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Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15524)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11147)
Seiten: 443
Themen: Magie (2205), Widerstand (114)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
Voting: Dieses Buch für die Abstimmung zum Buch des Monats März 2020 nominieren
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Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     "Neun", hielt Otis schnaufend fest und fügte noch ein "Wie zur Hölle...?" hinzu. Er erkannte seinen Fehler umgehend, als Tjordi zu einer ausführlichen Antwort ansetzte und dafür den Kampf komplett einstellte. Otis bekam gerade noch den Soldaten zu fassen, der mit seinem Messer schon fast an Tjordis Kehle war, riss ihm den Arm nach hinten, schlug ihm das Messer aus der Hand und rammte seinen Kopf in sein hochgezogenes Knie, während Tjordi fröhlich weiter plauderte. Otis verstand kein Wort und wehrte einen Angreifer nach dem anderen ab. Als er bei fünf verblieben Soldaten angekommen war, verließen ihn so langsam die Kräfte. Kurz sammelte er sich und stützte die Hände vornübergebeugt auf die Knie. "Tjordi, ich bring dich um", ächzte Otis unter schwerem Atmen, was der Eloquenz seines Mitstreiters allerdings keinen Abbruch tat.
     "... das war einfach unglaublich, also habe ich mehr davon hinzugefügt und tadaaa! Ich hatte natürlich keine Ahnung, dass es diesen unfassbaren Nebeneffekt hat. Normalerweise habe ich Schwierigkeiten, diese schweren Holzstühle im Lager anzuheben. Weißt du, welche? Die mit den fünf Stuhlbeinen und der runden Sitzfläche. Die sind sehr schwer, was nicht wirklich überraschend ist, schließlich sind sie aus Holz. Beantwortet das deine Frage?"
     Tjordi hatte beim Reden in den Himmel gestarrt, besann sich aber nun auf das Geschehen und seinen Gesprächspartner zurück. Otis hätte ihn am liebsten erwürgt, ließ jedoch die Vernunft siegen und nickte nur kurz. Diese Bestätigung nahm Tjordi zur Kenntnis und nahm nun den Kampf wieder auf. Zu zweit konnten sie mit den verbliebenen Fünf kurzen Prozess machen.
     Erschöpft sackte Otis zu Boden und atmete durch.
     "Denkst du, die wollten Leute holen?", fragte Tjordi verschwitzt und ließ sich neben Otis nieder.
     "Ich habe keine Ahnung. Wenn es wirklich Litas Truppen sind, die die Verschwundenen geholt haben, dann sitzen wir mächtig in der Scheiße."
     "Weil wir dann nichts dagegen unternehmen können?"
     "Ganz genau."
     Tjordi überlegte eine Weile.
     "Warum sollten sie sich den Aufwand machen und nachts herumschleichen und Leute entführen? Sie könnten doch jederzeit jeden von uns einfach im Tageslicht holen."
     "Das könnten sie in der Tat. Doch das würde, wenn schon keinen Aufstand, dann zumindest Unruhe verursachen, was sie scheinbar vermeiden wollen. Solange es nur ein Gerücht, eine leise Vermutung ist, die sich niemand wagt offen auszusprechen, gibt es auch keinen Ärger. Sie hatten keinen Rogmocan dabei, was heißt, sie wollten unbemerkt bleiben."
     Tjordi nickte zustimmend, starrte zu dem Baum hinüber, bei dem er das Monster gesehen hatte und der nun in das erste, zarte Licht der angebrochenen Dämmerung getaucht wurde.
     "Mich wollten sie nicht", flüsterte er düster.
     Otis schaute zu ihm rüber, rappelte sich auf und reichte ihm die Hand. "Ein guter Kampf, mein Freund. Jederzeit wieder", bekundete er und zog Tjordi hoch. Im Hinterkopf rasten jedoch seine Gedanken. Der Soldat hatte gesagt, sie sollen den Jungen mitnehmen. War ihnen Tjordi zu alt gewesen? Falls dem so war, was stellten diese Monster bloß mit den Verschwundenen an, dass Alter eine Rolle spielte?
     Otis schüttelte den Gedanken ab und sie liefen in Richtung des Hauses in dem sie Suil vermuteten, als ein gellender Schrei die gerade erst wiederhergestellte Stille auf dem Gelände durchschnitt. Zwei junge Männer rannten mit schreckensgeweiteten Augen aus dem Haus und rasten an ihnen vorbei, dicht gefolgt von drei weiteren, die ebenfalls um ihr Leben zu rennen schienen. Ohne zu zögern rannten Tjordi und Otis den Leuten entgegen und an ihnen vorbei in das Haus. Im Erdgeschoss befanden sich nur zwei Zimmer und keine Spur von Suil. Tjordi hastete als Erster die Treppe in den oberen Stock hinauf, als er plötzlich innehielt und nach Luft japste.
     "Otis!", rief er mit zittriger Stimme und deutete mit seiner Hand an, sich langsam zu nähern. Vorsichtig ging Otis hinter ihm die Treppe hinauf und schob sich langsam an Tjordi vorbei, als auch sein Atem stockte.
     "Auweia", wimmerte Tjordi hinter ihm. "Siehst du das auch? Oh bitte sag‘ mir, dass ich halluziniere."
     Otis schluckte den Kloß in seinem Hals herunter. Seine Kehle war plötzlich so trocken und rau, dass er kaum sprechen konnte. Mehrfach atmete er tief durch, bis er seine Stimme wieder gefunden hatte.
     "Ich sehe es auch", flüsterte er heiser.
     Suil drehte sich in diesem Moment um und bemerkte die beiden.
     "Alle völlig irre hier. Habt ihr mitbekommen, wie die geschrien haben? Ich bin wirklich froh, dass ich mich von dem krassen Zeug immer ferngehalten habe. Die drehen alle drauf durch. Allerdings wirst du dich kaputtlachen, Tjordi. Ich hab‘ nur ein bisschen Gras geraucht und ironischerweise voll die Halluz davon bekommen. Verstehst du? Ich meine, wie irrwitzig ist es bitte schön, dass ich nicht mehr an die Halluz denken will, deswegen Gras rauche und davon dann Halluzinationen bekomme?" Leicht genervt, aber dennoch relativ unbesorgt, lächelte Suil sie an, bis sie den Ausdruck in ihren Gesichtern bemerkte. "Was?"
     "Schätzchen, was genau halluzinierst du denn grade?", fragte Tjordi mit viel zu hoher Stimme.
     Suil zog verwundert die Augenbrauen hoch, antwortete aber trotzdem.
     "Ich habe voll den krassen purpurfarbenen Ganzkörperheiligenschein", gab sie breit grinsend zu Protokoll. "Oder ist das eher Violett?", fragte sie sich selbst murmelnd.
     "Es ist Violett", hauchte Otis, schloss die Augen für einen Moment und öffnete sie dann wieder.

     Da war Suil, umrahmt von einem intensiven violetten Lichtschein, der in den Augen brannte, wenn man zu lange hinsah. Sie schien sich überhaupt nicht bewusst zu sein, dass sie dazu etwa einen halben Meter über dem Boden schwebte.
     Ungläubig schaute Suil von Tjordi zu Otis und erkannte erschrocken, dass dies keine Halluzination war. Die beiden konnten es auch sehen. Das Licht, das sie umgab, erlosch augenblicklich und der alte Dielenboden ächzte knarrend, als Suil ohnmächtig auf ihn fiel.
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