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TASCHENBUCH
 
Mord aus kühlem Grund
Verfasser: Achim Kaul (2)
Verlag: Eigenverlag (16022) und epubli (1154)
VÖ: 8. April 2020
Genre: Kriminalroman (7076)
Seiten: 540
Themen: Allgäu (60), Bayern (330), Kommissare (1824), Leichen (1926), Mord (5522), Schwaben (63)
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Zweifel und Zick sind zurück ...

Die Therme in Bad Wörishofen. In den Saunalandschaften wird gepflegt geschwitzt. Gänsehaut-Schreie gellen durch die aufgeheizte Luft. Gasgranaten zünden. Die Fluchtwege sind plötzlich versperrt. Die Nackten packt die nackte Panik. Chaos! Zur selben Zeit ein anonymer Anruf: »In der Therme ein Toter - das ist doch was für Sie«, hört Kommissar Zweifel eine verzerrte Stimme sagen. Der Fall verspricht besonders knifflig zu werden. Wer lügt? Wer heuchelt? Wer manipuliert wen? Und vor allem: Wer ist der Tote?
Funkensprühende Dialoge, Scharfsinn und Wortwitz zeichnen Zweifel und Zick, das kongeniale Ermittlerduo aus.

Sie werden den beiden gern begegnen - sofern Sie nichts ausgefressen
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Achim Kaul für die Einsendung dieser Leseprobe!
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     »Ist schon passiert, Zack. Heute Morgen. Und es war garantiert nicht Penny.«

Auf dem weiträumigen Gelände standen eine französische Göttin der Marke Citroën, ein Ford Capri, ein Opel GT sowie zwei amerikanische Ungeheuer der Haifischflossenära in weitem Abstand voneinander, so als dürften sie nichts voneinander wissen. Den Rest des Areals füllten mehr oder minder hässliche Rostlauben aus praktisch jedem Baujahr seit 1980. Das jüngste Vehikel, ein Datsun, mochte wohl fünfzehn Jahre alt sein und stand gegenüber dem stählernen Rolltor, hinter dem sich Paul Freuns Werkstatt befand. Melzick stieg vom Rad und lehnte es an die Mauer. Zwischen den Fahrzeugen war außer einem gewaltigen Neufundländer kein Lebewesen zu entdecken. Der schwarze Hund lag gemütlich auf einem alten, zerschlissenen Teppich von der Größe einer Tischtennisplatte und hatte die Augen halb geschlossen.
     »Luis meditiert«, sagte eine angenehme Stimme hinter ihrem Rücken. Sie drehte sich um und blickte in ein ölverschmiertes, etwa fünfzigjähriges Gesicht mit einem prächtigen, rotbraunen Vollbart und freundlich blinzelnden, dunklen Augen. »So viel Zeit hätt’ ich auch mal gern.«
     »Man hat die Zeit, die man sich nimmt«, gab Melzick zur Antwort. Er wischte seine rechte Hand an einem Lappen ab, der an seinem Gürtel hing.
     »So jung und schon so weise«, sagte er. »Ich würde Ihnen ja gern die Hand geben, wenn Sie nichts gegen Schmieröl haben.«
     »Kein Problem«, sagte Melzick unerschrocken und streckte ihm ihre hin.
     »Sie sind Herr Freun, nehm’ ich an. Ist Ihr Sohn Lukas da?«
     »Hab mir schon gedacht, dass Sie nicht zu mir wollen. Studienkollegin, wie?« Melzick lächelte zur Antwort und gab sich ansonsten bedeckt. »Gehen Sie einfach außen um die Werkstatt rum. Die Tür ist offen. Er wird oben sein. Aber lenken Sie ihn nicht zu sehr ab.« Kurz darauf stand Melzick im zweiten Stock des Wohnhauses, das sich auf dem Dach der Werkstatthalle befand. Da diese so hoch war, wie zwei Geschosse, ging der Blick von hier oben aus dem Fenster des luftigen Treppenhauses über ganz Bad Wörishofen. In westlicher Richtung, etwa drei Kilometer Luftlinie entfernt, konnte sie die markante Wölbung des Thermenparadieses ausmachen. Die Tür zu Lukas’ Apartment war nur angelehnt. Eine Klingel fehlte, also klopfte sie.
     »Herr Freun, darf ich reinkommen?« Keine Antwort. Melzick drehte sich um und horchte hinunter ins Treppenhaus. Doch dort war niemand. Sie überlegte kurz, es ein Stockwerk höher zu probieren, doch dann stieß sie kurzentschlossen die Tür auf und trat ein. Es war ein geräumiges Studentenzimmer: Schmales Bett, Schreibtisch vorm Fenster, Bücherregale mit einer beeindruckenden Sammlung an dicken Wälzern, ein altgedientes, dunkelblaues Sofa, davor ein niedriger Opiumtisch, darauf zwei Laptops, aufgeklappt. Kahle, hellgrün getünchte Wände. Keinerlei Poster, kein Krimskrams, keine verstaubte Gitarre in der Ecke, auch kein Didgeridoo. Eine Wasserpfeife fehlte ebenso wie leere Zigarettenschachteln, eine Stereoanlage ebenso wie verstreut herumliegende Turnschuhe und Klamotten. Melzick bekam Gelegenheit, ihre Vorurteile gegenüber Studenten zu korrigieren. Im Hintergrund war eine Tür leicht angelehnt, ein Wasserhahn rauschte.
     »Probier doch mal den anderen Link.« Die Stimme kam aus dem Badezimmer. Gleichzeitig hörte Melzick Schritte aus dem Treppenhaus. Lukas Freun kam, beladen mit zwei vollen Kuchentellern und einer Thermoskanne herein. Er kaute auf beiden Backen und als er Melzick wie aus dem Nichts vor sich in seinem Apartment stehen sah, vergaß er zu schlucken. Stattdessen bekam er einen Hustenanfall und verstreute Marmorkuchenkrümel auf dem hellen Sisalteppich.
     »Hallo. Die Tür stand offen. Ich wollte Sie nicht erschrecken, aber auf mein Klopfen hat niemand reagiert«, sagte sie.
     »Ging ja nicht, ich saß auf dem Topf«, sagte die Badezimmerstimme in ihrem Rücken. Lukas bekam wieder Luft und drängte sich vorsichtig an Melzick vorbei.
     »Mensch Mel, du lässt einfach jeden hier rein. Nimm mir mal die Thermoskanne ab«, sagte er. Melzick war irritiert, als sie ihren Kurznamen hörte. Ein junger Mann mit langen, blonden Haaren und einem zaghaft sprießenden Backenbart war aus dem Badezimmer aufgetaucht, nahm Lukas die Thermoskanne aus dem Arm und stellte sie neben die Laptops auf den niedrigen Tisch. Er bedachte Melzick mit einem Lächeln und ließ sich auf das Sofa fallen. Lukas hatte die Kuchenteller auf seinem Schreibtisch abgestellt und räusperte sich.
     »Und Sie sind?« Melzick holte ihren Ausweis hervor. Lukas nahm ihn ihr ab und studierte ihn ungläubig.
     »Polizei? Kripo?«
     »Zeig mal!«, sagte sein Kommilitone. Lukas warf ihm den Ausweis zu und holte dann zwei große Becher von seinem Bücherregal.
     »Ist was passiert?«, fragte der Blonde und gab Melzick kopfschüttelnd den Ausweis zurück.
     »Wir untersuchen die Vorfälle von heute Vormittag in der Therme. Wir haben das hier gefunden. Daher dürften zumindest Sie, Herr Freun, wissen, was passiert ist«, sagte Melzick und überreichte ihm seinen Studienausweis. Der junge Mann auf dem Sofa pfiff leise durch die Zähne. Melzick wandte sich ihm zu. »Ihr Vorname ist Mel? Hab ich das richtig verstanden?«
     »Nur Lu sagt Mel zu mir«, antwortete er und schenkte die beiden Becher voll. »Da fehlt noch ’ne Tasse Lu.«
     »Danke, nicht für mich. Aber vielleicht verraten Sie mir Ihren vollständigen Namen?«
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