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13 tolle Tage
Verfasser: Andra Bergan (2)
Verlag: epubli (1151)
VÖ: 18. April 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (2888)
Seiten: 307
Themen: Eifersucht (377), Erpressung (267), Familien (1135), Feiertage (2), Intrigen (1144), Österreich (278), Seitensprung (227), Silvester (87), Weihnachten (1540), Winter (382)
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Winterfeiertage - Zeit für Intrigen, beste Feindinnen, Fremdgeher und Überraschungen.

Die Heinrichs sind eine ganz normale Familie und freuen sich, dass ihre Älteste über die Feiertage heimkommt. Was als idyllische Festtage geplant ist, wird schon bei ihrer Ankunft auf den Kopf gestellt und ein Ereignis jagt das nächste...
Wird die Familie die unruhige Zeit überstehen oder kommt es zum großen Knall an Silvester?
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Andra Bergan für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Ein lautes Pfeifen kündigt die ankommende Bahn an, die mit quietschenden Bremsen schließlich zum Stillstand kommt. ‚Mein Einsatz‘, denkt sich Julia und geht, bei der Schnauze des Zuges beginnend, langsam den Bahnsteig herab, vorbei an den einzelnen Waggons, in die sie einen kurzen Blick wirft. Am hinteren Ende des Zuges wird sie schließlich fündig, entdeckt ihre gerade aussteigende Schwester und grinst breit. Marlene! Mit wahrem Indianergeheul läuft Julia auf ihre Schwester zu und noch ehe die richtig begreifen kann was vorgeht, hängt ihr die kleine Schwester bereits frohlockend am Hals und umarmt sie stürmisch.
     „Huh... was?“, stößt Marlene verblüfft aus.
     Erst nach einer Weile lässt Julia von Marlene ab, tritt einen Schritt zurück und nimmt ihre große Schwester in Augenschein.
     Gut sieht Marlene auch heute aus. Das blond gelockte, schulterlange Haar trägt sie offen, hat dazu ein perfektes Make-up aufgelegt, das helle Blau ihrer Augen damit perfekt in Szene setzend. Perfekter Lippenstift, farblich passend zu ihrem perfekten Outfit abgestimmt, das von einer weitschwingenden Jacke mit perfektem, jedoch unechtem Persianerkragen perfekt vervollständigt wird. Perfekt... wie immer halt, denn nur so kennt Julia ihre Schwester.
     „Schau an, mein ganz persönliches kleines Ekel von Schwester“, gibt Marlene grinsend von sich. „Und sogar mit Blumen für mich. Das ist aber lieb von dir. Sag, wie geht’s dir, wieso holst du mich ab?“
     Marlene hat sich recht schnell von der überfallartigen Begrüßung erholt, lächelt ihre kleine Schwester freudig an und nimmt auch die Blumen entgegen, die Julia ihr strahlend entgegenhält. Sie liebt Rosen, schätzt die kleine Aufmerksamkeit von Julia, die in ihrer Freude über das Wiedersehen mit ihrer Schwester den kleinen Rosenbund fast geknickt hätte.
     „Ich habe den Wecker von Mam und Paps ausgestellt“, berichtet Julia kichernd. „Und wie es mir geht? Na jetzt wo du da bist, geht's mir gleich viel besser, großes Ekel. Erzähl‘s ja nicht weiter“, beugt Julia sich kurzfristig ans Ohr von Marlene, „..., aber ich habe dich wirklich vermisst“, gesteht Julia offen und grinst Marlene an. „Keiner, der mich angemotzt hat, niemand, der seine Musik durchs Haus dröhnen lässt und das Badezimmer war auch immer frei. War schon irgendwie langweilig, so ganz ohne dich. Aber sag, warum bist du eigentlich nach Hause gekommen? Hat es dir bei unserer geliebten Tante Etepetete etwa nicht gefallen?“
     Julia quatscht Marlene ohne Punkt und Komma zu, bleibt erwartungsvoll ihr gegenüberstehen und wippt vielsagend mit ihren Augenbrauen, bei der Erwähnung der Tante. Wissend vor sich hin grinsend stehen die beiden Mädchen voreinander und tauschen sich wie alte Freundinnen aus.
     „Tantchen? Oh, na sicher hätte ich es bei ihr ausgehalten, wie könnte ich auch nicht!“
     Gekünstelt richtet sich Marlene zu voller Größe auf, spreizt den kleinen Finger ab und verzieht ihre Lippen zu einem angedeuteten Kussmund. Dabei piepst sie in den höchsten Tönen.
     „Wollen wir vielleicht noch einen Tee miteinander nehmen? Oh Prinz, komm doch mal zu mir, mein Schätzchen“, imitiert sie übertrieben hochgestochen ihre Tante, die in Salzburg mit ihrem Königspudel „Prinz“ lebt.
     Tante Mila ist wahrhaftig ein Paradebeispiel an gelebter Eleganz, übertreibt es bisweilen jedoch mächtig, was beide Mädchen nur zu gut aus eigener Erfahrung wissen. Julia prustet ihr Lachen heraus und Marlene muss zwangsläufig mit einfallen.
     „Nee, also irgendwie bin ich wohl noch nicht verstaubt genug, um dieses Gehabe über die gesamte Weihnachtszeit ertragen zu können“, gibt Marlene zu und es ist an ihr, ihre Schwester herzlich in die Arme zu ziehen. „Komm her, kleines Ekel. Ist ja doch irgendwie schön, dich wieder zu haben, du Temperamentsbolzen.“
     Wieder liegen sich die beiden Mädchen, teils lachend, teils mit glänzenden Augen in den Armen, als jemand Marlene von hinten auf die Schulter tippt.
     „‘tschuldigung. Ich störe äußerst ungern, aber hat hier jemand ein Taxi gesehen und einen Gepäckträger am besten gleich mit dazu?“
     Marlene löst sich aus der Umarmung mit ihrer Schwester, blickt sich um und ein bezauberndes Lächeln breitet sich auf ihrem perfekt bemalten Mund aus, ehe sie dem Störenfried in die Arme fällt, der mit einer ansehnlichen Ladung Gepäck wie aus dem Nichts hinter Marlene aufgetaucht ist. Überschwänglich küsst sie ihn mitten auf den Mund, vor Julias Augen.
     „Äääh...“
     Verdattert verfolgt Julia die Szene und muss dabei aufpassen, dass ihr vor Erstaunen nicht der Mund offensteht.
     „Ach Mark, dich hätte ich beinahe vergessen!“, flötet Marlene mit einem kecken Lächeln.
     Sie ist ganz in ihrem Element, steht im Mittelpunkt und umfasst besitzergreifend die Hand des jungen Mannes an ihrer Seite, ehe sie sich wieder ihrer verblüfft dreinschauenden Schwester zuwendet.
     „Julia, ...das ist Mark“, stellt sie den Geküssten vor und knickst übertrieben vor Begeisterung. „Wir haben uns in Salzburg kennengelernt und ich habe beschlossen, dass er über die Feiertage bei uns wohnt.“
     Irritiert blickt Julia zwischen Marlene und dem jungen Mann hin und her und stößt einen ungläubigen Laut des Erstaunens aus. Da sie keine Ahnung hat, dass Marlene den Besuch bei ihrer Mutter angekündigt hat, hält sie es für eine spontane Idee ihrer manchmal ein wenig überdrehten Schwester.
     Kritisch beäugt Julia die neueste Errungenschaft von Marlene, die diesmal erstaunlich guten Geschmack bewiesen hat, bei der Wahl ihres Verehrers. Er muss altersmäßig irgendwo in den 20ern angesiedelt sein, überragt Marlene um fast eine Kopflänge. Sein dunkelbraunes Haar, das fast modelmäßig gut geschnitten ist, trägt er lässig und fluffig nach hinten gestrichen. Erfrischend anders wirkt sein längerer Haarschnitt, entgegen den kurzgeschorenen Jungs, die Julia - für ihren Geschmack - mittlerweile viel zu häufig sieht und wodurch schlussendlich einer dem anderen ähnelt, als hätten sie alle gemeinsam unter der gleichen Schermaschine campiert.
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