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TASCHENBUCH
 
Second Horizon
Verfasser: E.F. v. Hainwald (5)
Verlag: GedankenReich (26)
VÖ: 13. März 2020
Genre: Fantasy (11147)
Seiten: 492 (Taschenbuch-Version), 376 (Kindle-Version)
Themen: Exorzisten (10), Hacker (121), Magie (2205), Selbstbestimmung (39), Vertrauen (879), Wissenschaft (68)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Second Horizon« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei E.F. v. Hainwald für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu E.F. v. Hainwald gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Also?«, fragte er.
     »Lass uns Billard spielen, wie in den alten Zeiten. Bisschen über die Vergangenheit plaudern«, schlug sie vor, während sie mit dem Finger imaginäre Kreise auf den Teppich zeichnete und begann eine Melodie zu summen.
     Wolf war mit den Pfoten in seine großen, schwarzen Stiefel gestiegen und die seitlichen Metallverschlüsse zogen sich mit einem Zischen automatisiert zu. Nachdem er schweigend seine Hände in fingerlose, unterarmlange Handschuhe gesteckt und die drei großen Metallschnallen festgezurrt hatte, trat er geradewegs zu Babe. Sie hörte auf zu summen, blickte auf und lächelte unschuldig. Wolf hockte sich vor sie und berührte fast mit seiner Nase die ihrige.
     »Was. Ist. Los.«, flüsterte er, bekräftigt von einem ungeduldigen Grollen.
     »Schon gut«, seufzte Babe und hob ihre Hände. »Ich erklär's dir beim Billard, okay?«
     »Meinetwegen«, stimmte er zu, erhob sich wieder und trat zu einem der Tücher an der Wand.
     Er läuft anders als früher, stellte Babe fest. Seine Haltung ist aufrecht, nicht mehr so, wie ich ihn vor Jahren am Schokoladenautomaten kennengelernt habe.
     »Ich weiß, dass ich dich beim Billard unmöglich schlagen kann. Wir spielen ohne Einsatz«, sprach er und starrte kurz frustriert die Wand an.
     »Sicher!« Babe klatschte erfreut in ihre Hände und sprang auf. »Ich spendiere die Tischmiete und geb' einen aus.«
     Wolf griff unter den Dekostoff, packte zu und zog einen langen, gekrümmten Breitsäbel in einer schlichten Synth-Schutzschiene hervor. Er klickte es an die taschenlose Seite seines Gürtels, trottete zum Ausgang und fuhr sich mit der Pranke über seine Stirn, sodass seine Ohren seitlich abstanden.
     »Warum habe ich nur das Gefühl, dass ich heute nicht nur beim Billard verlieren werde ...«, raunte er leise vor sich hin.


DUO


Babe hatte sich vornübergebeugt und ließ den Queue probehalber mehrmals zwischen ihren Fingerknöcheln entlanggleiten. Ein Auge war geschlossen, mit dem anderen blickte sie entlang des Stabes. Als sie den Kopf schräg legte, um noch besser sehen zu können, rutschten zwei lange Haarsträhnen über ihre Wange.
     Jetzt, dachte Wolf und hielt die Luft an.
     Das Ende des Stocks hämmerte gegen die Kugel. Kreidestaub wirbelte auf. Die weiße Kugel stieß gegen die Bande, prallte im perfekten Winkel ab und umrollte die gegnerischen, halben Kugeln. Makellos traf sie die volle Gelbe, welche daraufhin einlochte. Die Holo-Anzeige in der Tischecke blinkte hysterisch auf. Ein verschroben putziges Maskottchen, in der Optik eines Häschens, sprang flackernd umher und die Kugelgeschwindigkeit sowie Kraft des Aufpralls wurden darüber angezeigt.
     Babe richtete sich schmunzelnd auf, deutete mit dem Zeigefinger auf Wolf und schnalzte lässig mit der Zunge. Von der Bar erntete sie ein verhaltenes Klatschen, von Wolf ein stummes Zähnezeigen im Mundwinkel.
     Er verlor. Schon wieder. Das war heute Abend bereits das vierte Mal.
     Während sich Babe an ihre nächste Beute heranmachte, mustere Wolf gelangweilt die anderen Gäste. Er hatte noch fast alle Kugeln auf dem Tisch. Die Chance, dass Babe verfehlte und er noch mal an die Reihe kam, war ziemlich gering.
     In der Bar mit dem einfallsreichen Namen Wohnzimmer tummelte sich der typische Querschnitt der Individualisten-Szene: zerdellte, runenübersäte Prothesen an einem Typen vor einem Pinball Gerät, schreiend bunte Klamotten mit gewissem Sex-Appeal bei einer gemischten Gruppe, wuchernde biomagische Auswüchse an einer Frau, welche am Kartentisch offenbar ziemlich erfolgreich beschiss.
     Das gesamte Mobiliar schien für Kleinwüchsige konzipiert zu sein: kleine Tischchen, niedrige Hocker, schmale Gänge. Die vollgekritzelten Wände versprühten anrüchigen Straßencharme und versprachen günstige Preise. Die Gerüche von Rauch, gepanschten Getränken und zu fettigem Essen kratzte in Wolfs Nase.
     Auf der mikroskopisch kleinen, unbeleuchteten und damit fummelbeliebten Tanzfläche bewegte sich eine undefinierbare Zahl von Gliedmaßen. Nur die fahl leuchtenden Runen ermöglichten es, vage Umrisse zu erkennen. Der Mensch sucht instinktiv das Licht, auch wenn es noch so schwach ist. Dort schaut er hin, da greift er zu. Magische Runen als Flirtfaktor.
     Es hätte Wolf nicht im Geringsten verwundert, wenn sich die eine oder andere Person auf der Pirsch diese schlicht mit leuchtender Illusionsfarbe auf die Körperteile gemalt hatte, wo er gern betatscht werden wollte.
     Zusätzlich zu den echten Gästen, tummelten sich auch mehrere Illusionen der Magi-Techs an diesem Ort. Sie bemühten sich in allen Arten von Konversation. Ob das ihr Auftrag war, eine Freizeitbeschäftigung – brauchten magische Bilder Urlaub? – oder eine ihnen tatsächlich innewohnende Lebendigkeit, konnte Wolf nicht sagen. Vielleicht war es auch nur ein wilder Auswuchs ihrer Programmierung, der sie dazu verleitete, sich zu den umsatzschwachen Dienstzeiten eine Beschäftigung für eventuelle Neukundenbindung zu suchen – eventuell waren die individualistischen Magi-Techs auch einfach nur irre und zu experimentierfreudig.
     Manche von ihnen arbeiteten hier zumindest als Kartengeber, Werbevertreter oder halb nackte Go-Go-Tänzer. Nicht zu vergessen als Bedienung. Ein farbschwaches Abbild eines Mannes mittleren Alters trat zu Wolf und nickte zu dem Glas, das er gerade eben geleert hatte und noch zwischen den Fingern hielt.
     »Ey, Zottel«, krächzte er im Stil eines Schmalspurverbrechers. »Der Punktestand sieht so aus, als könntest du noch 'n Drink vertragen. Und du siehst so aus, als könnt' ich auch einen vertragen.«
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