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Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15526)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11147)
Seiten: 443
Themen: Magie (2205), Widerstand (114)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
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Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     "Wir haben keine andere Wahl!", unterbrach Finley den nur zum tonlosen Öffnen seines Mundes gekommenen Ryan. "Wer weiß schon, wie lange der Rogmocan diesen Schutzschild aufrechterhalten kann und wir müssen nochmal ins Lager, ob wir wollen oder nicht." Finleys Tonlage wurde mit jedem gesprochenen Wort verzweifelter.
     "Er hat recht", nutzte nun Ryan die kurz eingetretene Pause, um zu Wort zu kommen. "Noch wissen sie nicht, was unter und vor allem hinter dem Lager passiert ist. Wissen wir, wie viele der Kinder und Alten in Sicherheit sind?"
     Javad schüttelte den Kopf. "Bobby ist, wie von dir befohlen, zu den Wohnquartieren geeilt, aber wir haben keine Ahnung, wer oder wie viele von dort entkommen und in Sicherheit sind."
     Ryan spuckte wie zur Bestätigung, dass er verstanden hatte, einen weiteren See aus Blut aus.
     "Dann ist es beschlossen. Ich werde durch das Tunnelsystem versuchen, unter den Rogmocan und die feindlichen Truppen zu kommen, um eine Sprengladung zu platzieren und sie so aufzumischen. Durch die Explosion von unten, innerhalb des Schutzschildes, wird zumindest Verwirrung ausgelöst, wenn nicht sogar Schaden angerichtet, der unseren Truppen die Möglichkeit zum Angriff verschaffen sollte." Die aufkommenden Proteste wischte Ryan schwach mit der Hand beiseite. "Ich habe schwere innere Verletzungen. Glaubt mir, ich kann fühlen, wie es zu Ende geht. Wir werden das nicht diskutieren, es gibt keine Zeit zu verlieren. Javad und Sherin, ihr informiert die Truppen und stellt euch auf. Die Explosion sollte deutlich hörbar sein, das ist euer Zeichen zum Angriff. Finley wird die Führung der Bàs übernehmen. Ihr werdet ihm genauso treu und hilfreich zur Seite stehen, wie ihr es für mich getan habt."
     "Du kannst die Sprengladung aus der Ferne zünden! Warum ... " Finley starrte Ryan fassungslos an.
     "Wenn ich das überlebe, gehe ich in den Ruhestand, mein Junge. So oder so wirst du die Bàs ab jetzt leiten." Ryan streichelte zärtlich über Finleys Kopf und wischte die Tränen von seiner Wange. "Versprich mir nur, dass du dir selbst treu bleibst und auf dich aufpasst. Jetzt geh und hilf Javad und Sherin bei den Vorbereitungen."
     Stumm und voll fassungslosem Entsetzen nahm Sherin Ryan in ihre kräftigen Arme und drückte ihn an sich. Javad sah ihm lange in die Augen, bevor auch er ihn in die Arme nahm. Finley warf sich in Ryans Arme und schüttelte ununterbrochen den Kopf. Er konnte einfach nicht glauben, wie schnell seine Welt auf den Kopf gestellt worden war. Heute Morgen war doch noch alles in Ordnung gewesen. Wut stieg in ihm auf und fraß sich qualvoll langsam durch seinen Kopf. Das alles nur wegen seiner eiskalten, machtversessenen Mutter und ihren widerlichen Monstern. Er hasste Lita mit jeder Faser seines Körpers. Heute, jetzt und hier hasste er sie so sehr wie noch nie zuvor. Finley hasste alles an ihr. Ihre Gabe, ihre Geschichte, ihre Existenz, alles, was mit ihr zu tun hatte. Zähneknirschend und immer noch unter Tränen löste er sich langsam aus Ryans Umarmung und wandte sich leer und verloren ab. Ryan zog ihn noch einmal zurück und flüsterte ihm mit einem leisen Lächeln ins Ohr. "Suil, wenn es ein Mädchen wird. Das ist Schottisch-Gälisch für Hoffnung. Ich glaube, das hätte Moira und Aleki gefallen. Versprich mir, dass du ihr ihre Geschichte nicht zu lange vorenthältst. Mach nicht den gleichen Fehler wie ich. Es gibt vieles und viele auf die sie stolz sein kann. Einschließlich ihres Vaters. Ich bin sehr stolz auf dich, mein Junge. Vergiss nicht, wer du bist."
     Mit einer letzten Umarmung verabschiedete sich Ryan und ließ die drei hinter sich. Zum Glück für ihn konnte er Finleys wutverzerrtes Gesicht nicht mehr sehen. In diesem Moment, als Finley Ryan unter Schmerzen langsam davon humpeln sah, um sich ein letztes Mal gegen Lita und ihre Truppen zu stellen, schwor sich Finley, niemals wieder ein Wort über seine Herkunft, die ganze dämliche Geschichte der Gabenträgerinnen und die elenden Krylows zu verlieren. Sie waren daran schuld, womit die Menschheit sich jetzt herumschlagen musste. Die Krylows hatten versagt, nur deswegen musste er jetzt mit ansehen, wie Ryan in den Tod ging.
     “Nur das eine Versprechen, Ryan. Niemals das zweite“, murmelte Finley. Beim Gedanken an Ava und sein ungeborenes Kind zuckte er zusammen und wurde aus seinen Gedanken gerissen. Er musste sie in Sicherheit bringen. Dies war weder Zeit noch Ort für seine hassgetriebenen Schwüre. Ein letztes Mal blickte er zu Ryan, der schon dabei war, in einen der Tunnel abzusteigen. Blind vor Tränen, aber dennoch entschlossen, drehte sich Finley um und folgte Sherin und Javad.
     Etwa eine Stunde später gab ein ohrenbetäubender Knall das Zeichen zum Angriff. Das Schutzschild des Rogmocan flackerte zunächst und erlosch dann vollständig. Die Bàs triumphierten wenig später über ihre Feinde und begannen umgehend, ihre Neuordnung zu organisieren. Während draußen die Bàs geschäftig und eilig alles zusammenpackten und sich fertig für den Aufbruch machten, konnte drinnen ein junger Vater seine Tränen nicht zurückhalten.
     "Es tut mir so leid, Finley", sagte Ava schwach. "Hat man ihn gefunden?"
     "Teile. Wir haben nur Teile von ihm gefunden. Er wurde bei der Explosion zerfetzt." Selbst in seinen eigenen Ohren klang seine Stimme seltsam fremd. Ryan hatte ihm zwei Versprechen abgerungen. Nur eines war er willens zu halten. "Suil", flüsterte er zärtlich und streichelte vorsichtig die Wange des kleinen Mädchens auf seinem Arm.


Kapitel 1


"Ich nehme noch einen."
     "Du hattest genug, Mädchen."
     "Ach ja?"
     Jannek hasste diese unerträgliche Göre. Vor allem hatte er Angst vor ihr. Nur einmal zuvor hatte er solch bernsteinfarbene Augen gesehen, als ein Wolf sich hinter seiner Kneipe an den Resten in der Mülltonne bedient hatte. Genau wie bei dieser Begegnung konnte er jedes Mal die Gefahr und Bedrohung förmlich schmecken, wenn dieses unheimliche Mädchen in seine Spelunke kam. Kein normaler Mensch hatte solche Augen. Meistens vermied er, sie direkt anzusehen, doch jetzt starrte sie ihn über den Tresen hinweg an und wedelte mit ihrem leeren Glas. Jannek hatte das Gefühl, die Blicke aus diesen fürchterlichen Raubtieraugen bohrten sich durch sein Gesicht in sein Hirn und zwangen ihn, sich ihrem Willen zu beugen. Dass sie dazu noch sehr groß war und sich den Schädel an beiden Seiten rasiert hatte, was die verbliebene schwarzrote Haarwucht nur bedrohlicher erscheinen ließ, trug nicht gerade zu seinem Wohlbefinden bei. Seit vier Monaten kam das unerträgliche Mädchen nun schon jeden Abend hier her und malträtierte ihn. Heute Abend hatte Jannek endgültig genug und beschloss, sich ihr nicht mehr zu beugen.
     "Wie alt bist du eigentlich? Du solltest wirklich nicht so viel trinken. Dazu noch jeden Abend." Bemüht streng schüttelte er den Kopf, nahm ihr das Glas aus der Hand und stellte es ins Spülbecken. "Du hattest genug", wiederholte er und konzentrierte sich darauf, keine Angst zu zeigen.
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