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Das Erbe der Krylows 4 - Suil
Verfasser: Kelda Ardere (4)
Verlag: Eigenverlag (15976)
VÖ: 1. März 2020
Genre: Fantasy (11369)
Seiten: 443
Themen: Magie (2248), Widerstand (116)
Reihe: Das Erbe der Krylows (4)
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Die letzte Trägerin der Gabe hat endlich ihr Ziel erreicht und mit ihrer Armee aus Rogmocan, uralten magischen Wesen, ihre erbarmungslose Herrschaft über die Menschen etabliert. Während ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit ungeheuerliche Ausmaße annimmt, offenbart sich im Schatten der letzten menschlichen Widerstandszelle einer jungen Frau ihr schweres Erbe.Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Vergangenheit und Zukunft verschwimmen, als die Legende der Gabenträgerinnen unaufhaltsam ihren welterschütternden Lauf nimmt.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Kelda Ardere für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Kelda Ardere gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Organisierter Widerstand formierte sich nur in wenigen Ländern und verlief weitgehend kurzlebig. Die Maschen des Systems, das Lita etabliert hatte, waren einfach zu eng. War Lita weitergezogen, arrangierten sich die Menschen mit den neuen Gegebenheiten und lebten lieber mit gebeugtem Rücken, als aufrecht in einem ungleichen, hoffnungslosen Kampf zu sterben. Irrwitzig wie es auch sein mochte, hatten viele Menschen nun tatsächlich ein besseres Leben als zuvor. Kein Durst, kein Hunger, keine militärischen Konflikte und ein sehr stabiles Weltregime. Plötzlich hatten die Menschen wieder einen Zweck, einen Sinn im Leben. Man musste sich nur der einzig wahren Göttin beugen und sich von denjenigen verabschieden, die die ganze Entwicklung eher fragwürdig fanden.
     Wenn Ryan an diese Zeit zurückdachte, hatte er stets das Gefühl, Jahre lang nur gerannt zu sein. Kaum einen Tag verbrachten sie an demselben Ort. Er hatte keine Ahnung, ob Lita nach ihrem Sohn suchen ließ oder ob sie Ryan und Finley tot glaubte. Nach einer Weile wandelten sich der Schrecken, der Horror und die Angst vor dem, was in der Höhle in Zagreb passiert war, in gleißende Wut. Ryan hatte eher unbewusst begonnen mit allen Menschen, die er traf und die ihm und Finley Obdach gewährten über organisierten Widerstand zu sprechen. Wer, wenn nicht ihr ehemaliger Lehrmeister und ihr Sohn, könnte Lita bekämpfen? Als Finley etwa 11 Jahre alt geworden war, war der Entschluss in Ryan gereift, nicht mehr wegzurennen. Er wusste, dass in Südamerika, China und Nordafrika kleine Widerstandszellen immer noch oder wieder aktiv waren und hatte deshalb einen zentralen Punkt in Europa als Zentrum für seine eigene Widerstandsgruppe auserkoren. Zudem war es die Rückkehr in alte Gefilde, wo alles begonnen hatte. Denn dort hatten Aleki und Leyla damals Moira aus dem Heim geholt und Rudi alias Karl zurückgelassen. Finley und Ryan hatten sich also auf den Weg nach Berlin gemacht und einige, die ihren Weg gekreuzt hatten, waren ihnen gefolgt. Aus ganz Europa kamen Menschen zu ihnen, um sich dem Kampf gegen das Heer aus Monstern zu stellen. Diese Leute konnten sich der neuen Weltordnung, auch wenn sie eine weitgehend sorgenfreie Existenz versprach, einfach nicht beugen. Diese Menschen hatten nicht vergessen, welchen Preis ausnahmslos jedes fanatische Regime im Laufe der Geschichte bereitwillig gezahlt hatte. Jeder von ihnen hatte erkannt, dass Lita nur eine weitere Person in der endlosen Reihe aus Personen war, die den menschlichen Willen, an etwas Höheres zu glauben, um das eigene, irdische Leben erträglicher erscheinen zu lassen, ausbeutete. Religion wurde seit Jahrhunderten instrumentalisiert, um Menschen zu unterdrücken, sie zu