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TASCHENBUCH
 
Sekunden
Verfasser: Kurt Johanson (1)
Verlag: Eigenverlag (16022)
VÖ: 26. April 2020
Genre: Abenteuerroman (140) und Fantasy (11396)
Seiten: 358 (Taschenbuch-Version), 262 (Kindle-Version)
Themen: Reisen (2010), Road Trip (122), Zeitreisen (536)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
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Erklärung der Bewertungssysteme
Das Buch handelt von Thomas Morsen, der eine besondere Fähigkeit besitzt: Er kann die Zeit zurückdrehen. Allerdings nur, solange er die Luft anhält - es geht also meistens nur um Sekunden, was wohl auch den Buchtitel erklärt. Dieser Morsen ist eigentlich ein ziemlicher Langweiler, doch eines Tages findet er er heraus, dass es offenbar noch mehr Menschen mit seiner Fähigkeit gibt. Er wird neugierug und macht sich auf die Suche und gerät in ein Abenteuer, das ihn um die halbe Welt führt.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kurt Johanson für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kurt Johanson gibt es bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Nach dem überraschenden Zusammentreffen mit Krycek musste Thomas Morsen erst einmal nachdenken. Die Parkkarte schob er in seine Manteltasche und ließ den Mietwagen auf dem Dach des Parkhauses stehen. Jetzt war der Spaziergang wirklich fällig.
     Ehe er sich dessen bewusst war, fand er sich im Getümmel abertausender Touristen wieder, die ihn mit sich am Moldauufer entlang und auf die unvermeidliche Karlsbrücke schoben. Auch hier nahm er nur soviel wahr, dass er Kollisionen mit anderen Passanten weitgehend vermied. An keine der berühmten 30 Steinfiguren würde er sich später erinnern und als er den Fluss überquert hatte, schlug er gedankenverloren den Weg auf den Hradschin ein, die stolze Burg hoch über der Stadt.
     In seinem Kopf schwirrten unterdessen die Gedanken wild durcheinander. Dass Krycek ihn fast erwartet hatte, schien ihm inzwischen plausibel. Gewiss standen ihm die gleichen Möglichkeiten zu Verfügung, mit deren Hilfe auch er den Weg nach Prag gefunden hatte. Ansonsten schien er kein übler Kerl zu sein. Ein bisschen durchgeknallt vielleicht, aber doch auf sympathische Art.
     Was Morsen vielmehr beschäftigte, war die Wahrscheinlichkeit, dass da draußen noch viel mehr Leute wie er und Krycek unterwegs sein könnten. Hunderte oder Tausende, von denen jeder nach eigenem Gutdünken an der Zeit herumschrauben konnte. So wie er selbst.
     Vor 24 Stunden war es allenfalls eine vage Idee für ihn gewesen, dass es vielleicht einen zweiten Menschen mit „seiner“ Gabe gäbe. Und als diese Idee zur Gewissheit geworden war, erschien ihm die Existenz so vieler Sekundenmeister seltsam beunruhigend. Vielleicht, weil sein selbstzufriedener Mangel an Ambition ihn unter seinen tatsächlichen Möglichkeiten hatte bleiben lassen, wie selbst das kurze Treffen mit Krycek gezeigt hatte. Nicht, dass er Verlangen nach Pokerrunden mit schlecht gelaunten Mafiosi gehabt hätte. Doch die Faszination jenes schillernden Lebens hatte ihn durchaus gepackt.
     Als er seine Umwelt wieder bewusst wahrnahm, fand er sich auf einer Parkbank wieder. Der Paradiesgarten an der südlichen Burgmauer war hübsch gestaltet. Gepflegter Rasen, akkurat gestutzte Büsche und Hecken – und ein phantastischer Ausblick auf die Prager Altstadt am anderen Flussufer. Zu seinem Erstaunen bemerkte Morsen jetzt eine Dose Cola in seiner Hand. Offenbar hatte er sie gekauft, völlig geistesabwesend und sicherlich zu absurden Touristenpreisen. Er nahm einen Schluck und beschloss, auch den Rückweg ins Hotel zu laufen. Er hatte ja Zeit und der Renault war gut und kostenlos untergebracht. Ein erneutes Bad würde ihm guttun. Und ein Gulasch mit Knödeln ebenfalls.
     Am nächsten Morgen fand sich Thomas Morsen kurz nach neun Uhr im riesigen Frühstücksrestaurant des Hotels ein. Viel Glas und blank polierte Marmorböden verliehen dem Raum die gleiche kalte Atmosphäre wie der Lobby und eine noch grauenvollere Akustik. Gestern hatte er davon nichts bemerkt, da er fast er einzige Gast gewesen war. Heute jedoch dröhnten ihm die Ohren schon nach wenigen Minuten. So schick und dezent die Gestaltung optisch auch wirkte – der Klang war das reine Grauen für Morsen. Die vielen Tischgespräche schwollen zu einem ohrenbetäubenden Raunen an und zu allem Überfluss hatten die Hotelbetreiber das offenbar auch bemerkt. Statt aber mit einem schallschluckenden Teppichboden oder Vorhängen Abhilfe zu suchen, hatten sie einen Pianisten engagiert, der die Kakophonie komplett machte. Nachdem er einen Kaffee heruntergestürzt hatte, ergriff Morsen die Flucht und steckte sich auf dem Weg zur Tür ein Croissant in die Tasche, was von einem herumstehenden Kellner mit äußerst missbilligendem Blick quittiert würde.
     Fünf Minuten später blinzelte Morsen vor dem Hotel abmarschbereit in die Morgensonne. Das ungeplant kurze Frühstück hatte ihm Zeit genug verschafft, um ganz gemütlich zum Parkhaus zu spazieren. Trotzdem er schlecht geschlafen hatte, fühlte er sich in Hochstimmung und traf dort pünktlich auf die Minute ein.
     Krycek hatte ihn offenbar kommen sehen und empfing ihn am Wächterhäuschen mit seinem typischen Grinsen. Auf dem Tisch standen frische Brötchen und Kaffee, dazu etwas Obst, Marmelade und Schinken. „Dachte, du willst vielleicht frühstücken...“
     Morsen warf den Mantel über eine Stuhllehne und nahm Platz. Er dachte kurz an das zerknüllte Hotelcroissant in der Manteltasche und vergaß es gleich wieder. Sah wirklich fein aus, was Krycek da aufgetischt hatte.
     „Als hättest du geahnt, dass ich nicht zum Frühstücken gekommen bin – habe echt Hunger.“
     „Ich auch – lass es dir schmecken.“ Dana schenke Kaffee ein und nahm sich ein Brötchen, das er dick mit Marmelade bestrich und mit zwei großen Bissen verschlang. Während er nach dem nächsten griff, frage er Morsen: „Und – hast du es dir überlegt?“
     „Was überlegt?“
     „Naja – die Lotto-Nummer.“
     „Welche Lotto-Nummer? Du hast gestern das Wort Lotto erwähnt, wolltest aber lieber noch ein bisschen darüber nachdenken, wenn ich mich recht entsinne.“
     „Achso? Ja. Kann auch sein.“ Seine zweite Brötchenhälfte verschwand ebenso rasch wie die erste und wurde mit einem kräftigen Schluck Kaffee runtergespült.
     Morsen kaute unentschlossen auf seiner Schinkensemmel herum, bevor er zögernd fragte: „Was meinst du denn mit dem Lotto-Dingens. Willst du den Jackpot abräumen, oder was?“
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