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Zwischenwelt - Das vergessene Massaker
Verfasser: Michael Dullau (13)
Verlag: Stiftungs- und Initiativenverlag (13)
VÖ: 30. April 2020
Genre: Sachbuch (2349)
Seiten: 28
Themen: Massaker (56), Slowakei (3), Soldaten (497)
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Im Dezember 1952 ereignete sich an der tschechoslowakisch-österreichischen Grenze, unweit des österreichischen Ortes Kittsee im Burgenland, das größte bislang bekannte Verbrechen am Eisernen Vorhang.

Innerhalb von nur wenigen Minuten richteten Soldaten der tschechoslowakischen Grenztruppen ein Blutbad an: Sie erschossen zehn Menschen und verwundeten drei weitere schwer. Bis heute wurde keiner der politischen und militärischen Verantwortlichen für diese Tat zur Rechenschaft gezogen.

Anlässlich des Falls des Eisernen Vorhangs in Osteuropa vor 30 Jahren möchte ich mit meiner Novelle »ZWISCHENWELT« an dieses vergessene Massaker aus der frühen Zeit der europäischen Teilung erinnern.

Ergänzt wird die Erzählung durch Erläuterungen zum tschechoslowakischen Grenzregime als Teil des Eisernen Vorhangs sowie Informationen zu den tschechoslowakischen Grenztruppen.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Michael Dullau für die Einsendung dieser Leseprobe!
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Von irgendwoher hörte er ein Zischen, das rasch anschwoll. Er fühlte etwas Kaltes auf seinem Oberkörper. Seine Haut begann zu kribbeln. Dann folgte ein dumpfer Knall, der ihn für den Bruchteil einer Sekunde in die Luft hob.
     »Wir haben ihn! – Wir haben ihn wieder!«, hörte er eine Stimme rufen.
     Dann vernahm er wieder dieses Zischen.
     »Sauerstoff! – Jetzt!«, hörte er die Stimme rufen.
     Etwas Kaltes saugte sich auf seinem Gesicht fest und strömte ihm in Mund und Nase.
     Stille.
     »Herzfrequenz?«
     »Fallend!«
     »Blutdruck?«
     »Fallend!«
     Wie durch Watte hörte er hektisches Hantieren.
     »Wir verlieren ihn wieder!«, rief jemand.
     »Wir müssen intubieren!«, rief ein anderer.
     »Leiten Sie sofort ...«
     Er versuchte den letzten Worten zu folgen, doch es gelang ihm nicht. Die Stimme flog einfach davon. Er wollte die Augen öffnen, aber auch das vermochte er nicht. Etwas fuhr ihm durch die Adern. Ein heftiger Schwindel schüttelte ihn. Dann versagte auch diese Empfindung.

* * *


Als er wieder zu sich kam, fand er sich als Kind in der Küche seines Elternhauses in Pressburg wieder. Es war das Jahr vor dem zweiten großen Krieg. Er war gerade acht Jahre alt geworden.
     Er lehnte an der Kachelwand neben dem alten gemauerten Herd, in dem unaufhörlich Feuer prasselte. Er hielt zwei Lakritzstangen aus dem Krämerladen an der Ecke in der Hand. Vor ihm stand die Mutter und schimpfte.
     »Was hast du dir bloß dabei gedacht, Ondrej?«, rief sie und bekreuzigte sich.
     Seine Mutter war eine tiefgläubige Katholikin.
     »Noch nie hat in unserer Familie jemand etwas gestohlen! – Noch nie!«, rief sie und hob die Hände zum Himmel.
     »Von wem hast du das nur?«
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