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Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15542)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11158)
Seiten: 443
Themen: Magie (2208), Widerstand (114)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
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Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     "Wen interessiert denn bitte schön, wie alt ich bin? Soweit ich weiß, erachtet unsere hochverehrte Göttin Drogenkonsum jeder Art als hervorragendes Mittel, die Menschen noch weiter zu verblöden und zu kontrollieren."
     Ein entsetztes Raunen ging durch die Bar.
     "Bist du wahnsinnig?", schrie Jannek aufgebracht und schlug sich die Hände fassungslos vor das Gesicht. "Das ist Blasphemie!"
     Schwitzend und panisch blickte Jannek sich im Raum um. Jeder hier konnte diesen Vorfall melden und das würde seinen sicheren Tod bedeuten. Die restlichen Gäste saßen steif auf ihren Stühlen und versuchten krampfhaft, das Gehörte ungehört zu machen. Langsam schweifte sein Blick zu dem Mädchen zurück, das ihn mit hochgezogenen Augenbrauen belustigt anschaute.
     "Ich hätte da noch die eine oder andere Meinung zu unserer Herrscherin vorzutragen..."
     "Schweig! Um Himmels Willen schweig!" Eilig füllte Jannek ein frisches Glas mit Gin und reichte es über den Tresen.
     "Um Himmels Willen", murmelte das Mädchen und widmete sich ihrem Glas. Nach einer Weile war die Aufregung vergessen und wieder Ruhe in der Bar eingekehrt. Jannek hielt sich so weit wie möglich von dem Mädchen fern und wienerte wie besessen die hintere Ecke des Tresens. Ungewollt hörte er das Gespräch der drei alten Männer, die an einem schäbigen Plastiktisch im Halbdunkel saßen.
     "Schon wieder zwei", flüsterte der Mann mit gelben Zähnen und trüben, blauen Augen. Sein Gegenüber, das von einem grauen Bart überwuchert war, nickte ernst. "Marthas Sohn und die Tochter von Eljas."
     Der dritte im Bunde hatte offenbar Schwierigkeiten, die Neuigkeiten vollumfänglich zu verarbeiten. "Was wollt ihr damit sagen? Vielleicht sind sie einfach nur weggerannt."
     Der Graubart schaute ihn aus leeren Augen an, die ebenso farblos wie sein Bart waren. "Elf Jugendliche in vier Monaten? Alle weggerannt? Ohne Abschied, ohne jegliche Spur von ihnen?" Bedeutungsvoll blickte er in die Runde. "Ihr passt besser sehr gut auf eure Enkel auf. Ich werde meine Tanja jedenfalls nicht mehr aus den Augen lassen."
     Bestürzt schwiegen sie und starrten in ihre Gläser. Leise und zögerlich hob der Gelbzahnige den Kopf. "Was glaubst du, ist mit ihnen passiert? Denkst du ...", er schluckte schwer und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Obwohl der Frühling gerade erst angebrochen war, war die Luft in der Kneipe sommerlich warm und feucht. "Denkst du sie hat die Kinder?"
     "Meine Herren!", wurden sie schallend von dem Mädchen unterbrochen, das zuvor für Aufregung gesorgt hatte. "Es ist scheißegal, ob sie weggelaufen sind oder nicht. Das einzig Wichtige ist, dass ihr nichts, aber auch gar nichts dagegen unternehmen könnt!" Sichtlich angetrunken stützte sie sich mit einer Hand auf die Stuhllehne des Graubärtigen. Er drehte sich um, schob ihre Hand barsch von der Lehne seines Stuhls und fauchte sie an.
     "Es gibt sehr wohl etwas, das wir tun können! Wir können zum Anführer der Bàs gehen und ihn um Hilfe bitten!"
     Das Mädchen brach in schallendes Gelächter aus. "Die Bàs! Was hat dieser Haufen jemals für euch getan?"
     Bestimmt schob sich der Graubart vom Stuhl hoch, packte das Mädchen bei den Schultern und schüttelte sie wütend, während er eindringlich auf sie einredete. "Wag es nicht, schlecht über die Bàs zu reden. Wir alle hier haben ihnen unser Leben zu verdanken. Nicht nur uns und nicht nur einmal haben sie Leute aus den Fängen der Rogmocan und aus der Gefangenschaft befreit!"
     Unbeeindruckt wischte das Mädchen die Hände des Alten von ihren Schultern, verdrehte seinen Arm und zwang ihn so, sich wieder zu setzen. "Wenn du noch ein bisschen lauter sprichst, hört dich mit Sicherheit jemand, den deine Liebe für die Bàs sehr interessieren könnte".
     Mit einem verächtlichen Schnaufen verließ sie die Runde und die Kneipe.
     Aufgebracht schaute ihr Graubart nach und wollte ansetzen etwas hinterherzurufen. "Nicht!", zischte Gelbzahn. "Wenn dich jemand hört! Weißt du nicht, wer das ist?" Er bekam ein ahnungsloses Kopfschütteln als Antwort. "Das ist Finleys Tochter", gab Gelbzahn an und erntete ungläubige Blicke.
     "Der arme Finley", murmelte Graubart in eben jenen und erhielt ungesehen stummen Zuspruch von Jannek.
     "Die Bàs!", lallte Suil immer noch belustigt, als sie aus dem Halbdunkel der Bar in das Dunkel der Außenwelt trat. Entschlossen wankte sie vorwärts und blieb stehen, als sie die Kreuzung erreichte. Rechts ging es zum Lager, links zu einem alten Fabrikgelände, auf dem sich alle Arten von zwielichtigen Gestalten tummelten. Gerade wollte sie den linken Weg einschlagen, als sie sich abrupt nach rechts wandte. Geräuschvoll übergab sie sich auf die rechte Seite der Kreuzung. "Das habe ich zu den Bàs zu sagen!", schrie sie triumphierend in die Nacht und ging in Richtung Fabrikgelände.
     Mit jedem Schritt an der frischen Luft wurde sie nüchterner und die Angst vor einem neuen Anfall heftete sich wieder an ihre Fersen. Suil versuchte krampfhaft, nicht daran zu denken. Plötzlich schämte sie sich, dass sie Jannek und die drei alten Männer so blöd angemacht hatte. Ihr war bewusst, dass sie sich unmöglich verhielt, aber manchmal musste sie ihren Frust und Zorn einfach rauslassen. Außerdem regte diese ständige Vorsicht, das Flüstern und über die Schulter schauen bei allem was die Leute sagten, tierisch auf. Wenn sie sich wirklich sorgten, dass ihre Enkel reihenweise auf unerklärliche Art und Weise verschwanden, sollten sie dann nicht lieber etwas unternehmen, anstatt in einer Bar darüber zu sinnieren? Doch sie wusste tief im Inneren, dass sie mit ihrer Ansage eben durchaus den Kern der Wahrheit getroffen hatte. Es gab nichts, was sie unternehmen konnten. Deshalb waren die Bàs umso wichtiger und so hoch angesehen. Dank dieser Leute gab es die Bàs überhaupt noch. Würden große Teile der Bevölkerung, die wussten, dass sich das Hauptlager des Widerstands quasi um die Ecke befand, nicht dichthalten und so die Bàs schützen, hätten sie keine ruhige Minute mehr gehabt. Suil war so stolz gewesen, ein Teil des Widerstands zu sein. An der Seite ihres Vaters. Doch all das war jetzt vorbei.
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