Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
43.508 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »buru«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Mord aus kühlem Grund
Verfasser: Achim Kaul (2)
Verlag: Eigenverlag (16027) und epubli (1154)
VÖ: 8. April 2020
Genre: Kriminalroman (7083)
Seiten: 540
Themen: Allgäu (60), Bayern (331), Kommissare (1826), Leichen (1928), Mord (5530), Schwaben (63)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Zweifel und Zick sind zurück ...

Die Therme in Bad Wörishofen. In den Saunalandschaften wird gepflegt geschwitzt. Gänsehaut-Schreie gellen durch die aufgeheizte Luft. Gasgranaten zünden. Die Fluchtwege sind plötzlich versperrt. Die Nackten packt die nackte Panik. Chaos! Zur selben Zeit ein anonymer Anruf: »In der Therme ein Toter - das ist doch was für Sie«, hört Kommissar Zweifel eine verzerrte Stimme sagen. Der Fall verspricht besonders knifflig zu werden. Wer lügt? Wer heuchelt? Wer manipuliert wen? Und vor allem: Wer ist der Tote?
Funkensprühende Dialoge, Scharfsinn und Wortwitz zeichnen Zweifel und Zick, das kongeniale Ermittlerduo aus.

Sie werden den beiden gern begegnen - sofern Sie nichts ausgefressen
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Achim Kaul für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Dazu passen die verriegelten Türen und die Rauchgasbomben. Da hat jemand ganz gezielt ein Chaos inszeniert.«
     »Die Frage ist«, sagte Zweifel und rieb mit der Linken über seine Glatze, »ob dieser Jemand auch für die Leiche in der Stollensauna zuständig ist.« Melzick lehnte sich zurück. Maitre Max war mit zwei großen, dampfenden Tellern voller Spaghetti an ihren Tisch getreten.
     »Ich vermisse die Parallelen«, sagte Zweifel mit kritischem Blick auf seine riesige Portion. Maitre Max schaute ihn an wie einen Schüler, der nach Extraferien fragt.
     »Wie Sie vielleicht wissen«, hob er zu einer geduldigen Erläuterung an, »ist ein wesentliches Phänomen von Einsteins Relativitätstheorie der gekrümmte Raum.« Zweifel nickte und schaute ihn gespannt an. »Nun, wir haben diese Theorie um eine kulinarische Komponente erweitert. Durch die Krümmung der Nudel entsteht mehr Raum für Sugo.«
     »Sie sollten im Theater auftreten.«
     »Das tue ich bereits. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Studium Ihrer Teller.« Womit er sich entfernte.
     »Alfo, mir fmeckt bie Theorie«, meinte Melzick mit vollem Mund. Zweifel griff zu Löffel und Gabel.
     »Hat der gute Schilling eine plausible Erklärung dafür gehabt, warum die Polizei nicht sofort gerufen wurde?«
     »Darf ich einen Wunsch äußern, Chef?« Zweifel hob fragend die Augenbrauen. »Bei uns zuhause galt früher mal die nervige Regel, beim Essen die Klappe zu halten. Das hab ich nie verstanden und ich habs auch nie geschafft.« Zweifel ahnte wohin der Hase lief.
     »Aber jetzt sind Sie älter und weiser geworden.«
     »Genau. Jetzt hab ich den Grund verstanden und mir vorgenommen, beim Essen nur zu essen und zu essen und sonst nichts zu tun. Hört sich das schräg an?« Zweifel wartete mit seiner Antwort, weil er den Mund gerade voller Spaghetti in köstlicher Sugo-Begleitung hatte. Dann hob er den Daumen und nickte. Und während die beiden sich schweigend in ihr Spaghetti-Studium vertieften, gelang es ihnen beinahe, den Fall zu vergessen.


9. Kapitel


Lucy war so in den ellenlangen Artikel über Theo Kronberger vertieft, dass sie den Mann mit dem Schnauzer erst bemerkte, als er sich mit beiden Ellenbogen auf ihren Tresen lehnte. Mit der Rechten hielt er ihr einen Presseausweis vor die Nase.
     »Tachchen, Reisser, Mindelheimer Zeitung, ich bin der Erste, will ich hoffen«, sagte er und ließ einen Raucherhusten vom schwersten Kaliber hören. Lucy lehnte sich zurück, verschränkte ihre massigen Arme vor ihrer massigen Oberweite und runzelte die Stirn. Dieser Mensch war ihr auf Anhieb so unsympathisch wie kalte Pommes.
     »Nee, Meister, außer Ihnen waren schon alle da«, war ihre prompte Antwort. Einen Moment lang stutzte er, dann verzog er den Mund zu einem gelbzahnigen Lächeln.
     »Nicht mit mir, hübsche Frau. Ich bin es gewohnt, der Erste zu sein.« Er senkte seine Reibeisenstimme etwas. »Und wenn ich der Einzige bleibe, soll mir das schon was wert sein. Sagen Sie den Kollegen von der Konkurrenz einfach, Sie wüssten von nichts.« Er ging noch etwas tiefer mit seiner Stimme. »Und mir flüstern Sie einfach alles ins Ohr, wie wär’s?«
     »Allein bei dieser Vorstellung rollen sich meine Fußnägel auf und ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie Ihr Nikotin nicht in meine Richtung ausatmen. Vielleicht verzichten Sie überhaupt aufs Ausatmen, wie wäre das?« Er stieß einen heiseren Lacher aus, gefolgt von einem ausführlichen Hustenanfall. Lucy stieß nach. »Außerdem wäre es mir sehr lieb, wenn Sie unsere Putzfrau von Ihren unappetitlichen Hinterlassenschaften verschonen würden.« Er nahm die Ellenbogen vom Tresen, richtete sich auf und packte sein Grinsen ein.
     »Hoppla, hübsche Frau, in so einem prachtvollen Körper hätte ich aber etwas mehr Humor erwartet.« Jetzt riss Lucy der Geduldsfaden.
     »Packen Sie Ihr Testosteron mal wieder in den Kühlschrank. Sie werden es im Alter brauchen.« Das brachte ihn für einen Moment aus dem Konzept. Er räusperte sich.
     »Schon gut, schon gut, lassen wir die Hormone mal aus dem Spiel. Die werden sowieso überschätzt. Ich will mit Ihrem Chef reden.«
     »Warum?«
     »Sagen wir mal: Massives öffentliches Interesse.«
     »Er ist nicht da.«
     »Glaub ich nicht. Und jetzt reicht es mit dem Geplänkel, Teuerste. Heute Vormittag gab’s eine Panik in der Therme, ausgelöst von einem mutmaßlichen Terroranschlag und das in Bad Wörishofen. Und Sie wollen mir weismachen, der zuständige Polizeichef sei nicht zu sprechen? Polizei hilflos, ratlos, sprachlos – was ist los mit Alois Klopfer? Ist er als Chef der hiesigen Polizei noch der Richtige? Wie gefallen ihm wohl diese Schlagzeilen?« Lucy reckte ihre drei Doppelkinne.
     »Er wird sie nicht lesen.«
     »Aber die Mehrheit der Bevölkerung wird sie lesen, sie wird sie geradezu verschlingen. Und ganz bestimmt wird sie der Chef von Herrn Klopfer lesen. Der Polizeipräsident ist sehr auf die Außenwirkung seines Vereins bedacht. Ganz zu schweigen davon, wie wohl die Reaktion von Herrn Kronberger ausfallen dürfte.« Er hatte sich in eine ordentliche Betriebstemperatur geredet. Lucy schaute ihm unbeeindruckt in die zusammengekniffenen Augen. Dann öffnete sie beiläufig ihre Schublade.
     »Sie können ja plötzlich ganz manierlich formulieren. Lauter gerade Sätze. Wer hätte das gedacht«, sagte sie gelassen und griff nach einem Schokoriegel. »Hier! Das hat Sie doch sicher Energie gekostet. Beißen Sie da mal rein. Vermutlich können wir uns danach fast wie Erwachsene unterhalten.« Zum ersten Mal seit langer Zeit war Egon Reisser sprachlos.
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2020)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz