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Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15976)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11369)
Seiten: 443
Themen: Magie (2248), Widerstand (116)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
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Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Bobby hielt auf der Treppe inne und stieß einen spitzen Schrei aus, der die Aufmerksamkeit des tödlichen Kronleuchters auf sich zog. Nun, strategisch vorwärts tastend, kam die Klaue näher und näher.
     Ryan drückte mit aller Kraft den aufgereihten, erstarrten Führungszirkel die Treppe hoch.
     "Finley, du beschaffst die Informationen über unsere Angreifer, Anzahl und Art der Truppen." Ryan sah Finleys Hinterkopf nicken und betrachtete dies als ausreichende Bestätigung seiner Befehle. "Bobby, du bringst Ava in Sicherheit." Sowohl Bobby als auch Finley stoppten kurz, doch die Schreie über und die Klaue hinter ihnen, erinnerten sie schnell daran, dass dies nicht die Zeit war, um Befehle in Frage zu stellen.
     Die Kellergänge durch die sie sich hindurch schlängeln mussten, schienen endlos, bevor sie endlich den Ausgang erreichten. Javad und Sherin stürmten sofort davon, um die Truppen in Stellung zu bringen. Finley war ebenfalls schon auf dem Sprung, als Ryan ihn am Arm zurückhielt. Kurz und fest drückte er ihn, klopfte ihm auf die Schulter und nickte ihm zu. Dann verschwand auch Finley aus Ryans Blickfeld. Bobby lief in die entgegengesetzte Richtung zu den Unterkünften, um Ava in Sicherheit zu bringen. Mitten im Chaos kam Ryan sich plötzlich fürchterlich alt und allein vor. Er blickte zu den Barrikaden am Rand des Lagers und sah einen weiteren Rogmocan, der nur kurz strauchelte, bevor er die Verteidigungslinie durchbrach. Wie ein eiskalter Schauer kroch die Gewissheit von seinem Hirn über den Rücken herunter, bis jedes kleinste Härchen an seinem Körper in Alarmstellung war. Dies war das Ende. Sherin und Javad rannten aus verschiedenen Richtungen in sein Blickfeld und formierten die Truppen kurz hinter den durchbrochenen Barrikaden. Der Rogmocan und die generischen menschlichen Einheiten wurden kurzfristig zurückgetrieben. Ein Lächeln huschte über Ryans Gesicht. Wenn Aleki ihn nur so sehen könnte. 64 Jahre alt und Anführer der letzten Widerstandszelle. Letztendlich hatte er doch noch seinen Platz gefunden und seinen Beitrag geleistet. Litas Wandlung hatte er nicht aufhalten können, aber Ryan hatte Finley gerettet, mit ihm den Widerstand gegründet und Litas Wahnsinn zumindest etwas entgegengesetzt. Finley würde Ryans Nachfolge antreten und der Widerstand könnte sich keinen besseren Anführer wünschen. Niemand hasste Lita so sehr wie ihr eigener Sohn. Unvermittelt schoss ein Gedanke wie eine Kugel glühend heiß durch Ryans Gehirn. Finley wurde Vater. Was, wenn Ava ein Mädchen zur Welt brachte? Ryan schüttelte den Kopf und murmelte leise vor sich hin. "Nein, nein, das wäre ja gar nicht möglich." Unfähig, den Gedanken abzuschütteln, stolperte Ryan verwirrt durch und über schreiende, blutende Menschen in Richtung vorderste Kampflinie. Die enge Straße bot mit den dicht bebauten Häusern zu beiden Seiten guten Schutz und einen Rückzugsort, konnte aber auch als tödliche Falle enden, wenn Litas Truppen weiter vorrückten und sich in die Straße schoben. Immer noch getrieben von diesem einen fesselnden Hirngespinst, erreichte Ryan Javad und Sherin, die alles daran setzten, den Feind auf den Platz zurückzudrängen, der sich am Ende der Straße auftat. Sternförmig gingen schmale Gassen und Straßen von dem runden, begrünten Platz ab. Aus ihnen allen quollen Widerstandskämpfer. Hätten Litas Truppen nicht die Unterstützung der Rogmocan gehabt, so wäre es ein einigermaßen ausgeglichener Kampf geworden. Doch das Denken in Konjunktiven half ihnen jetzt nicht weiter. Die Rogmocan waren da, mähten sich relativ mühelos durch die Reihen der Bàs und hinterließen eine blutige, freie Schneise für ihre menschlichen Mitstreiter, die ihnen dicht auf den Klauen folgten.
