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13 tolle Tage
Verfasser: Andra Bergan (2)
Verlag: epubli (1151)
VÖ: 18. April 2020
Genre: Gegenwartsliteratur (2888)
Seiten: 307
Themen: Eifersucht (377), Erpressung (267), Familien (1135), Feiertage (2), Intrigen (1144), Österreich (278), Seitensprung (227), Silvester (87), Weihnachten (1540), Winter (382)
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Winterfeiertage - Zeit für Intrigen, beste Feindinnen, Fremdgeher und Überraschungen.

Die Heinrichs sind eine ganz normale Familie und freuen sich, dass ihre Älteste über die Feiertage heimkommt. Was als idyllische Festtage geplant ist, wird schon bei ihrer Ankunft auf den Kopf gestellt und ein Ereignis jagt das nächste...
Wird die Familie die unruhige Zeit überstehen oder kommt es zum großen Knall an Silvester?
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Andra Bergan für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Unwillkürlich schmunzelt Frau Heinrich. Sie und ihre Schwester sind völlig unterschiedlich im Wesen. Während Frau Heinrich ganz in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter aufgeht, hat ihre Schwester Emilia nie den Wunsch verspürt, Kinder in die Welt zu setzen. Stattdessen hatte sie sich irgendwann ihren ersten Königspudel zugelegt und hält diese Tradition bis heute bei. Ihr Hund ist ein willkommener Kinderersatz für Emilia und das Tier wiederum liebt das exklusive Verwöhnprogramm, das es bei Emilia erfährt. Ihre Schwester hat ihr Leben lang Wert auf Eleganz, Anstand und Benimm gelegt, was sich im Laufe der Jahre ins Extrem gesteigert hat. An dem übertriebenen Verhalten ihrer Tante Mila stoßen sich auch ihre beiden Mädchen. An sich ist Emilia ein liebenswerter Mensch, verurteilt Verfehlungen im Verhalten jedoch aufs Strengste und hält damit auch nicht hinterm Berg. Andererseits weiß Frau Heinrich ihre Große gut versorgt und bestens beschützt, da Emilia ihre beiden Nichten von ganzem Herzen liebt. Während Marlene ihre restliche Urlaubszeit in Salzburg genießt, unter den äußerst wachsamen Augen von Tante Mila, verbringt ihre Kleine die Schulferien bei ihren Eltern.

Julia sitzt in ihrem Zimmer, das lange brünette Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden und müht sich zum x ten Male ab, die Gaben für Weihnachten in Geschenkpapier zu verpacken. So recht will ihr das jedoch nicht von der Hand gehen. Ihre Zungenspitze in den Mundwinkel schiebend, betrachtet sie skeptisch ihre Verpackungskünste. Ihren Kopf zur Seite neigend, seufzt sie auf. Die erste Rolle Geschenkpapier ist schon verbraucht, doch noch immer ist sie mit dem Resultat nicht zufrieden, egal, aus welchem Blickwinkel sie es betrachtet.
     „Es sieht... schei...“ Julia hüstelt, obwohl sie allein in ihrem Zimmer ist und korrigiert sich. „... sieht bescheuert aus. Mir reicht’s echt!“
     Mit diesen Worten reißt sie ihre letzte Verpackungsvariante ab und knüllt das Geschenkpapier zusammen, mit dem nun eh nichts mehr anzufangen ist. Entnervt wirft sie das Papierknäuel in eine Zimmerecke. Ihre Mutter, die im gleichen Moment an ihrer verschlossenen Zimmertür vorbeigeht, vernimmt die Worte und klopft fürsorglich an.
     „Ist alles in Ordnung, Kind?“
     „Ja Mam. Alles klar. Mir fehlt nur... irgendwie... auf irgendeine blöde Art und Weise, die künstlerische Hand meiner Schwester“, informiert Julia ihre Mutter durch die geschlossene Zimmertür hindurch, wo der Schuh bei ihr gerade drückt.
     Beruhigende Worte an ihre Mutter, begleitet hingegen von einem tiefschwer ausgestoßenen Seufzer, der für Frau Heinrich nicht zu überhören ist.
     „Kann ich reinkommen?“, fragt sie daher an, vor der Zimmertür ihrer Tochter im Flur abwartend.
     „Ja“, kommt es von innen, mit einer sofortigen Korrektur der eben erteilten Erlaubnis. „Nein, warte bitte. Augenblick!“
     Rasch räumt Julia die auf dem Boden herumliegenden Geschenke in ihren Kleiderschrank, schlägt die Türen zu und wirft einen kontrollierenden Blick auf das derzeit vorherrschende Chaos in ihrem Zimmer, ehe sie ihrer Mutter die Tür öffnet. Die offensichtliche Unordnung im Zimmer vorläufig negierend, betritt Frau Heinrich das Zimmer ihrer Jüngsten, legt die Wäsche auf dem Bett ab und mustert ihre Tochter.
     „Was ist denn los, Julia? So aufgelöst kenne ich dich gar nicht. Ich dachte, dir und deiner Schwester würde eine Trennung für ein paar Tage ganz guttun und euch beide ruhiger werden lassen. Und nun? Habe ich das richtig verstanden, dass du Marlene vermisst?“
     „Ja Mam, ist ja im Grunde genommen alles richtig. Zuerst habe ich mich ja auch gefreut, Einzelkind bei euch zu sein, aber nun vermisse ich Marlene eben doch. Klingt verrückt, ich weiß, ist aber so.“
     Ein erneuter Seufzer wird von Julia ausgestoßen, tief und mit einem Hauch Traurigkeit versehen und rührt das Herz ihrer Mutter. Tröstend nimmt Frau Heinrich ihre Kleine daher in den Arm.
     Marlene ist Julias ältere Schwester. Ihre beiden Mädchen sind sehr unterschiedlich, was deren Vorlieben und Talente angeht. Julia ist erst vor einigen Monaten volljährig geworden, kleiner im Wuchs, wie ihre Mutter und konservativ ausgerichtet. Im Grunde genommen ist sie ein aufgeschlossenes, jedoch ruhiges Mädchen mit Begeisterung für alles, was mit handwerklichen Dingen zu tun hat und kommt damit nach ihrem Vater. Zugleich ist sie überaus logisch veranlagt und hat stets einen aberwitzigen Spruch parat.
     Ihre Schwester Marlene, 20 Jahre alt, von ebenso großem Wuchs wie ihr Vater, ist extrovertiert und sehr selbstbewusst. Ganz im Gegensatz zu Julia, liegen ihre Talente im Malen, Zeichnen und Modellieren, womit sie nach ihrer Mutter kommt. Oftmals stört sich Marlene an Julias recht eigenem Humor, kann ihm meist nur wenig abgewinnen was unter anderem dazu führt, dass die Mädchen bisweilen aneinandergeraten.
     „Vielleicht hättest du in deinen Weihnachtsferien ebenfalls wegfahren sollen, wäre das gut für dich gewesen und hätte dich zudem vom Schulalltag abgelenkt, hm?“
     Ein wenig Abstand aus der Umarmung ihrer Mutter nehmend, schaut Julia sie nach diesen Worten skeptisch an. Die Lippen schürzend, schüttelt sie so energisch den Kopf, dass ihr langer Pferdeschwanz von einem Ohr zum anderen fliegt.
     „Das kann nicht dein Ernst sein, Mam. Wer bitte feiert denn Weihnachten freiwillig getrennt von seinen Lieben? Das geht gar nicht und könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Weihnachten ist das Fest der Familie, selbst wenn man eine streitlustige Schwester hat“, mault sie auf und fängt sich heute dafür noch nicht einmal mahnende Worte ihrer Mutter ein.
     Unwillkürlich lacht Frau Heinrich auf und drückt ihre Tochter erneut an sich, ehe sie Julia auf eine Armeslänge Abstand zu sich bringt. Zuerst schmunzelnd, breitet sich das Lächeln auf dem Gesicht von Julias Mutter aus, während sie einen allwissenden Ausdruck auf ihr Gesicht legt. Julia kennt diesen Ausdruck nur zu gut und beginnt unruhig vor ihr zu wibbeln.
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