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Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15542)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11158)
Seiten: 443
Themen: Magie (2208), Widerstand (114)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
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Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Javad hatte sich wenige Stunden später alles in Ruhe angehört, nicht so schockiert reagiert wie Sherin und Finley, doch auch er hielt sich fortan von Suil fern. Ein paar Tage später hatte Suil beobachtet, wie sich die drei in einem Truppenzelt grimmig stritten, als Bobby dazu kam. Suil hatte nichts hören können, aber offensichtlich erzählten ihr die drei etwas ganz außergewöhnlich Fürchterliches, was Bobby zu einem sehr schrillen, spitzen Schrei veranlasste. Seitdem legte Bobby die gleiche Verhaltensweise an den Tag wie der restliche Kern der Bàs.
     Die ersten Wochen hatte Suil unfassbar gelitten. Sie weinte tagelang und verließ die Wohnung nicht mehr. Doch niemand kam, um nach ihr zu sehen, um mit ihr zu reden. Die grässlichen Visionen wurden häufiger und länger. Suil fühlte sich allein, ausgestoßen, zurückgewiesen, verrückt. Nach einer besonders intensiven Halluzination rannte sie schreiend aus der Wohnung, aus dem Haus, aus dem Lager und immer weiter, bis sie auf die schäbige Bar kurz hinter der großen Kreuzung stieß. Vor der Spelunke saß in der abendlichen Dämmerung ein Mann, der offensichtlich ein Getränk zu viel genossen hatte.
     "Bist du bekloppt?", hatte er gelallt, als sie wie vom Blitz getroffen vor ihm stehen blieb.
     In diesem Moment erkannte sie, was mit ihr passierte. Sie wurde verrückt. Angesichts der soeben abgeklungenen Halluzination korrigierte sie sich. Sie war verrückt geworden. In einer Welt wie dieser, konnte der Widerstand keine Verrückten gebrauchen. Deswegen hatten sie die Bàs ausgestoßen. Zunächst hatte Suil noch an ihrer Variante der Ereignisse gezweifelt. Ihr Vater würde sie niemals im Stich lassen, verrückt hin oder her. Doch als die Wochen ins Land strichen und sich Finleys Verhalten ihr gegenüber nicht geändert hatte, begann sie ihre eigene Geschichte zu glauben. Suil konnte den Schmerz, von ihrer Familie so abrupt und so schonungslos verstoßen worden zu sein, kaum aushalten. Das laute Schnarchen des Besoffenen vor ihr, der sich im Schlaf vor ihren Augen in die Hose pisste, griff Suil als Wink des Schicksals auf. Sie hatte kein Zuhause, keine Familie mehr und sie wurde zunehmend verrückter. Suil beschloss erwachsen zu werden, schließlich war sie auch schon 17 Jahre alt, und es dem Großteil der Menschen in dieser Stadt gleichzutun. Sie gab auf, fügte sich ihrem Schicksal und beschwerte sich mal laut, mal leise in einer Bar über ihr Leben. Vor vier Monaten hatte sie die erste Halluzination heimgesucht, nun lag sie auf dem feuchten, Unkraut überwucherten Boden zwischen den Baracken und hoffte einmal mehr, dass es schnell vorbei sein möge.
     Wie immer sah sie zuerst die seltsame Frau. Suil war sich ziemlich sicher, dass die Frau die falsche Göttin Lita war, auch wenn sie ein bisschen anders aussah als bei den Übertragungen auf den großen Leinwänden, die sich ihre ergebenen Diener mehrmals im Jahr ansehen mussten. Finley und die Bàs verfolgten Litas Machtdemonstrationen, die religiösen Ritualen glichen, nur über ein ausgefeiltes Spiegelsystem. Es war zu gefährlich für die Bàs, sich zu diesen Anlässen auf die großen Plätze der Stadt zu wagen. So hatten sie ein ziemlich gewieftes Spiegelnetz geschaffen, das es ihnen ermöglichte, die Übertragung aus der Ferne und dennoch live zu verfolgen. Natürlich war dieses System nicht perfekt, aber es ermöglichte den Bàs sich sprichwörtlich ein Bild von Lita zu machen. So hatte auch Suil Lita zum ersten Mal gesehen, über mehrere Spiegel weitergeleitet und in einem eher bescheidenen Bildformat. Vielleicht war sie sich deswegen nicht ganz sicher, ob es wirklich Lita in ihren Halluzinationen war. Doch vieles sprach dafür, dass die Herrscherin der Welt Suil in den Wahnsinn trieb. Entgegen der eher verschwommenen gespiegelten Ansprachen, sah Suil Lita nun wieder einmal glasklar und chilischarf vor sich. Ein weiterer Faktor, der dafür sprach, dass es sich in Suils Halluzinationen tatsächlich um Lita handelte, war die überwältigende Anzahl von Rogmocan, die sich immer in ihrer Nähe aufhielten und der Mann, der ihr nie von der Seite wich, bei dem es sich nur um Karl handeln konnte. Immer wieder war Suil erstaunt darüber, wie jung Lita und Karl in ihren Halluzinationen aussahen. Nach allem, was bekannt war, musste Lita bereits um die 60 Jahre und Karl um die 80 Jahre alt sein. Dass die falsche Göttin nicht zu altern und bei ihrem 30-jährigen Selbst äußerlich stehen geblieben zu sein schien, ergab angesichts ihrer Gabe und gewaltigen Macht irgendwie Sinn. Allerdings machte es den Anschein, dass auch Karl die Zeit nichts anzuhaben schien und er war nur eine Art Hohepriester. Immer im Hintergrund aber immer dabei, bei jeder Übertragung, bei jedem Auftritt.
     Viele Male hatte Suil versucht, sich selbst zu analysieren. Warum hatte sie ausgerechnet Halluzinationen von der falschen Göttin und ihren Schergen? Eine einfache Erklärung wäre gewesen, dass Lita durch ihr Schreckensregime immer und überall präsent war und Suil, nicht nur Mitglied des Widerstands, sondern Tochter dessen Anführers, sich unterbewusst permanent bedroht fühlte und in Angst vor Festnahme oder Tod lebte. Doch so tief sie auch versuchte, in sich selbst zu graben, fand sie weder ein Gefühl stetiger Bedrohung, noch hatte sie Angst vor dem Tod. Sie hatte zu viele Bàs sterben sehen, als dass der Tod noch ein bedrohlicher Fremder für sie gewesen wäre. Sie hatte ihre Mutter sterben sehen. Dieser Umstand, dass Suil nicht nur keine Ahnung hatte, warum sie plötzlich von Halluzinationen befallen wurde, sondern sie sich auch nicht im Geringsten erklären konnte, warum ausgerechnet Lita und ihr Gefolge die Hauptrolle in jeder einzelnen davon spielten, machte die ganze Angelegenheit nur noch unerträglicher für sie.
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