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Die Lilienbraut
Verfasser: Teresa Simon (5)
Verlag: Heyne (2813)
VÖ: 11. Mai 2020
Genre: Frauenliteratur (1275)
Seiten: 496 (Taschenbuch-Version), 497 (Kindle-Version)
Themen: Begegnungen (2595), Duft (33), Köln (265), Trennung (874), Vierziger Jahre (192), Zweiter Weltkrieg (454)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Mai 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (2)     Projekt 10     Blogger (1)     Tags (1)
PROJEKT 10
Zur Erklärung: Bei unserem »Projekt 10« lesen mehrere Mitarbeiter oder Unterstützer unserer Seite gemeinsam die ersten zehn Seiten eines Buchs und entscheiden anschließend, ob sie das Buch anhand dieser zehn Seiten weiterlesen würden. Die hier geäußerten Meinungen sind kein Urteil über das gesamte Buch, und natürlich sollte immer auch bedacht werden, dass es ganz andere Maßstäbe als die ersten Seiten gibt, insbesondere weil es viele Bücher gezielt ganz ruhig angehen und »nach hinten raus« immer besser werden, anstatt gleich voll aufzudrehen.
 
Willkommen zu einem Testlauf: In unserem »Projekt 10« lesen einige Mitarbeiter und Helfer unserer Webseite gleichzeitig die ersten (etwa) zehn Seiten eines Buches und entscheiden dann, ob sie allein anhand des Einstiegs schon motiviert wären, sich das gesamte Buch durchzulesen. Natürlich ist uns bewusst, dass die ersten zehn Seiten nur bedingt etwas über die Qualität eines Romans aussagen und es verflixt viele Bücher gibt, die ganz gezielt darauf ausgelegt sind, erst einmal langsam und gemächlich anzurollen und den Leser im fortschreitendem Verlauf immer stärker »einzufangen«, so dass man das »Projekt 10« als nicht ganz ernstzunehmendes Spaßexperiment ansehen sollte. Hier geht es im Grunde genommen darum, die Situation zu simulieren, dass jemand unvoreingenommen im Buchladen ein wenig in einen Roman hineinschnuppert und nach ein paar Minuten entscheidet, ob er sich das Buch kauft oder nicht. Welche Zukunft das »Projekt 10« haben wird, entscheiden wir, nachdem wir uns nach ein paar Ausgaben die Resonanz anschauen.

Das Buch

Loslegen wollen wir mit dem Roman »Die Lilienbraut«, der vor wenigen Tagen im Heyne Verlag erschienen ist und von Teresa Simon verfasst wurde. Die vier vorausgegangenen Romane der Autorin konnten sich allesamt in unseren hauseigenen Besucher- und Bloggercharts positionieren, so dass die Erwartungshaltung an das Buch durchaus eine große ist. Das 497 Seiten starke Werk kann man (sowohl digital als auch als Print) zum Preis von 9,99 Euro bekommen, zudem gibt es eine von Christiane Marx eingelesene ungekürzte Hörbuchausgabe mit einer Laufzeit von 12:22 Stunden.

Der Roman entführt seine Leser in die Welt der Düfte: Im Köln der dreißiger Jahre nimmt Protagonistin Nellie eine Stelle beim berühmten Unternehmen 4711 an und erkennt dort, welches große Gespür sie für Düfte hat. Obendrein verliebt sie sich aussichtslos in einen Mann, der für sie nicht erreichbar ist. Im Köln der Jetztzeit möchte eine Frau namens Liv indessen ein Parfüm entwickeln und sucht deshalb nach alten Rezepturen, wodurch sie auf Nellies Namen und auf ein Tagebuch stößt.

Die ersten zehn Seiten

Das Buch beginnt mit einem Brief, den eine ungenannte Frau im Jahre 1945 an ihr ebenso unbekanntes Kind schrieb. Auffälligerweise wurde der Schreibort des Briefes in der Hörbuchausgabe nach Maastricht verortet, während das gute Stück in der Leseprobe in Köln verfasst wurde. Womöglich eine von mehreren nachträglichen Änderungen, denn wenn man die Webseiten der großen Online-Buchshops mit dem Google-Archiver anschaut, stößt man darauf, dass auch Protagonistin Liv zunächst offenbar einen anderen Namen hatte. Die Erwähnung von Maastricht im Brief spoilert, dass es vermutlich einen familiären Zusammenhang zwischen Liv und der Briefschreiberin gibt, da sie in einem Duftseminar erwähnt, dass sie dort aufwuchs. Jenes Seminar nimmt den Rest der von uns gemeinsam gelesenen Seiten ein.

Fazit

Vier Unterstützerinnen unserer Webseite haben sich den Einstieg in das Buch zu Gemüte geführt, und drei würden erwägen, den Roman weiterzulesen. Dabei ist es vor allem der Prolog, der unserer Meinung nach Spannung aufbaut und Vorfreude schafft. Unsere Helferin Nele Wageringel lobte insbesondere die Fülle an Andeutungen, die darin in nur wenigen Sätzen gemacht werden: Da ist von einem im Krieg gefallenen Kindsvater die Rede, von einem Mann, der statt ihm die Vaterrolle spielt, es wird ein Neustart an einem anderen Ort angedeutet, womit sich die Frage stellt, weshalb dieser nötig war, ebenso der gewechselte Familienname. Nicht zuletzt lassen das Offenlassen des Namens der Schreiberin des Briefs und des Namens des Adressaten (oder der Adressatin) aufhorchen. Kurzum: Hier steckt gleich eine Unmenge an interessanten Fragen drin, die auf eine Antwort warten.

Der Wechsel ins Hier und Jetzt verspricht zum einen natürlich, dass eine Ausgangsposition geschaffen wird, von der aus nach und nach Informationen aus der Vergangenheit »ermittelt« werden, was ein in unzähligen Büchern erprobtes und fast immer sehr gut funktionierendes Konzept ist. Das sich anbahnende Duftseminar nimmt die Luft nach dem Prolog allerdings zunächst erst einmal gehörig raus, denn gegenüber einem offenbar sehr bewegten Leben in Zeiten des Zweiten Weltkrieges ist eine Art professionelles Damenkränzchen (mit Beteiligung eines Mannes), in dem über Gerüche philosophiert wird, schon ein recht seichtes Thema. Unsere Helferin Pauline Noack hegt deshalb den Verdacht, dass das Buch anhand der ersten zehn Seiten nichts für sie sein dürfte: Dass man sich hier über Schlamm- und Heublütenaromen Gedanken macht und die Zahl der Zellen pro Riechkolben nach Geschlechtern vergleicht, deutet zwar an, dass hier gut recherchiert wurde, dass es hier aber womöglich in eine Richtung und in einen Detailbereich geht, für die bzw. für den man schon ein ausgeprägtes Spezialinteresse für Parfums & Co. haben sollte.

Schlussendlich sind Stephanie Gruber, Nele Wageringel und Birgit Haase zu dem Schluss gekommen, das Buch auf ihre Leseliste zu setzen. Bei Amazon hat das Buch nach 23 Bewertungen einen Durchschnitt von 4,8 von fünf möglichen Punkten, was dafür spricht, dass ihnen ein unterhaltsames Leseerlebnis bevorsteht.
– geschrieben am 21. Mai 2020
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