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Der größte Kapitän aller Zeiten
Verfasser: Dave Eggers (16)
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (548)
VÖ: 8. April 2020
Genre: Satire (206)
Seiten: 128
Themen: Donald Trump (26), Kapitän (79), Schiffe (499), USA (544), Wladimir Putin (18)
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Während der Präsidentschaft Donald Trumps sind derart viele absurde Dinge geschehen, dass sich ganze Buchreihen damit anfüllen ließen. Ganz so viel ist es bei Dave Eggers nicht geworden, aber immerhin hat er eine Satire von überschaubarer Länge verfasst, in der er die wichtigsten Eckpunkte der vergangenen Jahre auf ziemlich individualistische Weise verarbeitet hat. Das Ergebnis trägt den Titel »Der größte Kapitän aller Zeiten« und wurde im April im Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht. Das 128 Seiten dicke Büchlein kann für vierzehn Euro als gebundene Ausgabe bezogen werden, die E-Book-Variante hat einen Preis von 12,99 Euro. Zudem gibt es eine 2:36 Stunden lange Hörbuchausgabe, die von Schauspieler und heute-show-Ensemblemitglied Matthias Matschke eingelesen wurde.

Zu Beginn von Eggers' Buch tritt der hoch dekorierte »Admiral« - der (womöglich weil er parteiübergreifend mehr Konsens darstellte) eher an John McCain als an Barack Obama angelehnt wurde - als Kapitän des Schiffes »Glory« ab. Seinen Platz nimmt fortan ein seltsam nach vorn gebeugt laufender pummeliger Mann ein, der eine gelbe Feder in den Haaren trägt und bis dahin noch nie ein Schiff geführt hat, jedoch verspricht, dass fortan alles besser werden würde ... und zwar ganz einfach dadurch, dass er alles umkrempeln und anders machen möchte als bisher. Umgekrempelt wird fortan tatsächlich - die Navigationsbücher fliegen über Bord, zahlreiche unliebsame Menschen ebenso, und an jedem Morgen begeistert der neue Kapitän seine Anhänger mit wirren Botschaften auf einem Wegwischbrett. So schippert die »Glory« konfus mal in die eine Richtung, mal in die andere ... bis der »Helle« an Bord kommt, ein berüchtigter Pirat, der in der Vergangenheit viel Unheil angerichtet hatte, der jedoch eine große Faszination auf den neuen Kapitän ausübt und deshalb gern von ihm in Empfang genommen wird ... mit schwerwiegenden Konsequenzen für das Schiff.

Tja ... wie schreiben wir das jetzt am besten? Eine Satire auf Trumps Präsidentschaft zu schreiben, ist natürlich eine fabelhafte Idee mit einer Unmenge an Möglichkeiten. Bei dieser hier blieb es leider beim Versuch, was ganz und gar nicht das war, was wir bei einem geschätzten Autor wie Dave Eggers erwartet hätten. Das liegt an mehreren Sachen. So schien Eggers das gleiche Problem zu haben wie die Präsidentschaft Trumps: So richtig ließ sich nicht erkennen, wohin das Ganze gehen sollte. Um herauszuarbeiten, dass man im Grunde darauf hoffen muss, dass eine zukünftige Generation - verkörpert durch ein dreizehnjähriges Mädchen - sowie frische Einwanderer irgendwann einmal alles besser machen werden, wurde nur ein verschwindend geringer Part am Ende des Buchs genutzt. Bis dahin arbeitete sich Eggers eigentlich nur grob an den größten medialen Aufregern der USA unter Trump ab. Diese waren allerdings von Haus aus so bizarr und albern, dass sie schon selbst wie eine Satire daherkamen und eine Überspitzung keinen richtigen Mehrwert bietet. Vor allem auch deshalb, weil das alles furchtbar plump gemacht wurde. Eine Satire sollte Feinschliff haben, sollte subtil sein, und das ist einfach nicht der Fall, wenn man einen falsch geschriebenen »Penis« oder die lechzende Verehrung der eigenen Tochter des Kapitäns zum x-ten Mal stapaziert. Trump zu veralbern ist richtig und wichtig, aber irgendwie hinterlässt es einen faden Beigeschmack, wenn dabei eine noch größere Brechstange eingesetzt wird, als es der orangene Präsidentendarsteller selbst macht. Da hätte man dem Leser schon ein wenig mehr zutrauen können, und so bleibt uns hier leider nur das Fazit, dass uns Eggers doch ein wenig enttäuscht hat.
– geschrieben am 16. Mai 2020 (2/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz