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Mamma Carlotta 14 - Zugvögel
Verfasser: Gisa Pauly (34)
Verlag: Piper (1753)
VÖ: 4. Mai 2020
Genre: Kriminalroman (7076)
Seiten: 464
Themen: Artisten (15), Cousins (57), Inseln (1589), Leichen (1926), Mord (5522), Sylt (162), Zirkus (108)
Reihe: Mamma Carlotta (14)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats Mai 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Wenn man sich in der Welt einmal umschaut - insbesondere was die krisengeschüttelten vergangenen Wochen angeht -, dann kann man schnell zu dem Schluss kommen, dass es immer weniger Dinge gibt, auf die man sich verlassen kann. Eine Ausnahme bildet dabei die Buchreihe, die Gisa Pauly über ihre »Mamma Carlotta« verfasst, denn seit dem Jahr 2007 wurde kontinuierlich jeweils ein neuer Band per annum hinzugefügt. Inzwischen kann man sogar den Kalender daran ausrichten, denn in den letzten Jahren hat es sich eingespielt, dass die neuen Bände immer Anfang Mai erscheinen. Eine der wenigen anderen Sachen, auf die noch - weitgehend - Verlass ist, ist die Wiederkehr der Zugvögel, und so passt es wie die Faust aufs Auge, dass Gisa Paulys neuer Roman beides vereint. »Zugvögel« ist der inzwischen vierzehnte Band der Reihe, und der Piper Verlag hat ihn im Laufe dieser Woche veröffentlicht. Das Buch hat einen Umfang von 460 Seiten einschließlich eines elfseitigen Rezeptanhangs und kann für elf Euro erworben werden. Die digitale Version hat einen Preis von 9,99 Euro, zudem wird in wenigen Wochen eine von Ursula Berlinghof eingelesene Hörbuchausgabe erscheinen. Die Schauspielerin wird - wenn wir das recht überblickt haben - zum ersten Mal für die Reihe im Einsatz sein.

Die einstige Lehrerin nimmt ihre Leser auch in ihrem neuen Buch wieder einmal mit auf die Insel Sylt. Diese wird von Zugvögeln ebenso besucht wie von Touristen, und nun kommt auch noch ein Zirkus hinzu. In einem der Artisten, die mit von der Partie sind, erkennt Carlotta Capella den Mann wieder, der ihrer Cousine einst das Herz gebrochen hatte. Kurzerhand kommt die emotional erschütterte Violetta selbst auf die Insel, um sich des Strolches anzunehmen. Eine Angelegenheit, die vorerst noch spektakulärer erscheint als der zeitgleich geschehende Mord an einem Filmproduzenten sowie der Fund einer Leiche am Strand. Als es der Täter dann aber auch auf Carlottas Familie abgesehen hat, verschieben sich die Schwerpunkte drastisch.

Bei Cosy-Krimi-Reihen ist der Quereinstieg natürlich immer eine Sache für sich: Da diese Geschichten oft sehr figurenzentriert sind und von dem Ensemble leben, das von Buch zu Buch aufgebaut wird, ist es eigentlich sträflich, nicht ganz vorne einzusteigen, sondern erst später ... ganz zu schweigen von einem vierzehnten Band. Zugegebenermaßen waren wir bis dato noch nicht mit dabei, als die alte Dame mit ihrem italienischen Temperament auf die kühlen Insulaner traf und sich in die Ermittlungen ihres Schwiegersohnes Erik Wolf einmischte. Schlussendlich fiel es uns trotzdem mehr als leicht, uns in der Welt von Mamma Carlotta heimisch zu fühlen, auch wenn uns sicher eine ganze Menge entgangen ist. Die Bewertungen der Vorgänger und der anhaltende Erfolg der Reihe dürften Bestätigung genug sein, um sich allen Bänden zu widmen und nicht nur einem einzelnen herausgegriffenen Teil. Wer trotzdem eine Erleichterung sucht, findet auf der Verlagsseite zur Reihe eine Vorstellung der wichtigsten Charaktere sowie ein paar Kurzgeschichten, mit denen man schon einmal testen kann, wie einem das Ganze stilistisch liegt.

»Zugvögel« erweist sich schlussendlich als ein Buch, das erahnen lässt, warum die Reihe auch nach anderthalb Jahrzehnten immer wieder die Bestsellerlisten stürmt (der vorliegende Band fand sich bereits in der ersten Verkaufwoche bei den Spiegel-Bestsellern ein). Denn hier wurde genau der Mittelweg zwischen Urlaubsstimmung, Gemütlichkeit und der Balance zwischen humorvollem Ton, friedlichen Szenen und der richtigen Prise Kriminalistik gefunden. Hier und dort wird natürlich auch das ein oder andere Klischee gestriffen - selbst auf eine finale Kussszene wurde nicht verzichtet -, doch schießt das Buch in dieser Hinsicht an keiner Stelle über die Stränge, sondern bewegt sich immer in einem guten Rahmen, so dass man hier im wahrsten Sinne des Wortes von einem »Wohlfühlkrimi« sprechen kann. Die Figuren - nicht nur Mamma Carlotta selbst - wissen zu überzeugen, sind konturscharf und hinterlassen einen bleibenden Eindruck, die Story ist kreativ, kommt nie zum Erliegen und macht Spaß. Kurzum: Während Zugvögel oft die Eigenschaft haben, einen Ort nur kurz aufzusuchen und dann von dannen zu ziehen, bekommt man hier einen Roman serviert, der Lust auf mehr macht und der definitiv dafür sorgen kann, dass die ganze Reihe im heimischen Buchregal einen festen Nistplatz findet. Nichtsdestotrotz sollte man es sich zweimal überlegen, ob man wirklich erst an dieser Stelle anfangen möchte, oder ob man das Feld nicht besser gleich vom ersten Band an aufrollt.
– geschrieben am 10. Mai 2020 (4.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz