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Das Kind in mir will achtsam morden
Verfasser: Karsten Dusse (2)
Verlag: Heyne (2931)
VÖ: 11. Mai 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (3142)
Seiten: 480
Themen: Achtsamkeit (51), Mafia (610), Mord (6099), Therapeuten (131)
Charts: Einstieg am 19. Mai 2020
Höchste Platzierung (2) am 22. Mai 2020
Zuletzt dabei am 2. Juli 2020
Erfolge: 35 × Spiegel Taschenbuch Top 20 (Max: 1)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,30 (94%)
auf Basis von elf Bloggern
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17mal in den Tagescharts platziert
BENUTZER-SCHULNOTE
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Errechnet auf Basis von 1001 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Das Kind in mir will achtsam morden« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Leserkanonen-Einblick     Blogger (13)     Tags (10)
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Vor einigen Wochen besprachen wir hier an dieser Stelle Karsten Dusses Bestseller »Achtsam morden«, der lange Zeit an unserem Team vorbeigegangen war, obwohl er anderthalb Jahre lang die Bestsellerlisten unsicher machte. Die Verspätung war vor allem der Tatsache geschuldet, dass sich der Erfolg außergewöhnlich langsam eingeschlichen hatte. Als das Buch nagelneu war, fiel es uns deshalb nicht auf. Und als das Buch die Spitzenplatzierungen der Spiegel-Bestsellerliste erreichte, war es schon fast ein Jahr alt, und der Nachfolger stand schon in den Startlöchern. Während der erste Roman nach wie vor weg geht wie warme Semmeln, hat sich der zweite Band schon vor geraumer Zeit von den allervordersten Rängen der Verkaufscharts verabschiedet, hält sich aber dennoch ganz ordentlich.

»Das Kind in mir will achtsam morden« wurde am 11. Mai im Heyne Verlag herausgegeben und hat einen Umfang von 480 Seiten. Das Werk kostet im Taschenbuch-Format 10,99 Euro, als E-Book ist es einen Euro günstiger. Zudem gibt es eine 8:40 Stunden lange Hörbuchausgabe, die im Gegensatz zum ersten Band nicht von Schauspieler Matthias Matschke, sondern von Autor Karsten Dusse selbst eingelesen wurde.

Björn Diemel, der ein Buch zuvor auf Drängen seiner Frau zunächst einen Achtsamkeitskurs besucht hatte, um seine Ehe zu retten, die gewonnenen Erkenntnisse jedoch dazu nutzte, um sich vom Posten eines gangsterverteidigenden Anwalts selbst zum Obergangster zu mausern, steht auch im Mittelpunkt des zweiten Bandes. Zum einen erlebt man ihn dabei, wie er einen weiteren Achtsamkeitskurs belegt und von seinem Lehrmeister erfährt, was es mit dem inneren Kind auf sich hat und welche Konsequenzen dessen Erlebnisse für sein heutiges Empfinden haben. Zum anderen erlebt man ihn beim Führen der beiden Mafiaorganisationen, denen er inzwischen vorsteht, und diese werden mit den üblichen Mafiaproblemen konfrontiert: Gewaltsames Festhalten von Menschen, Erpressung, Mord, Brandstiftung und Fruchtquetschis als Klimakiller.

Die Sache ist die: An sich macht das zweite Buch genau dort weiter, wo das erste angefangen hat. Stilistisch hat sich nichts geändert, und die Art und Weise, in der die »Achtsamkeitstipps« auf absurde Weise in den Mafiaalltag eingeflochten werden, entspricht genau dem Modus des ersten Buchs. Auch die humoristische Note ist exakt die gleiche, die schon »Achtsam morden« zu einem solch großen Erfolg hat werden lassen. Dennoch hinterlässt dieses Buch keinen solch guten Eindruck wie der erste Band. Der erste Grund dafür ist recht simpel: Wenn erst wenige Wochen vergangen sind, seitdem man Buch Eins gelesen hat, dann wirkt die humoristische Deckungsgleichheit wie eine Überdosis - der Spaß an der Sache erschöpft sich. Das wäre soweit noch kein großes Problem, man kann sich ja nach dem ersten Buch ein wenig mehr Zeit lassen, ehe man mit dem zweiten fortführt. Der andere Grund ist etwas komplizierter. Die Sache ist ja die: An sich verkörpert Björn Diemel in vielerlei Hinsicht alles Schlechte, was man sich vorstellen kann, denn immerhin geht er über Leichen und beugt Recht und Ordnung, wo es nur geht. Dass man als Leser trotzdem gewisse Sympathien für ihn entwickeln konnte, lag an der Kombination der Tatsache, dass er - zum Beispiel in Bezug auf seine Tochter - ein paar nette Seiten hat, zum anderen waren seine Taten derart überzeichnet, dass sie zu abstrakt waren, um wie »wahre Verbrechen« rüberzukommen. Das ist im zweiten Band nicht anders, es dringt jedoch immer wieder ein seltsamer Unterton durch, der den Eindruck vermittelt, der Autor würde seinem Protagonisten und dessen rechter Hand Sascha rückständige gesellschaftliche Ansichten in den Mund legen, um sie dem Leser als »die richtigen« zu verkaufen, insbesondere indem er vernünftige gesellschaftliche Entwicklungen stark ins Lächerliche zieht. Möglicherweise meint Dusse genau das Umgekehrte, schließlich legt er die Ansichten keinen guten Menschen, sondern Verbrechern in den Mund, doch da sie weit weniger überzeichnet rüberkommen als die ganzen Gewalttaten, liest sich das Ganze doch sehr stark nach abgeschmacktem Boomer-Humor, der diejenigen Leser zum Kichern bringen soll, an denen in den vergangenen ein, zwei Jahrzehnten die Wirklichkeit vorbeigezogen ist. Wie gesagt: Es kann genau gegenteilig gemeint sein, dann aber wurde es nicht deutlich genug herausgearbeitet. Das Buch ist dennoch im Großen und Ganzen in Ordnung, man stolpert nur wiederholt über diese Stirnrunzel-Momente.
– geschrieben am 2. Januar 2021 (3/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz