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TASCHENBUCH
 
Witte und Fedder ermitteln 6 - Juister Hochzeit
Verfasser: Sina Jorritsma (30)
Verlag: Klarant (640)
VÖ: 8. Mai 2020
Genre: Kriminalroman (7083)
Seiten: 200 (Taschenbuch-Version), 131 (Kindle-Version)
Themen: Hochzeit (1345), Inseln (1589), Kellner (132), Kommissare (1826), Mord (5530), Ostfriesland (509)
Reihe: Witte und Fedder ermitteln (6)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Mai 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Die Vorbereitungen einer Traumhochzeit auf Juist werden überschattet, als die Trauzeugin Mieke Torn brutal erstochen aufgefunden wird. Für die Inselkommissarin Antje Fedder ist der Fall eine persönliche Angelegenheit, denn bei dem Tatort handelt es sich ausgerechnet um die Seemannskneipe ihres Vaters Tjark. Hier jobbte das Mordopfer und wurde noch am Vorabend von einem Gast belästigt. Hat der junge Verehrer die Zurückweisung der attraktiven Kellnerin nicht verkraftet? Doch die Ermittler nehmen auch das reiche Brautpaar ins Visier, zu dem eine einfache Kellnerin so gar nicht zu passen scheint. Außerdem werden Zweifel an der Identität der Toten wach. Wer war Mieke Torn wirklich? Trotz des Todesfalls soll die Hochzeit auf der Ostfriesischen Insel wie geplant stattfinden, doch sie steht unter keinem guten Stern ...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Frau Larf vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Sina Jorritsma gibt es bei Facebook.
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Kapitel 1


Der kräftige Nordwind hatte feinen Juister Sand auf die Leiche geweht. Die Schicht, bestehend aus den winzigen hellen Körnchen, war allerdings nur hauchdünn. Es war, als ob jemand den leblosen Körper der jungen Frau mithilfe einer riesigen Puderzuckerdose über und über bestäubt hätte. Der große Blutfleck unter ihrem Leib war trotzdem nicht zu übersehen.
     »Ich kenne noch nicht mal ihren Nachnamen«, sagte Kommissarin Antje Fedder mit tonloser Stimme. Es ließ die Inselpolizistin mit den langen blonden Haaren niemals kalt, wenn auf »ihrem« Eiland ein Verbrechen geschah. Mord war natürlich ein besonders schweres Delikt. Und selbst ein Polizeischüler im ersten Ausbildungsmonat hätte erkannt, dass es sich bei diesem Todesfall weder um Selbstmord noch um einen tragischen Unfall handeln konnte.
     Das Messer steckte noch im Körper. Mieke hätte sich schon extrem verbiegen müssen, um sich selbst die tödliche Verletzung beizubringen.
     »Mieke hieß Torn mit Nachnamen«, murmelte Tjark Fedder. Er hatte eine seiner großen abgearbeiteten Hände auf die Schulter seiner Tochter gelegt. Normalerweise hätte Antje es sich verbeten, von einem Zeugen oder dem Melder einer Straftat berührt zu werden. Doch Tjark war immerhin ihr Vater, deshalb wäre es ihr seltsam vorgekommen, sich seiner Hand zu entziehen. Außerdem musste sie sich eingestehen, dass seine Nähe ihr in diesem Moment ganz besonders guttat.
     Obwohl Antje den Tod der jungen Frau bedauerte, war sie einfach nur erleichtert darüber, dass ihr Papa noch lebte. Ihr war nämlich gerade bewusst geworden, dass es genauso gut Tjark Fedder hätte treffen können.
     »Also ist es purer Zufall, dass heute nicht du dein Lokal aufgeschlossen hast?«, vergewisserte die Inselpolizistin sich. Ihr Vater ließ sie los und fuhr sich mit beiden Handflächen über sein wettergegerbtes Gesicht.
     »Richtig, mein Schatz. Dr. Weerts hat gesagt, dass er mich wegen meiner Rückenschmerzen heute früh noch einmal gründlich untersuchen will. Also rief ich gestern Abend Mieke an und bat sie, ausnahmsweise die Juister Kajüte aufzuschließen. Und als ich kam, sah ich sie in ihrem Blut liegen. Das ist meine Schuld.«
     »Red dir doch so etwas nicht ein!«, fauchte Antje. Der Satz kam schärfer hervor, als sie es beabsichtigt hatte. Antje war hochgradig gestresst, was bei ihrem Dienst auf der idyllischen Urlaubsinsel eher selten vorkam. Doch es sah ganz danach aus, dass ihr Vater nur durch Zufall mit dem Leben davongekommen war. Dieser Gedanke war für sie beinahe unerträglich.
     »Es scheint sich um einen Raubüberfall zu handeln.«
     Mit diesen Worten meldete sich Kommissar Roland Witte zu Wort. Er kehrte gerade aus der Juister Kajüte zurück, wo er die Gaststube sowie die hinteren Räumlichkeiten durchsucht hatte. Mieke Torn schien vom Täter überrascht worden zu sein, als sie gerade die urige Seemannskneipe aufgeschlossen hatte. Tjark Fedder war jahrzehntelang ein Fahrensmann gewesen, bevor er in Rente ging. Die zahlreichen maritimen Gegenstände, mit denen die Wände des Lokals geschmückt waren, hatte er von seinen Reisen auf allen Weltmeeren mitgebracht.
     »Raubüberfall?«, wiederholte der Wirt stirnrunzelnd. »Wie kommst du darauf, Roland? Ist etwas gestohlen worden?«
     Der dunkelhaarige Inselpolizist schüttelte den Kopf.
     »Nein, aber der Mörder hat in sinnloser Wut deine Registrierkasse zu Boden geworfen. Wahrscheinlich war er sauer, weil er ohne Beute abziehen musste. Du nimmst doch abends die Tageseinnahmen immer mit, oder?«
     »Ja, und das mache ich so, seit ich meine Kneipe eröffnet habe«, brummte Antjes Vater. »Ich lasse die Kasse sogar offen, damit jeder sehen kann, dass es bei mir kein Bargeld zu holen gibt.«
     »Wenn wir in einer Großstadt wären, würde ich auf Beschaffungskriminalität eines Süchtigen tippen«, vermutete Witte. »Aber auf Juist ...«
     Es war nicht nötig, diesen Satz zu beenden. Obwohl Witte noch nicht so lange auf der Insel Dienst tat wie seine blonde Kollegin, wusste er genau, dass es auf Juist keine nennenswerte Drogenszene gab. Antje und Witte kannten einige Kiffer, die aber stets so diskret vorgingen, dass man sie niemals auf frischer Tat ertappte. Gelegentlich fanden die Inselpolizisten mal einen Joint in den Dünen. Aber nach Antjes Meinung beging niemand einen Mord für eine Haschisch-Zigarette, die man in jedem holländischen Koffie Shop fertig gedreht für zwei Euro kaufen konnte. Die Kommissarin versuchte, sich von ihrer Sorge um ihren Vater nicht überwältigen zu lassen. Sie fasste zusammen: »Ich stelle mir vor, dass Mieke von dem Täter überrumpelt wurde, als sie die Juister Kajüte aufschließen wollte. Der Schlüssel steckt noch im Schloss. Die junge Frau bricht sterbend zusammen, während der Mörder hineingeht und nach Geld oder Wertgegenständen sucht. Das kann nicht länger als ein paar Minuten gedauert haben. Aus Frust wirft er die Registrierkasse herunter, wie Roland gerade sagte.«
     Antje stemmte die Fäuste in die Hüften, reckte sich und ließ ihren Blick über die Umgebung schweifen. Die Juister Kajüte verfügte über einen kleinen Außenbereich, der während der Öffnungszeiten hauptsächlich von Rauchern bevölkert wurde. Das Lokal befand sich direkt an der Strandpromenade. Hinter den Dünenkämmen glitzerte das graublaue Wasser der Nordsee, und der Wind wehte das Lachen und Kreischen der Kinder herüber, die sich am nahe gelegenen Strand vergnügten.
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