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Ludwig Licht 3 - North of Paradise
Verfasser: Thomas Engström (4)
Verlag: Bertelsmann (465)
VÖ: 23. Dezember 2019
Genre: Thriller (6225)
Seiten: 304
Themen: Agenten (925), CIA (174), Kuba (35), Miami (90), Mord (5390), Russland (198), USA (540), Verschwörungen (468)
Reihe: Ludwig Licht (4)
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KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Im vergangenen Jahr strahlte das ZDF einen Zweiteiler namens »West of Liberty« aus. Dabei handelte es sich um eine schwedisch-deutsche Co-Produktion, in der Wotan Wilke Möhring die Hauptrolle spielte, da er der (deutsche) Lieblingsschauspieler des Autors der Geschichte gewesen sein soll. Jener Autor ist der Schwede Thomas Engström, und seine Romanvorlage zu »West of Liberty« bildete nur den Auftakt zu einer vierteiligen Thrillerreihe. Diese erschien zwischen 2013 und 2017 auf Schwedisch und wurde von der dortigen »Krimiakademie« (Svenska Deckarakademin) mehrmals ausgezeichnet - einmal für das beste Debüt, zweimal für den besten Krimi des Jahres. Ehe die deutschsprachigen Versionen erschienen, vergingen einige Jahre, im Zuge der Ausstrahlung von »West of Liberty« wurden die vier Bücher dann jedoch ab dem vergangenen Frühjahr in kurzen Zeitabständen veröffentlicht.

Wir haben uns nun an den dritten Band der Reihe gewagt, auch wenn uns das Vorwissen aus den beiden Auftaktbänden fehlte. Jedes Buch erzählt einen in sich abgeschlossenen Fall, wenngleich Rahmenhandlung und einige Personen fortlaufend vorkommen, so dass es nicht die weiseste Entscheidung war, hier einzusteigen. Dennoch wollen wir euch unseren Eindruck nicht vorenthalten. »North of Paradise«, so der Name des Buches, erschien im Dezember im C. Bertelsmann Verlag zunächst als E-Book zum Preis von 9,99 Euro, die Printversion folgte Ende Januar mit einem Preis von fünfzehn Euro. Das Buch ist 304 Seiten dick.

Wenn man hört, dass man die Kombination aus »Schweden«, »Thriller« und »Buchreihe« vor sich hat, dann hat man natürlich gewisse Klischeevorstellungen. So zum Beispiel die des an sich sehr begabten Ermittlers, der allerdings mit größeren persönlichen Dämonen zu kämpfen hat und bis zu einem gewissen Grad abgewrackt daherkommt. Das gab es inzwischen schon so oft, dass es langsam seine Möglichkeiten ausgereizt hat. Wenn man sich allerdings nicht nur auf das Lesen solcher Romane beschränkt, sondern Abwechslung in seinem Leseplan hat, dann verfehlt es seine Wirkung trotzdem immer noch nicht. Tatsächlich erfüllt der Held von Engströms Reihe - ein inzwischen etwas in die Jahre gekommener einstiger Doppelagent aus der Zeit des Kalten Krieges namens Ludwig Licht - ziemlich genau die Klischees, die man vorab vor dem inneren Auge hat. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass der Rest der »Schwedenthriller-Klischees« nicht stimmt, denn Licht wird hier in eine actionreiche Story mit internationalem Flair platziert, was viel näher an den Thrillerreihen um Helden wie Jack Reacher oder Ethan Hunt erinnert. Teilweise in dem Maße, dass man glatt wieder die Klischeevorstellungen vorfindet, die man nun wiederum gegenüber solchen Buchreihen hegt. Anders ausgedrückt: Engström platziert hier einen »typisch schwedischen« Charakter in ein »typisch amerikanisch« wirkenden Thriller, und obwohl beides für sich manchmal schon ein wenig ausgelutscht sein kann, ist die Kombination aus beidem durchaus ziemlich erfrischend.

Doch worum geht es überhaupt in »North of Paradise«? Es geht darin nach Miami, wo zwei Anführer der zahlreichen dort lebenden Exilkubaner ermordet werden, was für eine Menge politischen Aufruhr sorgt, denn schließlich könnten die kubanischen Machthaber dahinterstecken und sich auf diese Weise gerächt haben. Ludwig Licht wird vom CIA gebeten, sich die Sache näher anzusehen, wodurch er in ein schon seit Jahrzehnten existierendes und immer vertrackteren Geflecht an fragwürdigen und gefährlichen Angelegenheiten gerät, das für größere diplomatische Probleme von internationalem Ausmaße sorgen könnte. Denn auch wenn das Ganze in den Zehnerjahren des neuen Jahrtausends angesiedelt ist, ist das Ringen um Kuba noch nicht zu Ende.

Ludwig Licht ist aufgrund persönlicher Defizite nicht zwingend als der sympathischste Hauptdarsteller zu bezeichnen, was aber durchaus so gewollt ist und auch funktioniert. Dass eine Person mit seinen Schwierigkeiten in der Lage ist, den Schalter so weit umzulegen, dass er anschließend alles vollbringt, was er in »North of Paradise« schafft, sei dabei mal dahingestellt. An seiner Figur merkt man nebenbei bisweilen recht deutlich, dass es doch viel sinnvoller gewesen wäre, die Reihe ab dem ersten Band zu lesen. Losgelöst davon ist das Ganze wirklich interessant, da allein schon die Grundsituation um Kuba, die hier herangezogen wird und den Lesern in vielen Feinheiten nahegebracht wird, ein wirklich spannendes Element der Weltpolitik ist. Und spannend ist auch das richtige Stichwort, denn das trifft auch auf die eigentliche Story zu, die Engström in seinem Buch erzählt. Der Autor legt eine hohe Schlagzahl an und er treibt die Leser auf sehr hohem Tempo durch die Szenen. Vergleichsweise ruhig geht es eigentlich nur am Anfang zu, was durchaus hilfreich ist, da man erst einmal eine Weile benötigt, um den richtigen Überblick zu entwickeln, wie man die einzelnen Akteure grob einordnen sollte. Anschließend entwickelt sich eine unterhaltsame und brisante Geschichte, die sich immer weiter steigert und dabei nichts von ihrer Schlüssigkeit verliert. So ergibt sich hier ein Buch, das eigentlich jeden zufriedenstellen sollte, der sich für actionreiche politisch angehauchte Thriller begeistern kann. Es ist allerdings dringend angeraten, nicht unseren Fehler zu nachzumachen, sondern die Reihe chronologisch zu lesen.
– geschrieben am 15. März 2020 (4/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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Autorin des Buch-Einblicks: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz