind, gibt es per se eine wissenschaftliche Erklärungsnot, und ab einem bestimmten Punkt in dem Buch - personell markiert durch das Auftauchen eines Professors der Philosophie - dreht das Buch von Science Fiction derart in den Fantasy-Bereich hinein, dass es wie ein eigentümlicher Bruch wirkt. Zumindest erweckte der Verlauf der Geschichte aus unserer wissenschaftlich unbedarften Sicht diesen Eindruck - womöglich hat das, was dann über Quantenzustände, die Rolle von Beobachtern & Co. eingestreut wird, tatsächlich einen wissenschaftlichen Kern, doch dann wäre dieser so abstrakt, dass er vollkommen unrealistisch daherkommt. Ein schlechtes Buch ist »Kugelblitz« trotzdem nicht, denn abseits der ganzen Blitzforschung werden hier viele philosophische Fragen erörtert und auch in die Seele von (zumindest zwei) äußerst ungewöhnlichen Protagonisten geblickt, was das Ganze durchaus interessant macht. Am Ende bleibt man mit eher gemischten Gefühlen zurück.
– geschrieben am 24. Juni 2020 (2.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz