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Second Horizon
Verfasser: E.F. v. Hainwald (5)
Verlag: GedankenReich (26)
VÖ: 13. März 2020
Genre: Fantasy (11158)
Seiten: 492 (Taschenbuch-Version), 376 (Kindle-Version)
Themen: Exorzisten (10), Hacker (121), Magie (2208), Selbstbestimmung (39), Vertrauen (879), Wissenschaft (68)
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Erklärung der Bewertungssysteme
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei E.F. v. Hainwald für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu E.F. v. Hainwald gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »... ach, komm scho'. Das kann'nisch dein Ernst sein!«, nuschelte einer der Passanten, welche gerade einen kreuzenden Korridor entlang torkelten – vermutlich betrunken oder auf Drogen. »Komm schon, Babe. Ich hab's nicht so gemeint!«
     Die Angesprochene stampfte wütend weiter und würdigte ihn keines Blickes. Die dunklen Silhouetten verschwanden und waren schnell außer Hörweite. Wolfs unerwartete Schokoladenbeschafferin wandte sich ihm erneut zu. Sie lächelte spitzbübisch, legte die schmalen Fingerspitzen auf ihre Brust und sprach:
     »Nenn mich einfach Babe.«


UNUM


Der gelangweilte Tritt ließ die verbogene Metallstange klirrend über den Beton rutschen. Sie blieb vor den Füßen eines untersetzten Typen liegen. Seine freiliegende Wadenmuskulatur aus billigem Kunststoff zuckte und die dilettantisch eingravierten Runen seiner stählernen Beinknochen glühten kurz auf – mehr ein klägliches Niesen, als ein Ausdruck der magischen Kraft, welche nötig war, damit sich der Kerl auf den Beinen halten konnte. Er verschränkte die Arme vor seinem metallbeschlagenen Oberkörper und grunzte missbilligend.
     Babe senkte, ohne anzuhalten, nur ein wenig das Kinn, um ihm über den dünnen, silbervioletten Rahmen ihrer schmalen, tiefblau getönten Sonnenbrille ein neckisches Zwinkern zu senden. Ein Lächeln hatte er nicht verdient. Eine Entschuldigung sowieso nicht. Sie hatte ihn schließlich nicht anvisiert. Wäre dem so gewesen, hätte ihm die Stange die Zähne zertrümmert – nicht, dass es bei seiner Visage irgendetwas zum Negativen verändern würde.
     Sie schlenderte gemächlich weiter. Ihre bequemen, quietschbunten Schuhe verursachten mit ihren breiten Sohlen keinen Laut. Der schwarze Synthstoff der weitgeschnittenen Hose raschelte jedoch lautstark und der ganze Kram, welcher ihre Beintaschen füllte, schepperte rhythmisch. Die hinten in den breiten Gürtel gesteckten Pistolen konnte der Typ nicht sehen.
     Vermutlich hatte er sowieso mehr Augen für den breiten Ausschnitt ihres knallpinken Shirts, auf dem in neongelber Schrift On your knees – I'll make you famous stand.
     Oder auch nicht.
     Er entblößte zwar ihre fein geschwungenen Schlüsselbeine und die rechte Schulter, aber ihre naturbelassene, dezente Oberweite war den meisten Kerlen ... na ja ... zu naturbelassen und dezent. Babes Körper war klein und zierlich. Voluminöse Brüste wären nur hinderlich und hatten ihrer Meinung nach höchstens Sinn als Kaschierung von cybermagisch implementierten Waffenarsenalen – von dem kurzzeitigen Ablenkungsfaktor mal abgesehen.
     Der Kerl drehte sich jedenfalls einfach weg und ging seines Weges. Beinahe fühlte sich Babe aufgrund dieser Unterschätzung beleidigt. Letztendlich kam es ihr jedoch gelegen.
     Ihre Gedanken waren auf wichtigere Dinge ausgerichtet als einen Schläger zu verprügeln, welcher seine Körpermodifikationen vermutlich nur mit einem gehackten Runenprägegerät belebt hatte.
     Der kratzige Bass der Trashtekk-Musik aus den weißen Kopfhörern hämmerte in ihren Ohren, doch Babe hörte es kaum. Sie pustete eine schwarze Haarsträhne, welche sich aus ihrem perfekt konturierten Longbob gelöst hatte, von den Lippen, trat an das armdicke Geländer und umfasste es mit ihren schmalen Händen. Die altersschwache Farbe rieselte von dem Metall in den breiten Schacht, der in die Eingeweide der Recycling-Fabrik tief unter ihren Füßen führte.
     Die Wände waren spiegelglatt. Keramikbehälter, welche mit magnetisch eingesperrtem Plasma gefüllt waren, bildeten riesige Uruz-Runen. Diese magisch-wissenschaftlichen Konstrukte ließen die Energie im Gebäude zirkulieren. Das unterschwellige Summen nahm kaum noch jemand wahr. Es gehörte hier zum Alltag, wie die beiden Monde am Firmament – auch wenn der eine erst seit drei Zivilisationen am Himmel stand.
     Natürlich war erst diesbezüglich eine ziemlich subjektive Zeitangabe, aber in Anbetracht der jahrzehntausendelangen, kontinuierlichen Aufzeichnungen der Menschheit, waren die paar Tausend Jahre zurückgerechnet lediglich ein kaltes Arschrunzeln – etwas länger her, ziemlich imposante Geste, juckte jedoch keine Sau.
     Babe stieß sich von dem Geländer ab, verschränkte ihre Hände hinter dem Rücken und lief zielsicher in eine der unzähligen Gassen, welche gerade einmal so breit wie ihre Schultern waren.
     Dieses Wohnviertel war – nennen wir es genehmigungsneutral – auf dem Dach der Fabrik errichtet worden, welche sich, ähnlich einem gigantischen Skarabäus, an den Hang des Himalaja-Gebirges klammerte. Die augenscheinlich selbst zusammengestümperten Wohngebäude leuchteten in den buntesten Farben. Die Fassaden waren chaotisch bemalt, beklebt oder anderweitig künstlerisch gestaltet. Babe wich einem aus gläsernem Mosaikgestein gefertigten Energieverteilerkasten aus, welcher, einem rundgelutschten Geschwür gleich, aus der Wand ragte. Die schlecht isolierte, magische Spannung kribbelte in ihren runenbeschlagenen Cyber-Knochen.
     Die Gasse endete abrupt.
     »Schon wieder? Diese hirngegrillten Magi-Arcs«, flüsterte Babe entnervt.
     Die Konstrukteure der Siedlung hatten wieder in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ein paar geringfügige Änderungen vorgenommen. Da konnte es schon mal vorkommen, dass eine Straße verschwand, sich ein Gebäude um neunzig Grad drehte oder dein Schlafzimmer ein Freiluftpanorama erhalten hatte, sodass dein nackter Arsch weithin für alle Nachbarn sichtbar im Morgenlicht glänzte.
     »Tja, ich muss hier durch. Keinen Bock auf einen Umweg – geschweige denn erst mal einen zu suchen«, seufzte Babe, legte den Kopf in den Nacken und beäugte die Fassade kritisch durch ihre Sonnenbrille. »Sollte klappen. Na dann mal los.«
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