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TASCHENBUCH
 
Second Horizon
Verfasser: E.F. v. Hainwald (5)
Verlag: GedankenReich (26)
VÖ: 13. März 2020
Genre: Fantasy (11138)
Seiten: 492 (Taschenbuch-Version), 376 (Kindle-Version)
Themen: Exorzisten (10), Hacker (121), Magie (2203), Selbstbestimmung (39), Vertrauen (879), Wissenschaft (68)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats März 2020 nominieren
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei E.F. v. Hainwald für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu E.F. v. Hainwald gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

ZERUM
(Prolog)


»Engelverdammtes Drecksteil!«, grollte Wolf und trat mit voller Kraft gegen den Automaten.
     Das Gerät zeigte sich gänzlich unbeeindruckt, obwohl es sicherlich schon bessere Tage gesehen hatte. Die Kunststoffverkleidung war mit vulgären Sprüchen verziert worden. Das matte Gerüst aus einer Keramiklegierung, welches seine cybermagischen Energien unempfindlich gegen Eingriffe von außen machte, war an einigen Stellen ordentlich geschwärzt. Vermutlich waren bereits andere Kunden aus Wut über das störrische Ding geplatzt und hatten sich tätlich daran vergangen. Die holografischen Bedienfelder flimmerten kränklich und rutschten manchmal mehrere Handbreit zur Seite.
     Wolfs rabiates Scharren mit den Pranken ließ sie allerdings nur müde Wellen werfen und brachte nicht den gewünschten Erfolg – hämisch grinsten ihn die Werbegesichter auf den bunten Verpackungen hinter der Kryoscheibe an, während sie stur in ihren Verriegelungen verharrten.
     Plötzlich ließ ein lautes Donnern seine Ohren zucken. Er schaute nach oben und kratzte sich gelangweilt am Hinterkopf. Vermutlich schlugen sich nur wieder irgendwelche Straßengangs gegenseitig die Köpfe ein. Als jedoch nicht weit von ihm entfernt ein ohrenbetäubendes Krachen ertönte, blickte er argwöhnisch den spärlich beleuchteten Korridor hinab.
     Es war spät. Die Läden hatten Sperrstunde – ohne die allgegenwärtige Geschäftigkeit hatte sich ein eigentümlicher Schleier der Ruhe auf den mehrstöckigen Handelsbezirk gelegt. Nichtsdestotrotz strahlten grelle Holo-Reklamen an den Wänden. Magische Illusionen liefen, ruhelosen Seelen gleich, umher und wollten trotz geschlossener Läden Passanten mit einem breiten Lächeln zum Einkauf locken. Das pulsierende Licht hinter den Belüftungsventilatoren unterhalb der Bodengitter verlieh ihnen eine perfide Mehrdimensionalität.
     Die Magi-Techs machen sie viel zu real. Sie reagieren nicht nur auf Worte – sie plaudern auch untereinander, sinnierte Wolf, während er das Bild einer blonden Frau mit einem Kopfschütteln abwies.
     Der Boden begann auf einmal heftig zu vibrieren und er schaute sich alarmiert um.
     An der nächsten Straßenbiegung krachten prompt die Stahlträger der Decke herab und begruben mehrere der Illusionen unter sich. Der dumpfe Gong des Aufpralls hallte lautstark von den Wänden wider, woraufhin ein spitzer Schmerz durch Wolfs Hirn schoss. Er schlug die Handflächen gegen seine empfindlichen Ohren und presste fest die Lider zusammen.
     Das Getöse währte nur kurz. Vorsichtig öffnete er die Augen und begutachtete die Einsturzstelle aus sicherer Entfernung. Ein riesiges Loch klaffte in der Decke. Zahllose Kabel baumelten herum und sprühten grelle Funken. Im Lichtkegel aus der darüberliegenden Ebene tanzte aufgewirbelter Dreck. Der breite Strahl beleuchtete den Stahlhaufen, als hätten Wolken der Sonne einen Riss zum Hindurchscheinen gewährt. Die Szenerie ließ ihn wie den grotesken Altar irgendeiner fremden Religion wirken.
