Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
43.244 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »ronan188«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15542)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11158)
Seiten: 443
Themen: Magie (2208), Widerstand (114)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
noch nicht bewertet
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
BENUTZER-SCHULNOTE
1
0%
2
0%
3
0%
4
0%
5
0%
6
0%
Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     "Mir ist nicht klar, wie euch der Widerstand schon wieder entkommen konnte", schrie Lita in Suils Kopf wütend in eine Reihe angstvoll aufgerissener Augenpaare, die in menschlichen als auch monsterlichen Köpfen beheimatet waren. Karl, der halb verdeckt hinter der Extremität stand, die Lita sich als Thron hatte anfertigen lassen, erschien wie ein Schatten neben ihr und legte Lita die Hand beschwichtigend auf die Schulter. Genervt starrte sie auf die versammelte Schaar aus Untergebenen zu ihren Füßen, schwang sich abrupt in die Höhe und explodierte ohne Vorwarnung in einem roten Feuerball aus Licht, der sich gewaschen hatte. Die Rogmocan reagierten mit hektischen Farbmustern und Suil meinte, einen der Rogmocan ganz in der Nähe aufschreien zu hören. Was nicht wirklich Sinn machte, da die Rogmocan eher selten das Mittel tatsächlich hörbarer, verbaler Kommunikation nutzten. Auf der anderen Seite war dies eine Halluzination, da konnte man wohl nicht viel Sinnstiftendes erwarten.
     Die menschlichen Anwesenden reagierten, wenn auch ungewollt, weit weniger hektisch. Im Bruchteil einer Sekunde hatte Litas Lichtexplosion sie alle dahingerafft. Ihre leeren Hüllen lagen gespenstisch wie trägerlose Anzüge zwischen den Rogmocan. Das Bild in Suils Kopf begann zu schwanken und konzentrierte sich für eine Weile auf die Erloschenen am Boden, bevor es sich langsam auf Lita zubewegte.
     "Kümmere dich darum und schaff sie mir aus den Augen", herrschte Lita Suil direkt vom Thron herab an. Das Bild nickte bestätigend, oder nickte Suil selbst?
     "Ich brauche immer mehr. Was zur Hölle geht vor sich?", flüsterte Lita noch Karl zu, bevor das Bild verschwamm und die Heimsuchung letztendlich ein Ende fand.
     Suil schwitzte Bäche, die zusammen mit der Feuchtigkeit des Bodens einen Fluss unter ihr zu bilden schienen. Das war die schlimmste Halluzination, die sie bislang durchlebt hatte. So real, so nah, so klar, als wäre sie tatsächlich dort. Ihr Körper bebte immer noch unter der Anstrengung der geleisteten Arbeit. Jede Wahnvorstellung war länger als die vorherige und je länger sie wurden, desto ausgelaugter war Suil danach. Jeder Muskel, jede Faser schien während ihres Kopftheaters die Zähne angestrengt zusammen gebissen zu haben und sich nur allmählich und zögerlich wieder zu lösen. Eine gefühlte Ewigkeit lag sie regungslos in der Gasse und starrte in den sternlosen Himmel über ihr. Das war jetzt ihr Leben. Allerdings war sie sich sicher, dass die Anfälle immer schlimmer wurden und letztendlich zu ihrem Tod führen würden. Insofern befand Suil die Situation als halb so dramatisch, wenigstens war ein Ende in Sicht. Während das Gefühl langsam in ihren Körper zurückschlich, bemühte sie sich um eine aufrechte Position. Mit freundlicher Unterstützung der Backsteinwand zu ihrer Linken richtete sie sich auf und stapfte schwerfällig weiter die Gasse zwischen den Baracken entlang, während sie zu ihrer eigenen Aufheiterung eine, von Puccini inspirierte und dennoch in jeglicher Hinsicht fragwürdige Eigenkomposition mit dem Elan der musikalisch Unbedarften anstimmte.
     "Ich haaahaaasse mein Leheeebeeen. Halluuuuzinatiooon ... ähm ... wer braaaucht sowas schooon ... äh ... ich werdeee waahnsinnihiiig ... ähm ... nicht schihiiick ..." Suil dachte über eine mögliche Erweiterung ihres Meisterwerkes um eine weitere Strophe nach, als sich der kleine Platz hinter den Baracken vor ihr auftat und das unablässige, hirnzerhämmernde Bumbumbum der Trommler ihre Ohren bevölkerte. Nicht zum ersten Mal fragte sie sich, ob diese Leute eigentlich immer hier waren. Jedes Mal, wenn sie diesen Platz betrat, was in den letzten vier Monaten häufig der Fall gewesen war, saß eine Gruppe aus völlig abgewrackten jungen Männern dort um ein Feuer herum und schlug in einem niemals wechselnden, monotonen Rhythmus nervtötend und völlig weggeschossen auf selbst gemachte Handtrommeln ein. Keiner der Trommler bemerkte Suil, als sie an ihnen vorbei ging und auch das Geschrei, das aus dem alten Lagerhaus drang, schien die Trommelfreunde nicht zu erreichen. Suil hörte es allerdings sehr wohl und beschleunigte ihre Schritte, um zu sehen, was im Gebäude vor sich ging. Sie wurde von einer etwa 20 Personen starken Menge empfangen, die ekstatisch zu nicht vorhandener Musik tanzte, schrie und sich vereinzelt auch prügelte.
     "Was zur Hölle...", setzte Suil an, doch sie wurde von der stürmischen Umarmung eines Mittdreißigers, der laut alter Lexika exakt wie Jesus aussah und auf den Name Tjordi hörte, aus ihrem Satz gerissen.
     "Was geeeht, Suil?! ", sang er kreischend in ihr Gesicht und schenkte ihr das breiteste, irrste Grinsen, das sie je gesehen hatte. Tjordi war ein Mann der Nacht und hier immer der Held der Stunde, denn Tjordi hatte alles zu bieten, was das destruktive Herz sich nur wünschen konnte. Er machte einen eher verstörenden ersten Eindruck, was daran lag, dass er selbst sein bester Kunde war. Doch Suil hatte sich in seiner Gesellschaft stets wohl gefühlt. Tjordi war auch im nüchternen Zustand der Realität nicht wirklich zugewandt und schien der Welt, in der die anderen lebten, immer nur kurze Besuche abzustatten. Suil merkte jedoch schnell, dass man Tjordi besser nicht unterschätzte. Er war ein Genie, wenn es um die Beschaffung von Dingen aller Art ging, und kannte sich mit dem Herstellen von, nun sagen wir mal Medizin, aus wie kein anderer. Zudem war er ein ganz hervorragender Gesprächspartner, der es immer wieder schaffte, Suil mit seinen abstrusen Geschichten aus ihren Depressionen zu reißen.
     "Ich muss mit dir reden!", schrie Tjordi ihr mit unerschütterlicher Heiterkeit ins Ohr und zerrte sie betont vergnügt mit wilden Tanzgesten durch die Menschenmenge in den hinteren Teil des Lagerhauses. Mehrfach blickte er sich um und drängte Suil in eine Ecke.
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2020)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz