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Faber und Waatstedt ermitteln 8 - Tödliches Fehnland
Verfasser: Elke Nansen (8)
Verlag: Klarant (627)
VÖ: 20. März 2020
Genre: Kriminalroman (6935)
Seiten: 220 (Taschenbuch-Version), 179 (Kindle-Version)
Themen: Klassenfahrt (56), Kommissare (1764), Leichen (1880), Moor (68), Ostfriesland (493), Verschwinden (1652)
Reihe: Faber und Waatstedt ermitteln (8)
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Die Angst geht um vor dem Moorkiller. Ostfriesland ist im Ausnahmezustand, seit die Leichen mehrerer junger Frauen im Moor bei Rhauderfehn gefunden wurden. Die erste Frage, die sich den Ermittlern stellt: Ist die während einer Klassenfahrt nach Emden verschwundene Charlotte ebenfalls ein Opfer des Moorkillers geworden? Oder ist die Schülerin, die von einem heimlichen nächtlichen Ausflug nicht in die Jugendherberge zurückgekehrt ist, noch am Leben? Kommissarin Rike Waatstedt wünscht sich in diesem Moment kaum etwas sehnlicher als die Unterstützung ihres suspendierten Kollegen Richard Faber. Denn der öffentliche Druck ist enorm, und in diesem Fall zählt jede Minute, um weitere Katastrophen zu verhindern...
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Herrn Gröger vom Klarant Verlag für die Einsendung dieser Leseprobe!
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

»Pass auf, wo du hinfährst! Ab hier wird es gefährlich«, ermahnte der grobschlächtige Kerl den wesentlich jüngeren Fahrer, der versuchte, durch den immer dicker werdenden Bodennebel einen Weg zu erkennen. Wenigstens fährt er entsprechend langsam, dachte der Mann, auch wenn er weiterhin besorgt war.
     Der Jüngere sah ihn nur schräg von der Seite an und schüttelte genervt den Kopf. »Das sagst du jedes Mal an dieser Stelle. So langsam wirst du dement. Wie oft waren wir jetzt hier?« Er überlegte eine Weile und sagte in Ermangelung einer Antwort: »Viel zu oft und immer wieder höre ich diesen elenden Satz von dir: Pass auf, wo du hinfährst!«, äffte er ihn gehässig nach.
     »Pass lieber auf, dass ich dir nicht gleich eins aufs Maul haue«, bekam er eine deftige Antwort zurück. Dabei knurrte der Ältere verächtlich.
     Sie holperten mit dem alten Belingo über einen der kilometerlang angelegten Fahrradwege, die in das Naturschutzgebiet führten. Nachts war es hier wie in fast jedem Naturschutzgebiet einfach nur dunkel und still. Autos hatten hier gar nichts verloren. Die Touristen, die tagsüber das Hochmoor und die Fehnrouten besuchten, sahen zu, dass sie bei Dämmerung die Gegend wieder verlassen hatten. Nicht nur kursierten viele unheimliche Geschichten über die Moore, das Feuchtgebiet wurde auch regelmäßig morgens und abends von einem schaurigen Nebel überzogen. Man konnte sich schnell verlaufen und eine Moorkuhle war selbst in diesem Jahrhundert noch lebensgefährlich. Vor allem, weil der Nebel hier so absurd schnell aufzog. Genau wie gerade jetzt. Erst waren es nur zehn, zwanzig Zentimeter weißer Dampf über den Wegen und plötzlich stand man mitten in einer Waschküche, die jedes Geräusch verschluckte.
     Der Fahrer des Belingo fuhr jedoch sicher durch den dichten Nebel weiter ins Herz des Moores. Dabei behielt er seinen Kilometerzähler im Auge, und nachdem er genau fünf Kilometer gefahren war, wurde er sehr langsam. Dann fand er den winzigen Platz, der gerade so reichte, um zu drehen, und wendete den Wagen. »Bringen wir es hinter uns«, meinte er gelangweilt und stieg aus. Auch sein Beifahrer folgte ihm in die nasskalte, gruselige Dunkelheit, die vom Standlicht des Kastenwagens nur minimal aufgehellt wurde. Sofort schlugen sich die Nebeltropfen in einer feuchten Schicht auf ihren Lederjacken nieder. Jeder Schritt verhallte abrupt in der Stille der Nebelbank. Der jüngere der beiden Männer öffnete die Heckklappe und zog die Decke von dem Körper.
     »Eine Schande, die war eine niedliche Maus«, meinte er, als in der angehenden Innenbeleuchtung das tote Mädchen sichtbar wurde.
     »Bruder, quatsch nicht so viel«, fuhr ihm der Ältere in die Parade. Er wollte das alles hier nur schnell hinter sich bringen und verschwinden.
     Der jüngere Mann zuckte nur mit den Schultern. »Die sind so jung und schon richtige kleine Feger. Schade, dass sie sich nicht benehmen können«, ließ der abgebrühte Bursche sich nicht irritieren und griff nach den Füßen, während der andere die Hände des blonden Mädchens ergriff. Ihr langes, goldenes Haar schleifte auf dem Feldweg. Man hätte annehmen können, die Kleine würde schlafen, wenn nicht die blauen Würgemale um ihren Hals gewesen wären. Beide Männer gingen an den Rand der großen Moorkuhle und schwangen den Körper hin und her.
     »Drei und zwei und eins«, zählte der Fahrer herunter, dann ließen sie los. Der schmale Körper des Mädchens flog ein paar Meter auf die offene feuchte Fläche zu und platschte dann in das braune, breiige Wasser. Die Oberfläche warf zähe Blasen und ein erdiger Geruch wehte herüber, als die Leiche ganz in der Moorkuhle versank. »So, das wäre mal wieder erledigt. Gute Arbeit, die ist für immer weg!«
     Der klotzige ältere Typ sah ihn missbilligend an. »So etwas lobt man nicht«, brummte er und spuckte sich selbst dreimal über die eigene linke Schulter. »Bleib, wo du bist, Mädchen«, murmelte er in Richtung der Kuhle. Dann ging er zügig zum Auto, um sich wieder auf den Beifahrersitz fallen zu lassen.
     »Hast du etwa Angst vor Wiedergängern?«, fragte der Fahrer ihn mit einem Grinsen, als er den Motor startete. »Keine Sorge, da heraus kommt niemand mehr. Alles nur Aberglaube, dass Ermordete im Moor zu Wiedergängern werden! Manchmal denke ich, dass Mama nicht ganz ehrlich war mit unserem Vater. Denn so unterschiedlich wie wir können Brüder gar nicht sein.« Dafür fing er sich von seinem älteren Bruder einen Schlag auf den Hinterkopf.
     Nachdem er endlich losgefahren war, drehte sich sein großer Bruder auf dem Beifahrersitz noch einmal zur Seite und blickte durch die Scheibe auf die Moorkuhle. In dem Moment hätte er schwören können, einen Lichtschein im trüben Wasser schimmern zu sehen, und bekreuzigte sich. Ihm lief eine Gänsehaut über den Rücken und er war froh, dass sie sich zügig von der Stelle fortbewegten. So sah er auch nicht, dass das Mondlicht, welches durch ein Nebelloch kurz die Kuhle beschienen hatte, wieder vom wabernden Dunst verschluckt wurde.
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