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Second Horizon
Verfasser: E.F. v. Hainwald (5)
Verlag: GedankenReich (26)
VÖ: 13. März 2020
Genre: Fantasy (11146)
Seiten: 492 (Taschenbuch-Version), 376 (Kindle-Version)
Themen: Exorzisten (10), Hacker (121), Magie (2205), Selbstbestimmung (39), Vertrauen (879), Wissenschaft (68)
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Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats März 2020 nominieren
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Second Horizon« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei E.F. v. Hainwald für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu E.F. v. Hainwald gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Allerfeinster Gossenslang, diagnostizierte Wolf. Programmiert, gelernt oder echter Charakter?
     »Können Illus saufen?«, fragte er eine Augenbraue hochziehend – halb ernst, halb foppend.
     »Ich wünschte, ich könnt's«, schniefte der magische Kellner und musterte Wolf von oben bis unten.
     Völlig pissegal ob echt oder nicht, ein unechter Drecksack bleibt trotzdem ein Drecksack, stellte Wolf fest und nahm sich zum x-ten Mal vor, nie wieder über die magischen Illusionen genauer nachzudenken – eben so, wie es alle handhabten.
     Nichts davon war wirklich real, es waren vorgefertigte Parameter. Kopien. Muster. Keine Moral. Kein Gewissen. Kein Charakter. Eine magische Illusion hilft niemandem in Not, wenn es nicht ihre Aufgabe ist – und das wäre ohne physischen Körper auch meistens ziemlich schwierig.
     »Zu schade, dass man lustigen Abbildern von Idioten nicht ganz real eine in die Fresse hauen kann«, seufzte Wolf resigniert. »Warum tue ich mir diese Kaschemme nur an?«
     »Wegen meinem blendenden Aussehen und dem billigen Gesöff«, meinte der Kellner und tippte sich mit dem Zeigefinger gegen die Schläfe.
     »Punkt Zwei kann ich nicht widersprechen. Ich nehm ein Z-Can«, orderte Wolf versöhnlich.
     Rauchiger Mandelschnaps mit Zitronensaft.
     »Kommt sofort«, flötete der Kellner freundlich wie ausgetauscht – die Grundausrichtung griff wohl beim Geschäft und überlagerte das Gossendrecksack-Programm.
     »Ich nehme einen Shortland-Coffee«, warf Babe herantretend ein.
     »Mit oder ohne Orangen?«, fragte die Illusion, sich bereits abwendend.
     »Mit. Keine Künstlichen, sondern den echten Scheiß!«, rief sie gut gelaunt hinterher.
     »Echte Orangen? Du haust ja ganz schön auf den Putz«, brummte Wolf.
     »Klar. Muss den Cocktail ja nicht bezahlen«, grinste Babe und tippte ihm auf die Brust.
     »Weil ich auch das nächste Spiel verlieren werde«, stellte er zähneknirschend fest.
     »Du kennst die Wahrheit des Universums«, antwortete sie, schloss ihre Augen und legte ihre Handflächen wie zum Gebet vor ihrem Kinn aneinander. »Im Billard nehme ich dich immer hart von hinten. Ohne Gleitmittel.«
     Das erste Spiel hatte sie zwar bezahlt, doch das war lediglich dazu gedacht gewesen, Wolfs Kampfgeist zu wecken. Er wusste, dass er keine Chance gegen sie hatte. Zwar wurde er besser – zu Beginn hatte er keine Kugel reinbekommen – aber zu einem Sieg war es noch ein weiter Weg.
     Babe war manchmal beinahe versucht, ihn wenigstens einmal gewinnen zu lassen. Ein vor Stolz platzender Rüde war sicher einen zweiten Blick wert. Dennoch ließ sie es bleiben. Wolf würde ihr es niemals verziehen, wenn sie nicht ernst machte. Einer der Punkte, weshalb sie so gut miteinander auskamen. Außerdem hatte er Spaß an der Herausforderung.
     »Also ich bin dafür, dass du das mal bei mir versuchst«, mischte sich plötzlich eine Stimme ein, welche so klang, als würde Wolf mit seinen bloßen Krallen über eine Stahlplatte kratzen.
     Ein Kerl – Typ Ich-bettel-nach-Gewalt – trat an den Tisch, gefolgt von einem halben Dutzend Speichelleckern. Er trug eine Jacke aus Metallfasern. Sie glänzte in dunklem Anthrazit und war mit orange-weißen Linien auf den Armen verziert. Darunter stellte er seine nackte, glatte Haut zur Schau. Die Körpermittellinie strahlte im Licht roter, vertikaler Runenzeichen. Das könnte reine Show sein – oder ziemlich unangenehme Verzauberungen verheißen.
     Babe ignorierte ihn. Wolf baute lässig die Kugeln wieder auf. Der Besucher stützte sich mit den Handflächen auf der Tischkante ab und beugte sich grinsend nach vorne.
     »Hey, Schönheit. Wir können die Rollen gern auch tauschen«, versuchte er es erneut und wackelte anzüglich mit seinen gepiercten Augenbrauen. »Schick das Vieh heim in seine Hütte im Runen-Sektor. Auf dem Weg gibt es sicher ein paar Hausecken zum Anpissen, um ihn zu befriedigen.«
     Wolf richtete sich auf und verschränkte die Arme vor der Brust. Er spannte seinen Körper an, richtete die Ohren nach vorn und verengte die Augen zu Schlitzen. Der Runen-Sektor war die offizielle Bezeichnung für den Stadtquadranten, in den man die magisch auffälligsten Individuen hinschickte – ein Slum voller psychotischer, cybermagischer Clowns.
     »Der Köter macht sich doch nicht mal als Bettvorleger gut, selbst wenn man ihn vorher in die chemische Reinigung steckt«, sprach der Kerl weiter und spuckte direkt auf den grünen Billardbezug des Tisches. »Aber er ist sicher gerade so ausreichend, um als sprechendes Show-Hündchen in einem magischen Zirkus aufzutreten, wo er brav Leckerlis aus der Luft schnappt.«
     Die Worte verfehlten die geplante Wirkung. Wolf stieß lautstark die Luft aus und gähnte betont. Seine riesigen Reißzähne kamen dabei eindrucksvoll zur Geltung, sodass einige der Gangmitglieder einen Schritt zurückwichen. Es wurde offensichtlich, dass bei Wolf nicht nur ein wenig mit Genetik und Magie herumgespielt worden war, um ein eindrucksvolles Äußeres zu schaffen. Dann kratzte er sich hinter den Ohren und widmete sich gemächlich dem Anstoß für das nächste Spiel mit Babe.
     Die hatte bisher nicht einmal einen Blick zu der Gruppe geworfen. Doch als der Schläger zu ihr ging und sich mit der Hüfte neben sie an den Tisch lehnte, warf sie ihm einen Blick aus dem Augenwinkel zu.
     »Na, wie sieht's aus. Wie wär's mit einem Drink bei uns? Wir können das mit dem Spiel auch direkt überspringen«, grinste er.
     »Erstens«, Babe hob ihren Zeigefinger, »würde ich dich im Billard fertigmachen. Zweitens«, sie hob dazu ihren Mittelfinger, »würde ich dich unter den Tisch saufen. Drittens«, es folgte der Ringfinger, »kannst du nicht mit Wolf mithalten.«
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