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Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15542)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11158)
Seiten: 443
Themen: Magie (2208), Widerstand (114)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
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Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Der Eingang zum Gelände wurde von den wenigen Straßenlampen, die noch nicht den Dienst quittiert hatten, in ein schaurig schönes Mattgold getaucht, was angesichts der Finsternis, die den Rest des Areals fest im Griff hatte, dem Ganzen etwas Mystisches gab. So stellte sich Suil ein magisches Portal in eine andere Dimension vor. Gewissermaßen war es das auch, wenn man bedachte, dass hinter dem so pittoresk leuchtenden Eingang jede verfügbare Droge in rauen Mengen konsumiert wurde. Das 70.000 Quadratmeter große Gelände wurde hier am Eingang von einer Straße und dahinterliegen Häuserzeilen, im Osten von dichten Baumgruppen, im Norden von längst stillgelegten S-Bahn Gleisen und im Westen von einer weiteren Brücke eingefasst. Auf dem großen Areal befanden sich mehrere alte Backsteinhäuser und Lager, die seit Litas Herrschaftsbeginn Zufluchtsort für all jene boten, die schnell erkannt hatten, dass auch ohne existierende Geldwährung, ohne Nahverkehr oder Autos, einem rapide zur Neige gehenden Medikamentenvorkommen und ohne Zugang zu sonstigen Hilfsmitteln, die sich vielleicht früher in Chemielaboratorien oder Apotheken finden ließen, Drogen nicht nur hergestellt werden konnten, sondern auch dass die Nachfrage erheblich war. Erstaunlicherweise interessierte es Litas Truppen überhaupt nicht, dass viele, besonders noch sehr junge Leute auf dem Gelände ihr Leben dramatisch verkürzten und in einigen Fällen sogar beendeten. Die Drogen versprachen einen Ausweg aus der Realität, aufgrund der limitierten Möglichkeiten diese herzustellen, waren sie zumeist allerdings hochgiftig. Solange Leute betäubt oder gar tot waren, bedrohten sie nicht Litas Herrschaft und so überließ man die Menschen auf dem Gelände sich selbst.
     Gerade einmal vier Monate war es her, dass Suil zum ersten Mal einen Fuß auf dieses Gelände gesetzt hatte. Sie hatte es im Lager einfach nicht mehr ausgehalten, aber nicht gewusst, wohin sie gehen sollte. Ein Typ in Janneks Bar hatte wüste Geschichten über das Gelände erzählt und für Suil klang es nach einem Zufluchtsort, an dem sie zumindest ihre Ruhe haben würde. Langsam schritt sie den gepflasterten Weg entlang und nahm zwischen zwei kleinen Backsteinbaracken einen Trampelpfad. Gedankenverloren schlenderte sie zwischen den Baracken hindurch, als ein gleißender Schmerz kurz, aber umso intensiver, ihre Schläfe durchzog. Sie sackte auf ihre Knie, Tränen quollen unaufhaltsam aus ihren Augen und wimmernd hielt sie sich den Kopf. "Nicht schon wieder, nicht schon wieder", flehte sie leise, doch die Stimmen und Halluzinationen hatten sich bereits in ihrem Hirn festgefressen. Weinend kippte Suil zur Seite, rollte sich auf dem feuchten Unkraut, das sich an der Wand der Baracke emporschwang, zusammen und hielt ihre Knie fest umschlungen. Sie versuchte die Augen zu öffnen, doch wie schon bei den Malen zuvor, konnte sie nichts sehen, außer den Bildern in ihrem Kopf.
     Das erste Mal war es nachts gewesen und Suil dachte, sie hätte einen sehr lebendigen Traum gehabt. Die nächsten Male hatten ihr solche Angst gemacht, dass sie sich nicht rühren konnte, sie wusste einfach nicht, was mit ihr geschah. Die Bilder und Stimmen waren so real, sie konnte es in keiner Weise kontrollieren oder aufhalten, war diesen Halluzinationen hilflos ausgesetzt. So sehr sie sich auch bemühte, sie konnte keine Ursache, keine Erklärung für das plötzliche Auftreten dieser Heimsuchungen finden. Weder hatte sie sich besonders gestresst gefühlt, noch war sie in irgendeiner Weise krank gewesen. Zuerst hatte sie die Halluzinationen geheim gehalten und niemandem davon erzählt, in der Hoffnung, dass sie so plötzlich wieder verschwinden würden, wie sie gekommen waren. Eine Woche nach dem vermeintlichen Traum hatte sie die Hoffnung aufgegeben, dass es einfach aufhören würde. Sie war zu ihrem Vater gegangen und hatte ihm davon erzählt. Finley war offensichtlich schockiert, doch dann hatte er sich seltsam verhalten und Suil noch mehr Angst gemacht, als sie sowieso schon hatte. Ihr Vater hatte angefangen zu weinen. Gefühlte Stunden hatte er sie im Arm gehalten, während seine Tränen in ihrem Pullover Zuflucht suchten. Dann hatte er sie auf die Stirn geküsst und ihr lange in die Augen geschaut.
     "Du musst jetzt sehr stark sein. Gedulde dich, wir finden eine Lösung. Die Bàs müssen sich jetzt eine Weile von dir fernhalten." Dann war er hinaus gegangen. Suil hatte keine Ahnung gehabt, was vor sich ging, und war zutiefst beunruhigt gewesen.
     Seit diesem Tag mied er sie, sprach nur noch das Nötigste mit ihr, wenn sie es überhaupt schaffte, für einige Minuten in seine Nähe zu gelangen. Egal, wie oft sie ihn fragte, was los war und warum er ihr aus dem Weg ging, die Antwort war immer dieselbe. Ein ausweichender Blick und ein zugekehrter Rücken. Es war, als ob er vor ihr floh, sobald sie in seine Nähe kam, als könnte er ihre Anwesenheit nicht mehr ertragen. Verzweifelt und verwirrt suchte Suil einige Tage später bei Sherin Hilfe. Sie hatte sich herzzerreißend um sie gekümmert, als ihre Mutter bei einem Angriff von Litas Truppen ums Leben gekommen war. Finley hatte sich eine Woche lang vergraben, taub vor Trauer um Ava. Sherin hatte sich der kleinen Suil angenommen und ihr geholfen, mit dem grausamen Verlust umzugehen. Damals hatte ihr Vater sie in die Arme genommen und fest an sich gedrückt, als er sich entschuldigte, dass er sich seiner eigenen Trauer überlassen und nicht für Suil dagewesen war. Bereits vorher, und seit Avas Tod erst recht, waren Finley und seine Tochter eine unzertrennliche Einheit, ein zweiköpfiges A-Team. Umso mehr schmerzte es Suil, im Stich gelassen worden zu sein. Zumal sie sich einfach nicht erklären konnte, was vor sich ging. Bei Sherin hatte sie nach Antworten gesucht, doch die massive Frau war zunächst bis ins Mark erschüttert gewesen und als sie sich wieder gefangen hatte, umarmte sie Suil herzlich, gab ihr einen Kuss auf die Wange und ignorierte sie von da an genau wie ihr Vater.
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