führen und in die gewünschte Richtung zu lenken, sie für die niederen Spielchen Weniger zu missbrauchen. Raffgier und Machtgelüste waren stets der Motor religiöser Institutionen gewesen, die Gläubigen nur eine schier endlose Biomasse an Treibstoff. Wir gegen Die, hatte sich als Motto und Rechtfertigung für die unvorstellbarsten Gräuel in der Menschheitsgeschichte fest etabliert. Im Unterschied zur bisherigen Weltgeschichte war mit Lita nun allerdings jemand an der Macht, dessen Kraft, ungleich allem bislang Dagewesenem, eine Armee aus Rogmocan anführte. Zudem hatte Lita kein Interesse an kurzfristigen Erfolgen. Sie machte sich den gesamten Planeten zu eigen. Lita hatte Großes vor. Doch auch Ryan hatte Großes mit seiner Widerstandstruppe vor. Er wollte diesem Alptraum ein Ende setzen. Zunächst hatte er sich aber um die Koordination und Organisation seiner Truppe kümmern müssen. Täglich kamen mehr Menschen hinzu. Sie alle brauchten Unterkunft, Verpflegung und eine Kampfausbildung. Es wurde unmöglich für Ryan, all die erforderlichen Dinge selbst in die Hand zu nehmen und so hatte er sich entschlossen, seinem Widerstand Struktur zu verleihen. Finley hatte den Namen für die Truppe auswählen dürfen. Da er wusste, dass er schottische Wurzeln hatte und sein eigener Name Krieger bedeutete, nannte er Europas größte Widerstandseinheit Bàs, Schottisch-Gälisch für Tod. In den ersten Scharmützeln hatten sie ihren Widersachern tatsächlich den Tod gebracht und so verbreitete sich der Name und die Truppe hatte ihn beibehalten. Ryan hatte den Kern, das Führungsgremium der Bàs gegründet, dessen erstes Mitglied Javad wurde. Über die Jahre wuchs der Widerstand weiter an und gerade in den letzten Jahren konnten sie sogar Erfolge gegen von Rogmocan geführte Einheiten feiern. Lita hatte während ihres Eroberungsfeldzuges um die Welt einen längeren Halt in Südamerika eingelegt, da sie dort auf erhebliche Gegenwehr gestoßen war. Es hatte sie Jahre gekostet, alle Länder Südamerikas in ihr Regime einzugliedern. Mit ihrem Hauptaugenmerk auf den aufmüpfigen Nationen und allen anderen Kontinenten fest im Griff, konnten Ryans Bàs weiter gedeihen. Sie hielten sich zurück, attackierten hier und da, um die lokalen Truppen aufzumischen. Ryan plante weitaus Profunderes, doch der Zeitpunkt war noch nicht gekommen.
     Finley hatte sich hervorragend gemacht und war zu einem beeindruckenden jungen Mann herangewachsen. Nur ungern dachte Ryan an den Tag zurück, an dem er dem Jungen die Wahrheit gesagt hatte. Monatelang hatte er sich gequält, es aufgeschoben, doch er hatte gewusst, er würde dieser Aufgabe nicht entkommen können. Finley hatte einfach nur still dagesessen und zugehört. Die ganze Geschichte der Gabenträgerinnen und seiner Familie, den Krylows, hatte er über sich ergehen lassen, ohne einen Mucks zu machen. Lange und still saß er da, ohne sich zu regen. Dann hatte er nur "Ihr Sohn. Sie ist meine Mutter?" gemurmelt und verschwand für ein halbes Jahr. Ryan hatte ihn schon fast aufgegeben, als Finley völlig unverhofft eines Tages wieder im Lager aufgetaucht war. Seit dem Tag seiner Rückkehr hatte er darauf bestanden, ein Mitglied des Kerns der Bàs zu werden, und obwohl er damals erst 16 Jahre alt war, ließen Sherin, Bobby, Javad und Marcello es zu. Zwei Jahre waren seitdem vergangen. Die Bàs umfassten mittlerweile 32 Einheiten à 150 Mann, insgesamt waren sie 4800 Personen stark. Finley hatte sich als ein würdiges Mitglied im Führungszirkel erwiesen. In diesem Kreis wurde er respektiert und geschätzt. Bei den Truppen selbst war die Lage anders. Sie erblickten ihn, seine rubinroten Haare, die schwarzen Augen und sahen das Monster, an das sie Freunde, Familie und ihre Welt verloren hatten.
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