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Second Horizon
Verfasser: E.F. v. Hainwald (5)
Verlag: GedankenReich (27) und Nova MD (87)
VÖ: 13. März 2020
Genre: Fantasy (11416)
Seiten: 380 (Gebundene Version), 492 (Taschenbuch-Version), 376 (Kindle-Version)
Themen: Exorzisten (10), Hacker (123), Magie (2255), Selbstbestimmung (40), Vertrauen (900), Wissenschaft (69)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei E.F. v. Hainwald für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu E.F. v. Hainwald gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Sie schnalzte mit der Zunge, drehte die dröhnende Musik am Holodisplay ihrer Kopfhörer noch lauter und ging in die Knie.
     Es brauchte keinen festen Gedanken, keine Absicht, kein mystisches Gemurmel. Für Babe war es so intuitiv, wie einen Arm zu heben.
     Mit einem Ruck stieß sie sich in einem übermenschlichen Kraftausbruch vom Boden ab und schoss wie eine Pistolenkugel senkrecht nach oben. Sie flog mehrere Stockwerke hinauf, packte mit einer Hand die Kante eines Fensters und katapultierte sich in ähnlicher Weise weiter hoch. Noch ein kurzer Tritt gegen die Wand des angrenzenden Gebäudes und sie landete auf dem schiefen Wellblechdach des in der letzten Nacht spontan entstandenen Gebäudes.
     Nur das zarte, punktuell blau schimmernde Licht unter ihrer Haut zeugte noch einen Augenblick von dem kurzen Kraftausbruch ihres von Magi-Techs geschaffenen Knochenbaus.
     Babe schaute sich um, damit sie sich neu orientieren konnte. Ihr letzter Abstecher hierher lag nur wenige Tage zurück. Dennoch war einiges verändert worden – die Magi-Arcs waren immer dabei etwas Neues entstehen zu lassen. Das war ihre Passion.
     Nicht selten musste man wegen der stetigen Umbauten durch kleine, exzentrische Geschäfte und private Treppenhäuser laufen. Manche Freundschaft war auf diese Weise entstanden. So beschrieb es zumindest der verklärte, urbane Mythos der Indies – kurz für Individualisten – in den Megacitys.
     Babe schnaubte abfällig, als ihr die schillernden Geschichten in den Sinn kamen, welche nach billigem Alkohol stinkende Opas in den wackeligen Kaschemmen mit freudig glänzenden Augen erzählten. Ob das wirklich an den wunderbaren Erinnerungen ihrer abenteuerlichen Jugend lag oder den gepanschten Pimps – der allgemeine Begriff für magisch-chemische Drogen, die einem das Hirn umstülpten – vermochte niemand so genau zu sagen.
     Und doch war dies der Ort, welchen diese exzentrischen Menschen bevorzugten. Sie waren auf die Straße geflüchtet, raus aus ihren engen Wohnungen in der Stadt, hinaus auf den Asphalt, welcher nach Freiheit duftete – und verkokelten Überresten wilder Magieanwendungen.
     Babe wandte sich ab, spazierte über die Dächer, kletterte Leitern hinab, durchquerte Räume, welche vielleicht mal als Wohnzimmer gedient hatten, und erreichte schließlich das Ende der Welt ... dieser Welt.
     Ihre Fußspitzen überragten die glatte Kante des Fabrikdachs. Der Wind zupfte an ihren Haaren, wehte sie von hinten in ihr Gesicht, sodass sie die Strähnen mit einer Hand aus der Stirn schieben und festhalten musste. Als wäre dieser Moment eine kitschige Szene einer schnulzigen Online-Serie, begann ein ruhigerer, sphärischer Song in ihren Kopfhörern.
     Unter ihren Zehen bot sich den Augen ein gänzlich anderes Bild der Menschheit. Bis zum Horizont erstreckte sich Neo-Lhasa, eine der sieben Megacitys der Welt.
     Berge, Täler und Ebenen waren überzogen mit einem Schachbrett aus perfekten, im Grundriss kreisförmigen, Wolkenkratzern. Dazwischen erhoben sich große Pyramiden, deren kristalline Spitzen das Sonnenlicht in sein Farbspektrum aufbrachen. Geometrische Brillanten, strahlende Juwelen am Himmelszelt.
     Die Stadt war beinahe ein lebendiger Organismus. Das Metall, die Keramik und der Kunststoff ihr Körper. Die Magie und die Runen ihr Atem. Die Wissenschaft ihr Wille. Die Menschen ihre symbiotischen Bakterien und Viren. Dieser Ort wuchs unaufhörlich, wie auch die anderen Megacitys der Erde.
     Als der sanfte Song in Babes Ohren verklang und das Geschrubbe ätzender elektrischer Saiten ihr Hirn wachrüttelte, schüttelte sie den Kopf, um die tiefsinnigen Gedanken zu vertreiben. Die Zeiten solcher bedeutungsschwangeren Überlegungen hatte sie eigentlich schon lange hinter sich gelassen.
     Sie hatte auch mittlerweile ihr Ziel erreicht: ein verzahnter Turm aus Baracken. Das windschiefe Ding bog sich bedenklich über eine halbrunde Grube, welche mit Maschinen befüllt war. In dieses Loch warfen die Flugtransporter ausgediente Geräte, damit die Fabrik diese nach und nach transmogrifizierte – das bedeutete: Magie entzog, kanalisierte und dessen physische Gefäße umstrukturierte.
     Sie hangelte sich die erstaunlich sorgfältig befestigten Leitern nach oben und stand schließlich auf einer winzigen Veranda.
     Neben der Eingangstür standen ein Stuhl und ein kleiner Hocker, welcher als Tisch fungierte. Auf ihm fanden sich eine leere Flasche Rhabarber-Limonade, eine angeknabberte Packung Zartbitterschokolade und ein hölzerner Block, welcher mit einer groben Klinge solange vergewaltigt worden war, bis er die Form eines Zombiekopfes angenommen hatte – oder sollte es das Hinterteil eines Ochsen darstellen? Auf dem Fensterchen inmitten der mit Kampfkunstwerbeplakaten beklebten Tür, war mit Draht eine Minz-Pflanze befestigt. Ihr Geruch stieg angenehm in Babes Nase.
     Sie trat in das kleine Zimmerchen dahinter – direkt in eine enge Küchenzeile. Die verklebten Platten und geschwärzten Geräte zeugten von wenig Interesse an Sauberkeit. Raumdominierend war jedoch der mitten in Raum angebrachte, meterbreite Duschkopf.
     Sicher, der schlecht gekritzelte Runenkreis auf dem Fußboden sorgte für eine eingegrenzte Wasserglocke, aber wollte man wirklich zwischen Kühlschrank und Haustür duschen? Abgesehen davon: Soweit Babe wusste, war nie abgeschlossen. Ob das von latentem Exhibitionismus zeugte? Sie nahm sich vor, bei Gelegenheit zu fragen – also, wenn es am peinlichsten und damit am amüsantesten werden würde.
     Grinsend kletterte sie die Leiter am hinteren Ende des Raumes nach oben. Schon bevor sie die verbogene Luke öffnete, konnte sie das Keuchen hören. Babe stieß schwungvoll das Metall auf und zog sich mit den Armen nach oben.
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