     Ryan war immer noch nicht bewusst im Geschehen angekommen, schwang jedoch unablässig den schweren Kriegshammer, den Bobby ihm vor Jahren voller Stolz vermacht hatte. Überhaupt an irgendeine Art von Waffen zu kommen, war mit Litas globalem Vormarsch immer schwieriger geworden. Munition, Waffen und jegliche Infrastruktur zu deren Herstellung, wurden von Litas Schergen gründlich beseitigt und zerstört. So stand den Bàs nur ein äußerst begrenzter Vorrat an Schusswaffen zur Verfügung, der strategisch unter allen 32 Einheiten aufgeteilt wurde. Bobby hatte gute Arbeit geleistet, die nicht mit Schusswaffen ausgerüsteten Bàs zumindest mit anderen Dingen, geeignet zum Kampf gegen fast drei Meter große, mit undurchdringlichen Hornplatten überzogene, mächtige magische Fähigkeiten besitzende Monster, geboren aus dem Stein, auszustatten.
     Die Informationen, die sie in den letzten Jahren gesammelt hatten, ließen sich nur mühsam verbreiten, da Lita die Menschen nicht nur großflächig, durch ihr Regime aus Angst und Gewalt gelähmt, im Zaum hielt, sondern bestimmte Fähigkeiten und strategisch bedeutendes Wissen nur sich selbst und einigen wenigen treuen Untergebenen vorbehielt. Der Rest der Menschheit wurde gezielt unwissend gehalten. Wissenschaftler und Experten aller Art, aus sämtlichen Fachgebieten wurden während Litas Erweckungsreise rund um die Welt entweder getötet oder in ihrem Sinne umerzogen. Jetzt, 18 Jahre später, gab es nur noch eine Handvoll Menschen, die wussten, wo sich die wenigen verbliebenen Rechenzentren befanden und wie sie gewartet wurden. Der Zugang zu freien Informationen und Wissen über das Internet, war von Lita genauso schnell und mühelos beseitigt worden, wie die Drohung einiger Regierungen Atomwaffen gegen sie einzusetzen. Lita hatte deutlich demonstriert, wer bei einem Einsatz atomarer Waffen zu Schaden kommen würde. Weder für sie, noch für die Rogmocan wäre ein solches Szenario problematisch geworden. Dank ihrer Fähigkeiten konnten konventionelle Waffen Lita und ihrer Armee aus Monstern gar nichts anhaben. Sicherlich hätte es zahlreiche Verluste in den Reihen der Rogmocan gegeben, aber der Vormarsch Litas ließ sich nicht durch Waffengewalt eindämmen. Zumindest nicht nur. Viel gefährlicher konnten Widerstandskämpfer für sie sein, die über Spezialwissen verfügten. Lita musste um jeden Preis verhindern, dass die Menschen die Chance bekamen, etwas zu erfinden, dass gegen sie eingesetzt werden konnte oder andere Menschen zum Widerstand gegen sie aufwiegelte. So zerstörte sie auf ihrem Durchmarsch nicht nur alle elektronischen Geräte, die sie finden konnte, sondern widmete einen Großteil ihrer Aufmerksamkeit der Beseitigung benötigter Infrastruktur zum Betrieb dieser Geräte. Funkmasten, Kabelanlagen und Leitungen, ob nun überirdisch, unterirdisch oder auf dem Meeresboden verlaufend sowie Rechenzentren fielen Lita systematisch zum Opfer. Nur für ihre eigenen Zwecke Unverzichtbares ließ sie intakt und durch ihre besten Männer und Monster schützen. Ein simples Telefonat war für Finleys Generation nur noch eine fantastische Geschichte aus längst vergangen Zeiten. Die verbleibenden Geräte, wie Laptops, konnten nur noch zum degradierten Gebrauch als moderne Schreibmaschine genutzt werden. Einige wenige Gewitzte wie Marcello fanden dennoch einen Weg, die antiken Gerätschaften zur Verbreitung von Informationen zu nutzen. Lita hatte die Stromversorgung in den Großstädten weitgehend unversehrt gelassen hatte um ein Mindestmaß an Produktion von Dingen, die sie für ihre Truppen benötigte zu gewährleisten. Dadurch konnten die wenigen, verbliebenen Gerätschaften zumindest am Leben gehalten werden. An dem Tag, an dem die Bàs den Sieg über den ersten Rogmocan gefeiert hatten, war Marcello der Siegesfeier fern geblieben und hatte die ganze Nacht in aufwendig mühsamer Prozedur Flyer erstellt. Marcellos größter Schatz, der unbemerkt sein Dasein in einem staubigen Dachgeschoss verbracht hatte, bis Marcello ihn fand, war ein uralter Drucker. Bewaffnet mit weitgehend nutzlosem Laptop und dem Steinzeitdrucker vollbrachte Marcello, was schon lange kein Mensch mehr vollbracht hatte. Aktuelle, objektive Informationen, in einem verteilbaren Format. Auf den Flyern, die Marcello in dieser Nacht zu Hunderten druckte, standen nur drei Dinge.
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