     Auf den kantigen Formen lag jedoch etwas, das dort offensichtlich nicht hingehörte: die geschwungenen Umrisse einer Person. Sie rührte sich nicht, und der metallische, süßliche Geruch von Blut stieg in Wolfs Nase.
     Als sich nichts regte und die ersten Illusionen aus dem Stahl hervortraten, als wäre nichts gewesen, wandte er sich wieder desinteressiert den wichtigen Dingen des Abends zu: seiner persönlichen Belohnung in den Eingeweiden dieses cybermagischen Schrotthaufens.
     Er hatte beinahe seine letzten Creds – die gängige Bezeichnung für digitale Kredite, welche die weltumspannende Währung des Vereinten-Erd-Kombinats bildete – ausgegeben. Ihm blieb noch ein letzter Versuch, wenn er den Kontostand richtig in Erinnerung hatte.
     Was soll's, dachte er resigniert. Morgen lasse ich mir irgendetwas Neues einfallen – irgendwann musste mein Glück ja enden.
     Also kramte er in der zerfledderten Tasche, die an den Gürtelschlaufen seiner durchgewetzten Jeans baumelte, und zog schließlich einen schmalen Knochen hervor. Es war das Bruchstück eines menschlichen Handknochens, und wenn ihn jemand damit erwischte, würde er vermutlich einem Engel ins Antlitz blicken müssen.
     Der freundliche Spender hatte tot in einer Wellblechhütte gelegen. Dass Wolf aufgrund seiner feinen Sinne die Leiche gewittert hatte, war ein glücklicher Zufall gewesen. Doch natürlich würde das die Gesetzeshüter nicht im Geringsten interessieren.
     Wolf straffte die Schultern und richtete seinen bestienartigen Körper zu voller Größe auf, um den Automaten vor etwaigen Blicken abzuschirmen. Er nahm den Knochen vorsichtig zwischen zwei seiner Krallen und hielt ihn in die Bezahlschranke. Sie reagierte umgehend auf den darin eingepflanzten Chip. Auf der holografischen Anzeige blinkte Bitte Produkt wählen.
     »Na also«, brummte Wolf leise, steckte den Knochen wieder weg und wählte das Objekt seiner Begierde.
     In freudiger Erregung tapste er von einer Pfote auf die andere, stützte sich mit seinen Pranken an der Kryoscheibe ab und starrte in das Gerät. Das Fell auf seinen Armen richtete sich auf, während die eisige Kälte des magischen Barrierefeldes in seinen Körper kroch.
     Nichts.
     Absolut nichts geschah.
     »Nein«, murmelte er, dann knurrte er wütend und schrie: »Elender Engelschiss! Das darf doch nicht wahr sein!«
     Dadurch entging ihm das leise Klicken hinter sich.
     Unzählige Geschosse schlugen neben ihm in das Gerät ein und zersplitterten die Verkleidung. Erschrocken sprang er zur Seite, wirbelte herum und ging kampfbereit in die Knie. Er biss seine Zähne zusammen und zwang sich stillzustehen, denn er wollte nicht unbedingt provozieren für einen leeren Geldchip durchlöchert zu werden, wie Dosen in einer Schießbude. Mit zusammengekniffenen Augen begutachtete er den Angreifer, welcher mitten auf der Straße stand.
     Es war eine zierliche Frau, gekleidet in so etwas wie einen Arztkittel – zumindest, wenn man versuchte ihre zerfetzten, dreckigen Klamotten irgendwie zu interpretieren. In der Hand ihres nach vorn ausgestreckten Arms rauchte noch immer der Lauf einer halbautomatischen Pistole. Zum Glück hatte sie gewöhnliche Munition verwendet, sodass Wolf trotz der Treffer in unmittelbarer Nähe unversehrt geblieben war.
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