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Wir sind die Wahrheit
Verfasser: Andreas Götz (9)
Verlag: Dressler (94)
VÖ: 19. März 2020
Genre: Jugendliteratur (6658)
Seiten: 288 (Gebundene Version), 289 (Kindle-Version)
Themen: Demokratie (42), Gesellschaft (421), Gewalt (406), Koma (236), Manipulation (170), Populismus (10), Rechtsextremismus (13), Videos (79)
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
In einer Zeit, in der man mehr und mehr das Gefühl hat, dass die Leute am Durchdrehen sind, ist es kein Wunder, dass auch immer häufiger Romane erscheinen, in denen Exzentrizitäten der Gesellschaft thematisiert werden. Dies ist auch im Buch »Wir sind die Wahrheit« der Fall, das von Andreas Götz verfasst wurde, und genau dieses Werk haben wir uns dieser Tage einmal etwas näher angesehen. Erschienen ist das gute Stück vor einigen Wochen im Dressler Verlag. Es hat einen Umfang von 289 Seiten und kann für siebzehn Euro als gebundenes Buch geordert werden. Die E-Book-Version hat einen Preis von 11,99 Euro.

Bei Götz begegnet man einer jungen Dame namens Leah, deren Zwillingsbruder Noah von unbekannten Personen zusammengeschlagen wurde und seitdem im Koma liegt. Wie es heißt, wurde er von Flüchtlingen attackiert, was rechte politische Kreise dankbar instrumentalisieren. In der Folge wird Leah aus einer unbekannten Richtung ein Videotagebuch ihres Bruders zugespielt, durch das sie erfährt, wie er sich in der Phase vor dem Vorfall radikalisierte. Verantwortlich scheint die Gruppe »Advocatus Diaboli« zu sein, und als Leah die Sache untersucht, droht auch sie der Logik des charismatischen Anführers anheim zu fallen. In diesem Dunstkreis erörter der Autor Fragen zum Stand der Demokratie, zum Rechtsruck und zu populistischem Verhalten.

Das Buch richtet sich tendenziell an eine eher jüngere Leserschaft, und der größte Pluspunkt des Ganzen ergibt sich schon jenseits jeder stilistischen Analyse und dergleichen in dem Ansinnen, das hier losgelöst vom Erzählen einer unterhaltsamen Geschichte verfolgt wird. Insbesondere wenn man sich anschaut, in welchem Ausmaße Menschen jeden Alters - und jüngere eben auch - in den vergangenen Jahren kruden Theorien verfallen sind (in diesem speziellen Falle von rechts), kann nicht oft genug der Finger in die Wunde gelegt werden. Sehr gut ist, dass dabei nicht mit der Brechstange mit einem warnenden Zeigefinger gewedelt wird, sondern dass das Ganze in eine gut erzählte Geschichte verpackt wurde, die durchaus ihre Spannungsmomente hat und eine ordentliche Sogwirkung entfalten kann. In anderen Buchbesprechungen, die man im Internet findet, wird im Wesentlichen nur die Glaubwürdigkeit der Protagonisten moniert. Dem kann man bis zu einem gewissen Grad folgen bzw. man spürt, woher dieser Eindruck rührt, jedoch fällt es unserer Meinung nach nicht sonderlich ins Gewicht. So oder so ändert es nicht viel an der Wirkung von Götz' Geschichte. Ob tatsächlich durch ein Buch wie diesem Augen geöffnet werden und sich Leser anders verhalten würden als ohne die Lektüre, das sei natürlich einmal dahingestellt, aber solange vielleicht auch nur ein kleiner Denkanstoß geliefert wird, ist das schon mal positiv zu werten. Daher haben wir hier ein empfehlenswertes Buch, auf das vielleicht auch der ein oder andere Lehrer einen Blick werfen sollte, um zu überprüfen, inwiefern es sich in seinen Unterricht einbauen lässt.
– geschrieben am 22. Mai 2020 (4.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz