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13 tolle Tage
Verfasser: Andra Bergan (2)
Verlag: epubli (1151)
VÖ: 18. April 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (2888)
Seiten: 307
Themen: Eifersucht (377), Erpressung (267), Familien (1135), Feiertage (2), Intrigen (1144), Österreich (278), Seitensprung (227), Silvester (87), Weihnachten (1540), Winter (382)
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Winterfeiertage - Zeit für Intrigen, beste Feindinnen, Fremdgeher und Überraschungen.

Die Heinrichs sind eine ganz normale Familie und freuen sich, dass ihre Älteste über die Feiertage heimkommt. Was als idyllische Festtage geplant ist, wird schon bei ihrer Ankunft auf den Kopf gestellt und ein Ereignis jagt das nächste...
Wird die Familie die unruhige Zeit überstehen oder kommt es zum großen Knall an Silvester?
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Andra Bergan für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Julia schlägt den oberen Teil ihrer Bettdecke schwungvoll zurück. Ein erneuter Blick auf den Wecker, der verkündet, dass seit ihrem letzten Blick auf die Uhr erst eine Viertelstunde verstrichen ist. An Schlaf ist nicht mehr zu denken, daher strampelt Julia beherzt die gesamte Bettdecke zu Boden und schlägt ihre Beine über den Rand ihres Futonbetts. Mit beiden Händen wuschelt sie sich durch ihre eh schon über Nacht zerzausten Haare. Sie wird den frühen Morgen nutzen und ihre Schwester abholen. Doch zuvor...
     Ihren bequemen, überweiten Schlabberpulli über den Kopf ziehend, schleicht sie barfuß und leise ins Schlafzimmer ihrer Eltern im Erdgeschoss. Der kleine Punkt auf dem Wecker am Nachttisch ihres Vaters verrät, dass der Alarm eingestellt ist. Wie ein kleiner Kobold schleicht Julia auf Zehenspitzen durch das Zimmer, hin zum Nachttisch, deaktiviert den eingestellten Alarm und grinst. So weit, so gut. Ihre Eltern können heute beide ausschlafen; unverhofft, denn Julia wird in die Stadt und zum Bahnhof fahren, dafür hat sie schließlich ihren Führerschein.
     Die Schlafzimmertür ihrer Eltern wieder leise hinter sich zuziehend, begibt sie sich zurück ins Badezimmer des ersten Stocks. Eine erfrischende Dusche später, die Zähne ordentlich geschrubbt, kehrt sie zurück in ihr Zimmer, um sich anzuziehen. Ein wenig ratlos steht sie vor ihrem geöffneten Kleiderschrank, einen prüfenden Blick aus dem nahen Fenster nach draußen werfend. Schulterzuckend entscheidet sie sich für ihren weißen Lieblings-Cashmere-Pullover, dazu eine schlichte, schwarze Jeans und ein paar längere Baumwollsocken. Die Kleiderschranktüren wieder zuklappend, wirft sie nach dem Anziehen einen prüfenden Blick in den an der Schranktür angebrachten Spiegel, dreht sich selbstkritisch auf die Seiten. Ach naja, nicht gerade Modelmaße, doch mehr als passabel. Ihr zufriedener Blick verrät, dass sie mit ihrer Figur nicht unglücklich ist. Julia weiß, dass sie kein typisches Mädchen ihres Alters ist, sich über Diäten unterhält, die neuste Mode betratscht oder sich über ihren angeblich zu ausladenden Hintern beklagt. Weiß Gott, für sie gibt es wahrhaft gravierendere Dinge, über die man sich Gedanken machen kann oder sollte und das äußert sie stets offen, wenn innerhalb ihres Freundeskreises die von ihr ungeliebten Themen aufkommen, die so gar nicht ihr Interesse wecken, sie eher langweilen.
     Noch einmal betritt sie das Badezimmer, legt vor dem großzügigen Spiegel über dem Waschbecken Wimperntusche und einen zarten Lippenstift auf. Auch in der Hinsicht sind die Geschwister unterschiedlich. Marlene sieht man nie ohne perfektes Make-up. Nicht im Haus und schon gar nicht außerhalb.
     Unten im Flur ihre schwarzen, kniehohen Winterstiefel anziehend, schnappt Julia sich ihre weiße Daunenjacke von der Garderobe, den Autoschlüssel ihrer Mutter vom Schlüsselhaken im Flur und zieht leise die Haustür hinter sich ins Schloss. Sie steuert den Carport neben dem Haus an, nimmt den Kleinwagen ihrer Mutter und macht sich auf den Weg, um ihre Schwester vom Bahnhof abzuholen.

Die Straßen sind bereits freigeräumt, das Wohngebiet hingegen mit einer flauschig aussehenden Schneedecke überzogen. Sonntägliche Ruhe herrscht vor, während Julia den Wagen in Richtung Stadt, zum Bahnhof lenkt.
     ‚Nur kein Ticket kassieren‘, ermahnt sie sich, als sie in der Kurzparkzone einen Parkplatz findet. Im Grunde genommen ist sie zu früh dran, doch das stört Julia nicht weiter. Der Bäcker am Bahnhof hat bereits geöffnet und schon beim Aussteigen und dem Abschließen des Wagens, kann Julia den köstlichen Geruch frischen Gebäcks tief in die Nase ziehen. ‚Trifft sich gut‘, denkt sie sich, da sie Hunger verspürt und zieht ihr Portemonnaie aus der Jackentasche. Nachdem sie das Parkticket für eine halbe Stunde gelöst und ins Auto gelegt hat, steuert sie direkt auf die Bäckerei zu.
     Ein wenig stickig umschließt Julia die vorherrschende Wärme innerhalb der Bäckerei und weitaus intensiver ist hier der Geruch frischer Backwaren, lässt ihren Magen hörbar aufknurren. Sie muss nicht lange überlegen, welche der angebotenen Köstlichkeiten sie wählt. Ein Buttercroissant oder eine Brezel ist ihre immer gleiche Wahl bei frischem Gebäck. Heute wandert ein Croissant tütenlos über die Theke, wird von Julia direkt entgegengenommen, da sie es sofort vertilgen will. Die frischen Brötchen hingegen, die sie für das spätere Frühstück mit ihrer Familie mitnimmt, lässt sie ordentlich in eine Papiertüte einpacken. Der freundlich lächelnden Verkäuferin einen schönen Tag wünschend, verlässt Julia mampfend die Bäckerei und sucht gleich darauf das kleine Blumengeschäft im Bahnhof auf.
     Wenn schon, denn schon. Es ist zwar nicht die große Liebe zwischen den Schwestern, doch ist es für Julia selbstverständlich, ihrer großen Schwester zur Ankunft ein paar Blumen zu kaufen. Marlene liebt Rosen, daher entscheidet Julia sich für zwei wunderschöne, rote Baccara-Rosen, die sie mit Schleierkraut und Farnblättern aufbinden lässt. In Cellophan lässt sie die Blumen nicht einschlagen, nimmt sie ohne Verpackung entgegen. Ihr Croissant mit den Zähnen haltend, bezahlt Julia die Blumen für Marlene und verlässt den kleinen Laden. Derart vorbereitet, macht Julia sich in Richtung Bahnsteig auf. Ein Blick auf die hoch angebrachte Ankunftstafel samt Uhr gibt Aufschluss darüber, wo und wann der Zug aus Salzburg einlaufen wird und dass er sogar ohne Verspätung ankommt. Noch eine Viertelstunde, die sie sich gedulden muss. Die letzten Bissen ihres Croissants vertilgend, erreicht Julia kurz darauf den richtigen Bahnsteig und läuft gemächlich auf und ab, sich auf diese Weise die Zeit bis zur Ankunft des Zuges vertreibend.
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